Die Leibniz Universität Hannover (LUH) beginnt mit dem Bau des „Digital Innovation Campus“. Hierbei handelt es sich um ein Institutsgebäude für die Informatik mit den Schwerpunkten Künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit. Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit forscht hier zukünftig gemeinsam mit der LUH. Die Grundsteinlegung fand am Montag, dem 14. September 2026, statt im Beisein von Vertretern der Universität, der Landeshauptstadt Hannover, des Landes Niedersachsen und des Architekturbüros BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin.
Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs: „KI ist die Schlüsseltechnologie unserer Zeit: Sie revolutioniert Forschung und Wirtschaft, eröffnet enorme Chancen und stellt uns zugleich vor neue Herausforderungen für Sicherheit und Gesellschaft. Mit dem Digital Innovation Campus schaffen wir in Hannover einen Leuchtturm, an dem exzellente KI- und Cybersicherheitsforschung, Technologietransfer und Unternehmensgründungen zusammenkommen. Unsere Investition als Land schafft die Voraussetzungen dafür, dass Innovation, Sicherheit, digitale Souveränität und wirtschaftliche Wertschöpfung Hand in Hand gehen.“ Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme sind mit rund 27,2 Millionen Euro veranschlagt. Davon hat das Ministerium für Wissenschaft und Kultur etwa 21 Millionen Euro bewilligt, die Restsumme finanziert die LUH aus Eigenmitteln. Die Übergabe des Baus an die Nutzenden ist für das vierte Quartal 2028 vorgesehen.
Mit dem Neubau des Digital Innovation Campus an der Ecke Appelstraße/Schneiderberg in der Nordstadt schafft die LUH einen zentralen Ort für Forschung, Lehre, Innovation und Wissenstransfer zur digitalen Transformation. „Der Digital Innovation Campus bildet künftig einen sichtbaren Knotenpunkt für digitale Zukunftsthemen in Niedersachsen“, sagt LUH-Präsident Prof. Dr. Volker Epping und betont: „Der Campus wird Forschung und Transfer insbesondere in den Anwendungsfeldern Gesundheit, Produktion, Mobilität und Bildung stärken. Als offener Innovationsort schafft er Raum für Kooperationen zwischen Universität, Wirtschaft, Start-ups und öffentlichen Einrichtungen. Damit leistet der Neubau einen wichtigen Beitrag zur Fachkräfteentwicklung, zur Förderung digitaler Kompetenzen und zur Zukunftsfähigkeit des Innovationsstandorts Niedersachsen.“
Ziel des Gebäudes ist es, exzellente Forschung in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Data Science mit praxisnahen Transferaktivitäten zu verbinden. Hierfür werden auf mehr als 4.000 Quadratmetern moderne Arbeits- und Begegnungsräume, digitale Lern- und Experimentierlabore sowie Flächen für interdisziplinäre Projektarbeit und Ausgründungen geschaffen. Der Neubau ist als transparentes und offenes Gebäude konzipiert und soll die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar machen.
Professuren und Forschungsgruppen aus den Bereichen Maschinelles Lernen, Künstliche Intelligenz, Datenbanken, Informationssysteme und Digitale Bildung arbeiten hier eng zusammen mit Start-ups und Unternehmen, um gemeinsam innovative Lösungen für die digitale Transformation zu entwickeln. Hörsäle, Seminarräume sowie Lern- und Forschungslabore runden den Neubau ab – hier werden digitale Bildungsformate entwickelt, erprobt und wissenschaftlich begleitet.
(Veröffentlicht: 15. September 2026)