Neue Antidiskriminierungs-Teams nehmen ihre Arbeit auf - Hannover.de

Stadt Hannover übergibt Zertifikate

Neue Antidiskriminierungs-Teams nehmen ihre Arbeit auf

Sie sind nun Ansprechpersonen für Betroffene von Diskriminierung in ihrer jeweiligen Bildungseinrichtung: Rund 30 junge Menschen haben ihre Zertifikate im Projekt für Antidiskriminierungs-Teams erhalten, kurz „A-Teams“.

Die neuen Antidiskriminierungs-Teams 2026 mit Oberbürgermeister Belit Onay sowie Sozial- und Integrationsdezernentin Sylvia Bruns auf der Treppe in der Halle des Neuen Rathauses.

Strukturen zu schaffen, um Antidiskriminierungsarbeit langfristig im Bildungsbereich zu verankern und zu verbessern, das ist das Ziel des Projekts „A-Teams“ (kurz für Antidiskriminierungs-Teams). Dabei stehen Antidiskriminierung, Abbau von Zugangsbarrieren sowie Förderung und Sichtbarkeit von Diversität im Mittelpunkt. 

Über 30 junge Ansprechpersonen für Betroffene von Diskriminierung

Die städtische Antidiskriminierungsstelle (AD-Stelle) hatte mehreren Schulungen für den Herbst 2025 koordiniert. Nach diesen sind die teilnehmenden Schüler*innen und Studierenden jetzt Ansprechpersonen für Betroffene von Diskriminierung in ihren jeweiligen Bildungseinrichtungen. Über 30 junge Menschen erhielten am 12. Februar 2026 Auszeichnungen in Form von Zertifikaten aus der Hand von Oberbürgermeister Belit Onay und der Dezernentin für Soziales und Integration Sylvia Bruns.

OB Belit Onay ist Schirmherr

Oberbürgermeister Belit Onay ist Schirmherr des Projekts. Er unterstrich in seiner Rede im Rahmen der Zertifikatsübergabe die Bedeutung des städtischen Antidiskriminierungsprojekts: „Die A-Teams leisten einen großen Beitrag, um an Schulen und Hochschulen eine Kultur zu etablieren, bei der Menschen über Diskriminierungserfahrungen sprechen und Betroffene wissen, wem sie sich anvertrauen können.“

Onay betonte, dass es eine gesamtgesellschaftliche Ausgabe ist, Diskriminierungen im Alltag abzubauen: „Dazu gehört auch, dass jede und jeder einzelne von uns eigene Diskriminierungsmuster erkennt und kritisch reflektiert.“ Er bedankte sich in diesem Rahmen sehr für die Bereitschaft der A-Teams, sich mit Diskriminierungen auseinanderzusetzen, neue Umgangsweisen zu erlernen und diese auch weiterzutragen. Damit seien sie Vorbilder für die Einwohner*innen von Hannover. Ebenso ging ein herzlicher Dank an die Lehrkräfte, Schulleiter*innen, Ansprechpersonen und Unterstützer*innen in Bildungseinrichtungen sowie an die städtische Antidiskriminierungsstelle als Koordinatorin des Projektes.

A-Team-Projekt entstand 2020

Das A-Team-Projekt entstand im Jahr 2020 gefördert durch den Gesellschaftsfonds Zusammenleben (GFZ) der Landeshauptstadt Hannover (LHH). Daran beteiligt waren die WIR 2.0 AG Postmigrantisch und das Netzwerk Generation Postmigration e.V. Die Maßnahme ist Ende 2021 vorzeitig als Projekt durch die WIR 2.0 AG Jugend gestartet. Mit dem Jahr 2023 wurde die Koordination des Projekts an die AD-Stelle übertragen, die im Sozialdezernat der Landeshauptstadt Hannover verankert ist. Zu dem Zeitpunkt nahmen neun Bildungseinrichtungen teil.

Im Fokus des Projekts steht der Austausch zwischen den betroffenen jungen Menschen und den geschulten Mitgliedern der A-Teams, damit Betroffenen ein zeitnaher und niedrigschwelliger Zugang zu Unterstützung vor Ort angeboten werden kann. Hierzu werden meist jeweils drei Schüler*innen bzw. Studierende aus den Bildungseinrichtungen durch externe Expert*innen zu unterschiedlichen Diskriminierungsmerkmalen, Jugendarbeit und Gewaltfreier Kommunikation geschult. 

Mitglieder der A-Teams als Multiplikator*innen

Die so geschulten Mitglieder der A-Teams können als Multiplikator*innen ihr neu erworbenes Wissen sowohl an Mitschüler*innen bzw. Kommiliton*innen als auch Lehrkräfte weitergeben. Sie tragen hierdurch zu mehr Sensibilität für diese Themen an ihrer Bildungseinrichtung bei. Begleitet werden die A-Teams an ihrer Bildungseinrichtung durch eine*n Koordinator*in, das sind meist Lehrkräfte und Sozialarbeiter*innen. Die AD-Stelle der Landeshauptstadt Hannover ist mit jeder Bildungseinrichtung in regelmäßigem Austausch und steht allen Beteiligten während der Projektdauer unterstützend zur Seite.

Aktuell nehmen 18 Einrichtungen aus unterschiedlichen Bildungsbereichen als Kooperationspartner*innen am Projekt teil.

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