Die Landeshauptstadt Hannover ist erneut als „Fairtrade-Town“ ausgezeichnet worden. Die Urkunde wurde am 7. Mai im Neuen Rathaus von Dieter Overath, ehemaliger Geschäftsführer von Fairtrade Deutschland e. V., an Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel überreicht.
Die Landeshauptstadt Hannover erhält die Wiederauszeichnung als Fairtrade-Stadt am 7. Mai 2026 im Neuen Rathaus.
Hannover darf für weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Town“ tragen. Neben der Stadt wurden auch Bildungseinrichtungen ausgezeichnet: Eine zweite FaireKITA kam hinzu, mehrere Schulen erhielten ihre Wiederauszeichnung als „Fairtrade-School“.
FaireKITA: Engagement von Anfang an
Ein besonderer Moment war die Auszeichnung der AWO-Kita Sylter Weg als zweite FaireKITA in Hannover. Kinder des inklusiven Kinderladens Villa Kunterbunt – der 2024 als erste FaireKITA ausgezeichnet wurde – überreichten symbolisch das Türschild.
Auszeichnung der AWO-Kita Sylter Weg
Schulen setzen Zeichen für fairen Handel
Drei Schulen wurden erneut als „Fairtrade-School“ ausgezeichnet:
IGS Südstadt
Dietrich-Bonhoeffer-Realschule
Wilhelm-Schade-Schule
Die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule und die Wilhelm-Schade-Schule wurden zudem für zehn Jahre Engagement besonders geehrt.
Bereits im vergangenen Jahr ausgezeichnet und nun ebenfalls gewürdigt wurden:
Birkenhof-Bildungszentrum
Berufsbildende Schule 2
Leonore-Goldschmidt-Schule
Schüler*innen diskutieren mit Spax über den Fairen Handel
Langjähriges Engagement der Stadt
„Die Stadt Hannover hat bereits vor 20 Jahren damit begonnen Projekte im Sinne des Faitrade-Gedankens umzusetzen. Hier sind zum Beispiel die 'Faire Woche', aber auch der bereits 2005 getroffene Ratsbeschluss zum Verzicht auf Produkte mit Kinderarbeit zu nennen. Damit haben wir uns schon vor der Auszeichnung als Fairtrade-Stadt vor 16 Jahren für bessere Arbeitsbedingungen für Produzent*innen im Globalen Süden eingesetzt und leisten einen ganz konkreten Beitrag für eine gerechtere Zukunft“, sagte Hannovers Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel.
Dieter Overath, ehemaliger Geschäftsführer von Fairtrade Deutschland e. V., betonte: „Nach der Titelverleihung vor 14 Jahren, die ich persönlich vorgenommen hatte, ist es toll zu sehen, wie sich die Aktivitäten in Hannover kontinuierlich weiterentwickelt haben. In schwierigen Zeiten den Blick für globale Zusammenhänge aufrecht zu erhalten ist ein Verdienst, was ich gerne auszeichne. Dies gelingt besonders hervorragend im Bildungsbereich. Die nächste Generation zählt und zivilgesellschaftliches Engagement ist ein wichtiger Hebel für Fairänderung!“
Vielfältige Aktivitäten in Hannover
Seit der ersten Auszeichnung im Jahr 2010 engagiert sich Hannover kontinuierlich für den Fairen Handel. Zu den Angeboten gehören unter anderem:
die jährliche „Faire Woche“ mit Aktionen und Veranstaltungen
Bildungsangebote wie der „Fairness Check“
konsumkritische Stadtführungen wie „KonsuMensch“
Geocaching-Touren zu nachhaltigem Konsum
Mitmachformate wie Krimidinner-Spiele oder Fairtrade-Rallyes
Immer mehr Menschen achten beim Konsum darauf, dass Produkte umweltgerecht und unter fairen sozialen Bedingungen hergestellt werden. Der Faire Handel setzt sich dafür ein, dass Produzent*innen angemessen bezahlt werden und unter guten Arbeitsbedingungen arbeiten können.
Alle präsentieren stolz ihre Wiederauszeichnungsurkunden
Teil eines internationalen Netzwerks
Hannover war 2010 eine der ersten Fairtrade-Städte in Deutschland. Heute gibt es bundesweit mehr als 820 Fairtrade-Towns, weltweit sind es über 2.000 in 36 Ländern.
Schulen mit Interesse am Titel „Fairtrade-School“ können sich an das Nachhaltigkeitsbüro wenden: Telefon: (0511) 168-46596 E-Mail: nachhaltigkeit@hannover-stadt.de