Beschmierte Stelen und Gedenkplatten, auf denen die Namen der Opfer des KZ aufgeführt sind, besprayte Informationstafeln, und zerstörte Kränze: Der Gedenkort am ehemaligen Konzentrationslager in Ahlem wurde verwüstet. Parolen auf den Namensstelen fordern direkt zu Gewalt auf und wiederholen verbotene Losungen.
Oberbürgermeister Belit Onay sagt zu diesem Angriff: „Schon wieder ist ein Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialismus verunstaltet, beschädigt und geschändet worden. Diese Gewalt ist für mich vollkommen unverständlich und überhaupt nicht nachvollziehbar. Als Gesellschaft sind wir in der Pflicht, so etwas nicht hinzunehmen. Denn wenn solche Angriffe normalisiert werden, wenn wir dagegen abstumpfen, haben wir als Gesellschaft versagt.“
Der Angriff auf den Gedenkort am ehemaligen KZ ist nicht der erste in der jüngeren Vergangenheit. Erst im März wurde das Mahnmal auf dem Opernplatz Ziel von Schmierereien und Beschimpfungen, im vergangenen Jahr wurde die Gedenkstätte Hannover-Ahlem schwer beschädigt.