Jugend forscht
Junge Forschende begeisterten Jury beim Regionalwettbewerb Hannover
120 Nachwuchsforschende aus Hannover und der Region kamen am 18. Februar an der Hochschule Hannover zusammen, um beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht ihre innovativen Projekte vorzustellen.
Bei der abschließenden Feierstunde wurden die herausragenden Arbeiten prämiert – 19 Teilnehmende dürfen sich nun beim Landeswettbewerb Niedersachsen beweisen. Bereits zum 61. Mal wird Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb Jugend forscht ausgerichtet. Am Mittwoch, 18. Februar, kamen 120 junge Forscherinnen und Forscher zum Regionalwettbewerb Hannover am Campus Linden der Hochschule Hannover (HsH) zusammen und präsentierten der fachkundigen Jury ihre Projekte, an denen sie in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet haben. Insgesamt gingen 31 Projekte in der Sparte „Jugend forscht“ (15 bis 21 Jahre) sowie 44 Projekte in der Sparte „Jugend forscht junior“ (bis 14 Jahre) an den Start.
13 Projekte qualifizieren sich für den Landeswettbewerb
Am Freitag, 20. Februar, wurden die Gewinnerinnen und Gewinner des Regionalwettbewerbs ausgezeichnet. 19 Teilnehmende mit 13 Projekten konnten sich neben Geld- und Sachpreisen auch über die Qualifikation zum Landeswettbewerb freuen.
Landwirtschaft trotz Wassermangel?
Die thematische Vielfalt zeigte sich auch bei den prämierten Projekten. Im Fachgebiet Biologie bei „Jugend forscht junior“ überzeugten unter anderem Thomas Lütke-Entrup (12) und Henri Loos (13) von der St.-Ursula-Schule Hannover. In ihrem Projekt „Landwirtschaft trotz Wassermangel – dank Hydrogel?“ untersuchten sie, ob Hydrogele die Wasserspeicherfähigkeit von Böden verbessern und so Pflanzenwachstum unter Trockenbedingungen fördern können.
Ziel war es, Perspektiven für den Anbau in von Dürre betroffenen Regionen aufzuzeigen. Dafür stellten sie Hydrogele aus Gelatine, Agar und dem Cellulosederivat HEC her und prüften deren Umweltverträglichkeit und Wirkung. Das Ergebnis: Mit dem HEC-Hydrogel ließ sich das Wachstum von Kresse bei sehr geringer Bewässerung um etwa zehn Prozent steigern.
Effizienteres Recycling von Lithium-Ionen-Batterien
In der Sparte „Jugend forscht“ (15 bis 21 Jahre) setzten sich unter anderem Kseniia Skrynnyk und Anna Ilyushonak vom Gymnasium Schillerschule Hannover im Fachgebiet Chemie durch. Im Projekt „LiClair: Ausfällung von reinem Lithiumcarbonat im Recycling von Lithium-Ionen-Batterien“ widmeten sie sich einer zentralen Herausforderung der nachhaltigen Energieversorgung: dem effizienten Recycling von Lithium-Ionen-Batterien. Da insbesondere Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien zunehmend eingesetzt werden, ist es entscheidend, wertvolle Rohstoffe wie Lithium in hoher Reinheit zurückzugewinnen.
Die beiden untersuchten, wie aus dem im Recyclingprozess entstehenden Lithiumsulfat möglichst reines Lithiumcarbonat ausgefällt werden kann. Dabei analysierten sie den Einfluss von Reaktionszeit, Kupferverunreinigungen und Kristallisationskeimen auf Ausbeute und Reinheit. Mithilfe von AAS- und XRD-Analysen bestimmten sie die Qualität des Produkts und identifizierten Bedingungen, unter denen besonders reines Lithiumcarbonat gewonnen werden kann.
Lösungen für die Herausforderungen von morgen
Weitere Preisträgerinnen und Preisträger beschäftigten sich unter anderem mit effizienterem Fliegen, der optimalen Kühlung von Getränken oder der Verbreitung infektiöser Partikel in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Stimmen zur Veranstaltung
„Für Enercity ist es ein Anliegen, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihre Neugier und ihren Forschergeist zu entfalten, gerade wenn es um Zukunftsthemen wie Energie und Nachhaltigkeit geht. Die vorgestellten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie viel Energie und Ideen in der nächsten Generation stecken. Fortschritt und echte Lösungen für die Herausforderungen von morgen entstehen nur, wenn wir bereits heute Talente fördern und ihnen eine Bühne geben. Genau deshalb unterstützen wir Jugend forscht“, erklärt Jan Trense, Geschäftsführer Enercity Netz. Erstmals richteten Enercity, die Region Hannover und die Hochschule Hannover den Regionalwettbewerb gemeinsam aus.
„Es war beeindruckend zu erleben, mit welcher inhaltlichen Bandbreite und Ernsthaftigkeit sich die Teilnehmenden den drängenden Zukunftsfragen unserer Zeit widmen. Von technologischen Innovationen über Nachhaltigkeit bis hin zu gesellschaftlichen Herausforderungen zeigen die Projekte eine bemerkenswerte Vielfalt und Innovationskraft. Genau diese Offenheit und dieser Mut zum Forschen machen Jugend forscht so wertvoll. Für uns als Hochschule Hannover ist es daher eine große Freude, diesen Wettbewerb zu unterstützen und den jungen Wissenschaftsgeist an unserem Campus erleben zu dürfen“, skizziert Prof. Dr. Josef von Helden, Präsident der Hochschule Hannover.
„Die Region Hannover gratuliert den Gewinner*innen des Jugend-forscht-Regionalwettbewerbs zu ihren herausragenden Leistungen! Aber nicht nur die ausgezeichneten Projekte beweisen, wie viel innovatives Potenzial in unserer Region steckt – wir freuen uns besonders, dass so viele junge Menschen mit Begeisterung an Lösungen für die Herausforderungen von morgen arbeiten. Den Sieger*innen wünschen wir viel Erfolg beim Landeswettbewerb!“, erklärt Alexander Skubowius, Fachbereichsleiter Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover.
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