Hannover bleibt vorne bei E-Mobilität - Hannover.de

Bedarfsgerechter Aufbau

Hannover bleibt vorne bei E-Mobilität

Hannover treibt die Verkehrswende weiter voran – und setzt dabei auf kluge Planung statt blindem Ausbau: Mit einer neuen Strategie für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur will die Landeshauptstadt sicherstellen, dass E-Mobilität zuverlässig, wirtschaftlich und zukunftsfähig wächst.

Die Landeshauptstadt Hannover hat am 13. April im Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Grünflächen ihre Planungen für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur vorgestellt.

Bereits heute gehört Hannover bundesweit zur Spitzengruppe: Aktuell kommen weniger als sieben batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) auf einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt. Damit liegt die Stadt deutlich unter den empfohlenen Vergleichswerten und bietet eine überdurchschnittlich gute Versorgung für Nutzer*innen von E-Autos.

Bedarfsgerechter Ausbau im Fokus

Ziel der neuen Strategie ist es, den Ausbau künftig stärker am tatsächlichen Bedarf auszurichten und gleichzeitig das bestehende Versorgungsniveau zu sichern.

„Hannover ist beim Ausbau der Ladeinfrastruktur sehr gut aufgestellt. Unser Ziel ist es jetzt, dieses hohe Niveau intelligent weiterzuentwickeln – bedarfsgerecht, wirtschaftlich und mit Blick auf die Menschen in unserer Stadt“, sagt Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel.

Ausbau überwiegend durch private Anbieter

Der weitere Ausbau erfolgt auch künftig überwiegend durch private Betreiber*innen. Die Stadt stellt dafür den öffentlichen Raum zur Verfügung und vergibt ab 2027 neue Konzessionen.

Die Ladepunkte werden eigenwirtschaftlich errichtet und betrieben – ohne finanzielle Beteiligung der Stadt.

Konkrete Ausbauziele bis 2030

Bis Ende 2026 werden voraussichtlich rund 2.100 öffentlich zugängliche Ladepunkte im Stadtgebiet zur Verfügung stehen. Um den prognostizierten Bedarf zu decken, soll die Zahl bis 2030 auf etwa 4.400 Ladepunkte steigen.

Dafür ist ein jährlicher Zubau von rund 360 Ladepunkten vorgesehen. Die Entwicklung bleibt dabei flexibel und kann an die tatsächliche Nachfrage angepasst werden.

Überkapazitäten vermeiden

Ein zentrales Prinzip der Strategie ist es, Überkapazitäten zu vermeiden. Eine zu hohe Dichte an Ladepunkten kann die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigen und Investitionen bremsen.

Stattdessen setzt Hannover auf eine ausgewogene Entwicklung, die sich am realen Nutzungsverhalten orientiert.

Weitere Ladepunkte auf privaten Flächen

Ein Teil des Ausbaus erfolgt unabhängig von städtischen Konzessionen. Bereits heute entstehen rund 40 Prozent der öffentlich zugänglichen Ladepunkte auf privaten Flächen – etwa an Tankstellen oder auf Parkplätzen von Supermärkten und Fachmärkten.

Fokus auf zentrale Standorte

Künftig sollen neue Ladeeinrichtungen gezielt dort entstehen, wo sie besonders benötigt werden:

  • im Wohnumfeld
  • an stark frequentierten Orten
  • an sogenannten Points of Interest mit längeren Aufenthaltszeiten

Mit der neuen Strategie stärkt die Landeshauptstadt Hannover ihre Rolle als Vorreiterin der Elektromobilität und setzt auf einen wirtschaftlich tragfähigen, langfristig erfolgreichen Ausbau der Infrastruktur.

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