IntraRegionale 2026: Kunst trifft Insekten - Hannover.de

Ausstellungen und Veranstaltungen

IntraRegionale 2026: Kunst trifft Insekten

Vom 24. April bis zum 26. Juli 2026 widmet sich die IntraRegionale 2026 der faszinierenden Welt der Insekten. An zehn Kunstorten in der Region Hannover präsentieren 31 Künstler:innen ihre Arbeiten. Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm durch mehr als 50 Veranstaltungen, die Kunst, Natur und gesellschaftliche Fragen miteinander verbinden.

Von Mai bis Juni zeigt kik. kunst in kontakt e. V. das "UV Spinnennetz" von Jean-Robert Valentin. 

Nach den erfolgreichen Ausgaben in den Jahren 2016 und 2021 laden neun Kunstvereine und die Städtische Galerie Lehrte erneut zu einer gemeinsamen Ausstellungsreihe ein. Künstler*innen aus Deutschland, Frankreich, Japan und der Schweiz zeigen aktuelle Arbeiten, die neue Perspektiven auf Insekten eröffnen – und zugleich unseren Blick auf Natur, Umwelt und das Verhältnis zwischen Mensch und Tier hinterfragen.

Unter der Schirmherrschaft von Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und Jens Palandt, Erster Regionsrat der Region Hannover, versteht sich die IntraRegionale als Einladung, Insekten aus künstlerischer und ökologischer Perspektive neu zu entdecken.

Kunst zwischen Ästhetik, Natur und Gesellschaft

Die Ausstellungen der IntraRegionale zeigen ein breites Spektrum zeitgenössischer Kunst. Skulpturen, Installationen, Malerei, Klangräume und ortsspezifische Interventionen beschäftigen sich mit Insekten als Teil einer komplexen und fragilen Umwelt.

Dabei entstehen vielfältige künstlerische Annäherungen: Stahl wird zu schimmernden Chitinpanzern, Papier zu verletzlichen Körpern, Licht und Klang zu vibrierenden Schwärmen. Mal erscheinen Insekten monumental und kraftvoll, mal fragil und beinahe immateriell – stets jedoch als Gegenüber, das unseren Blick herausfordert.

Dazu gehören auch partizipative Projekte wie ein Ausstellungsbeitrag auf dem Hermannshof in Völksen, bei dem Perspektiven von elf jungen Künstler:innen der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig einbezogen werden.

Auszug aus dem Programm

Beispiele für die künstlerischen Positionen sind unter anderem:

  • die überdimensionalen Insektenpanzer des Bremer Künstlers Peer Steppe im Alten Park in Burgdorf
  • die malerischen Vergrößerungen von Maria Trezinski in der Städtischen Galerie Lehrte
  • die zweiteilige Ausstellung „Biozönosen 52,31°N 9,60°O“ von Sina Heffner in Gehrden
  • eine Installation von Swaantje Güntzel im Kunstraum Benther Berg
  • das Projekt „TOWER“ von Lea Schürmann und Christian Holl, das ein geschlossenes Ökosystem in einem Plexiglascontainer erfahrbar macht

Auch multimediale Parcours, Licht- und Klangräume sowie künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum – etwa im „Insekten Kunst Areal“ in Herrenhausen oder im Poggenhagener Park – erweitern den Blick auf Insekten als Mitbewohner einer gemeinsamen Umwelt.

Maria Trezinskis Arbeiten sind von Ende April bis Mitte Juni in Lehrte zu sehen.

Kleine Akteure – große Bedeutung

„Kleine Kunstinstitutionen und Insekten haben gemeinsam, dass sie oft übersehen und für nicht so wichtig befunden werden, fällt der Blick doch eher auf die großen Tiere und großen Ereignisse. Die Arbeit der Insekten und der kleinen Kunsträume bilden jedoch die Voraussetzung für eine reichhaltige Ernte, die nicht nur hungrige Mägen, sondern auch kulturelle Bedürfnisse an dezentralen Orten sättigt. Mit ihrer Auswahl an Kunstwerken bietet die IntraRegionale eine Vielfalt an künstlerischen Sichtweisen und Ausdrucksformen zum Thema Insekten, die neugierig macht. Gleichzeitig werden die Ausstellungen zu Lern- und Erfahrungsräumen, die Begegnungen und Auseinandersetzungen mit Natur und Kunst im Kontext des jeweiligen Ortes ermöglichen“, fasst Julienne Franke, Leiterin der Städtischen Galerie Lehrte, das Konzept der diesjährigen IntraRegionale zusammen.

Kunst als Zugang zum Thema Insekten

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay betont die Bedeutung der Insekten für eine lebenswerte Stadt – und macht deutlich, wie wichtig es ist, den Kleinstlebewesen große Beachtung zu schenken. „Wir sind daher froh, dem Insektenbündnis Hannover mit der IntraRegionale 2026 eine wichtige Bühne zu geben. Die Verbindung von Kunst und Insekten ist eine großartige Möglichkeit, sich mit diesem faszinierenden Thema zu beschäftigen“, sagt Belit Onay.

Der Erste Regionsrat Jens Palandt ergänzt: „Um Lebensräume für Insekten zu schaffen, fördern wir als Region Hannover zum Beispiel die naturnahe Umgestaltung von Firmengeländen und das Anlegen von Blühstreifen in der Landwirtschaft. Mindestens genauso wichtig ist es aber, dass im Bewusstsein jeder und jedes Einzelnen ankommt, dass wir etwas dafür tun müssen, die Insektenvielfalt in der Region zu erhalten. Die IntraRegionale 2026 leistet dafür einen wertvollen und im wahrsten Sinne künstlerischen Beitrag.“

Das Projekt „TOWER“ von Lea Schürmann und Christian Holl macht ein geschlossenes Ökosystem in einem Plexiglascontainer erfahrbar.

Begleitprogramm mit Führungen und Aktionen

Begleitet wird das Ausstellungsprogramm durch ein vielfältiges Veranstaltungsangebot des Insektenbündnis Hannover. Dazu gehören unter anderem:

  • Führungen und Vorträge
  • Fahrradtouren
  • Pflanzaktionen
  • Mitmachangebote für alle Altersgruppen

Dabei werden unterschiedliche Lebensräume in der Region erkundet – vom Stadtwald über Kleingärten und Moore bis hin zum Steinhuder Meer oder sogar Pflasterfugen in der Stadt.

Weitere Informationen

Das vollständige Programm mit allen Ausstellungen, Veranstaltungen und Vernissagen ist auf der (externen) Website der IntraRegionale zu finden.  

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