Das Kleine Fest im Großen Garten soll in den kommenden Jahren wieder auf drei volle Spielwochen wachsen. Gleichzeitig ist eine Anpassung der Eintrittspreise geplant: Ab 2027 steigt der reguläre Preis von 37 auf 45 Euro. Der Preis für die ermäßigten Karten und der kostenlose Eintritt für Kinder bis inklusive elf Jahren bleiben konstant. Neue Ticketmodelle, wie zum Beispiel ein Frühbucherrabatt, sollen zusätzliche Möglichkeiten für einen günstigeren Besuch schaffen.
Eine entsprechende Beschlussdrucksache hat die Landeshauptstadt Hannover jetzt den politischen Gremien vorgelegt. Mit der Anpassung sollen die stark gestiegenen Kosten der vergangenen Jahre aufgefangen werden. Ziel ist es, das Kleine Fest auch in Zukunft in seiner bisherigen Qualität und mit vielfältigem internationalem Programm zu veranstalten.
Gleichzeitig soll das Festival wachsen: Nach 13 ausverkauften Abenden in diesem Jahr sind für 2027 insgesamt 16 Spieltage geplant. 2028 soll das Kleine Fest wieder drei volle Veranstaltungswochen mit insgesamt 18 Spieltagen umfassen.
Künftig sollen die Eintrittskarten zudem flexibler angeboten werden können. Erwogen werden beispielsweise Frühbucherrabatte oder ein „Kleines-Fest-Pass“.
„Die Preiserhöhung ist leider unvermeidbar, dennoch soll der Zugang zum Kleinen Fest natürlich weiter attraktiv und familienfreundlich bleiben“, betont der künstlerische Leiter DESiMO. „Ein starkes Angebot ist der freie Eintritt für Kinder bis einschließlich elf Jahren. Wir denken aber auch an Instrumente wie Frühbucherangebote oder einen ‚Fest-Pass‘, um den Besuch des Kleinen Fests zu einem günstigeren Preis zu ermöglichen.“
Bei der Preisgestaltung soll die kulturelle Teilhabe weiterhin berücksichtigt werden. Der ermäßigte Eintrittspreis bleibt deshalb unverändert bei 17 Euro. Auch der seit 2023 geltende kostenlose Eintritt für Kinder bis einschließlich elf Jahre bleibt bestehen. Zuvor galt der freie Eintritt nur für deutlich jüngere Kinder.
Die geplante Erhöhung ist die erste Anpassung des regulären Eintrittspreises seit 2022. Damals stieg der Preis von 32 auf 37 Euro. Seitdem sind die Kosten für den Veranstaltungsbetrieb deutlich gestiegen. Bei einem jährlichen Budget von rund drei Millionen Euro führen allein die allgemeinen Kostensteigerungen zu erheblichen Mehrbelastungen.
Das Kleine Fest finanziert sich grundsätzlich über Einnahmen aus dem Kartenverkauf sowie über Sponsoring und Förderkarten. Ziel ist eine kostendeckende Finanzierung.
Für die Jahre 2026 und 2027 ist aufgrund der kürzeren Spielzeiten ein städtischer Sockelbetrag von jeweils 250.000 Euro vorgesehen. Mit der Rückkehr zu 18 Spieltagen soll das Kleine Fest ab 2028 wieder vollständig über eigene Einnahmen finanziert werden können. „Mit der jetzt vorgeschlagenen Erhöhung der Eintrittspreise und gleichbleibender guter Auslastung können wir die erforderliche kostendeckende Eigenfinanzierung ab dem Jahr 2028 wieder erreichen“, erläutert Dr. Benedikt Poensgen, Veranstaltungsleiter der Herrenhäuser Gärten.
Die neuen Eintrittspreise für 2027 und 2028 stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen politischen Gremien.