Neue App hanno.guide: digitale Stadttouren durch Hannover
Modellprojekt
Neue App hanno.guide: digitale Stadttouren durch Hannover
Hannover neu entdecken: Mit der kostenlosen Apphanno.guide werden Stadtgeschichte und spannende Orte auf digitalen Stadttouren direkt vor Ort erlebbar. Das Smart-City-Projekt richtet sich an Tourist*innen, geschichtsinteressierte Hannoveraner*innen und Familien.
v. l.: Lisa Brünjes (Bereichsleitung Tourismus der Hannover Marketing und Tourismus GmbH), Anne Gemeinhardt (Direktorin der Museen für Kulturgeschichte), Inga Samii (Fachbereichsleiterin Kultur), Leona Söhnholz (Fachbereich Kultur – Digitale Kulturstrategie) und Dr. Jan Willem Huntebrinker (Museen für Kulturgeschichte) stellten die neue App und die Strategie dahinter im Rahmen eines Pressetermins am 19. Juni bei einem Live-Test am Alten Rathaus vor.
Die Web-App wurde am Freitag, den 19. Juni, freigeschaltet und kann unter folgendem Link getestet werden: https://app.hanno-guide.de/. Voraussichtlich ab Juli wird die App in den gängigen Stores zum kostenlosen Download zur Verfügung stehen.
Die App wurde vom Historischen Museum Hannover (HMH) initiiert. Während der Schließzeit des Museums entstand die Idee, ein digitales Format zu entwickeln, das Geschichte direkt im Stadtraum erlebbar macht – ganz nach dem Motto: „Das Museum in der Hosentasche“.
Umgesetzt wurde sie als gemeinsame Plattform für verschiedene Akteur*innen. Beteiligt sind das ZeitZentrum Zivilcourage, das Stadtarchiv und die Stabsstelle Kunst im öffentlichen Raum. Sie werden im Laufe des Jahres weitere Inhalte bereitstellen. Kooperationspartnerin ist die Hannover Marketing und Tourismus Gesellschaft (HMTG).
Vier Touren zum Auftakt
Zum Start sind folgende Touren abrufbar:
Altstadt-Rundgang mit sieben Stationen (HMH)
Hannovers verschwundene Geschichten – entlang der Leine (HMH)
Alles neu! Hannover 1965–1975 (HMH)
Audiospaziergang „Maschsee – Geschichte weiterdenken“ (ZeitZentrum)
Anfang Juli wird zudem der „Rote Faden“ in die App integriert. Dann können alle 36 Stationen des Rundgangs mit hanno.guide erkundet werden.
Open-Source-Software: Modellprojekt für Kommunen und Kultureinrichtungen
Alle entwickelten Softwarelösungen werden als Open Source (freie Software) auf der Plattform https://opencode.de/de veröffentlicht. Damit sollen Nachnutzung und Zusammenarbeit gefördert werden.
Hannover „historisch.digital“ entdecken mit Hilfe einer neuen kostenlosen App
Dazu erklärt Inga Samii, Leiterin des Fachbereichs Kultur:
„Wir haben hier eine unabhängige digitale Infrastruktur für nicht-kommerzielle Anbieter*innen im Kulturbereich entwickelt. Andere Kommunen oder freie, nicht-kommerzielle Akteur*innen, wie zum Beispiel Kultureinrichtungen, können den Quell-Code nutzen und weiterentwickeln und werden zum Beispiel über das Smart.City-Netzwerk, das Netzwerk des Deutschen Städtebunds oder Netzwerke vor Ort etwa im Museumsbereich oder der freien Szene informiert. Bereits jetzt ist das Interesse groß. Durch die Kooperation mit der HMTG ist zudem für die Player vor Ort gleich eine Vermarktung möglich.“
Das Projekt des Fachbereichs Kultur ist Teil der vom Rat beschlossenen Smart-City-Strategie RESTART: #HANnovativ. Gefördert wird es durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit 325.000 Euro aus dem Smart-City-Budget. Die verbleibenden Kosten werden über eine bestehende Personalstelle im Kulturbereich gedeckt.
Ziel von Smart City ist es, mithilfe digitaler und vernetzter Technologien die Stadt lebenswerter zu gestalten.
Erweiterungen und inklusive Angebote geplant
Bereits in Planung sind weitere Touren zu den Themen Mediengeschichte, Kino- und Clubkultur, Orte queerer Geschichte in Hannover, Literarisches Hannover, Orte der (post-)kolonialen Geschichte sowie Straßenkunst für Kinder.
Darüber hinaus sollen künftig neue Funktionen und inklusive Angebote ergänzt werden. Geplant sind unter anderem Inhalte in Deutscher Gebärdensprache und Leichter Sprache. Zusätzliche Module mit 3D-Modellen – beispielsweise vom Neuen Rathaus oder der Aegidienkirche – sollen neue Perspektiven auf die Stadtgeschichte eröffnen. Perspektivisch sind außerdem interaktive Rätseltouren vorgesehen, die insbesondere Familien ansprechen sollen.
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