Schlüssel für Schulcampus IGS Büssingweg überreicht - Hannover.de

Erster Bauabschnitt

Schlüssel für Schulcampus IGS Büssingweg überreicht

Ein wichtiger Meilenstein für den Schulstandort Vahrenwald ist erreicht: Der erste Bauabschnitt des Neubaus der Integrierten Gesamtschule (IGS) Büssingweg ist fertiggestellt. Oberbürgermeister Belit Onay überreichte den symbolischen Schlüssel am 28. August 2026.  

Schlüsselübergabe an der IGS Büssingweg: Jörg Gronemann, Fachbereichsleiter des städtischen Gebäudemanagements, Stefan Feldschnieders von Architekt fk architekten, Isabell Lenius, Schulleiterin IGS Büssingweg, Bärbel Cronau-Kretzschmar, Projektleiterin Gebäudemanagement, und Oberbürgermeister Belit Onay.

Nach rund dreijähriger Bauzeit steht mit dem ersten Abschnitt des Neubaus der Integrierten Gesamtschule (IGS) Büssingweg ein moderner, großzügiger und inklusiver Lernort zur Verfügung. Der Schulneubau bietet künftig Platz für bis zu 1.250 Schüler*innen.

78 Millionen Investition in den neuen Schulcampus am Büssingweg

Die Landeshauptstadt Hannover investiert insgesamt rund 78 Millionen Euro in den neuen Schulcampus am Büssingweg. Der dreigeschossige Neubau mit seiner roten Klinkerfassade wurde auf dem bestehenden Schulgrundstück errichtet. Der Schulbetrieb konnte während der Bauzeit am Standort aufrechterhalten werden.

Eingang und Vorplatz an der IGS Büssingweg.

„Mit der neuen IGS Büssingweg schaffen wir nicht einfach neue Räume, sondern einen Lernort, der Schule neu denkt: offen, inklusiv, nachhaltig und auf die Bedürfnisse von Schüler*innen und Lehrkräften ausgerichtet. Das ist eine Investition in gute Bildung und damit in die Zukunft unserer Stadt. Besonders freut mich, dass dieser moderne Schulbau mitten in Vahrenwald entsteht und damit auch für den Stadtteil ein wichtiger Ort der Begegnung und Entwicklung wird“, sagt Oberbürgermeister Belit Onay.

Lernen in modernen Clustern

Das Herzstück des Neubaus ist das innovative Lerncluster-Konzept. Drei Lernhäuser sowie ein Fachklassen- und Verwaltungstrakt gruppieren sich windmühlenartig um eine zentrale Halle. Diese verbindet unterschiedliche Funktionen miteinander: Sie dient als Aula und Bühne, als Bereich für den Ganztag und als Schülercafeteria.

Offenes Foyer des ersten Bauabschnitts an der IGS Büssingweg.

Ein rund 11 mal 13 Meter großes Oberlicht sorgt in der zentralen Halle für Transparenz und Helligkeit. Balkone und Terrassen erweitern die Lernbereiche nach außen und schaffen zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten.

Jedes Lernhaus bildet eine eigene „Schulheimat“ für rund 150 Schüler*innen. Fünf Klassenräume gruppieren sich um eine sogenannte Lernmitte. Ergänzt werden die Bereiche durch eine Lehrerstation, Universalräume, eine Teeküche und eine genderneutrale Sanitäranlage. Individuelle Einbaumöbel, Holz-Glastrennwände, Akustikdecken und schallabsorbierende Bodenbeläge schaffen eine zeitgemäße und angenehme Lernatmosphäre.

Das Konzept unterstützt unterschiedliche Formen des Lernens vom klassischen Unterricht über selbstständiges Arbeiten bis hin zu kooperativen und individualisierten Lernformen.

Klassenraum im Neubau an der IGS Büssingweg

Nachhaltig und klimaangepasst

„Wir schaffen hier ein modernes Schulgebäude, das sich sowohl architektonisch als auch technisch auf der Höhe der Zeit befindet und besondere Akzente beim Thema Nachhaltigkeit setzt“, erklärt Stadtbaurat Thomas Vielhaber. So wird das Gebäude als Effizienzgebäude 40 realisiert und benötigt damit deutlich weniger Primärenergie als ein vergleichbares Referenzgebäude. Auf den Dachflächen befindet sich eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 250 Kilowattpeak und einer Fläche von mehr als 1.000 Quadratmetern. Gleichzeitig bieten die Dächer Raum für eine intensive Begrünung. Retentionsdächer halten Regenwasser zurück und geben es über Verdunstung wieder an die Umgebung ab. Zusätzlich wird Regenwasser in unterirdischen Zisternen gesammelt und kann zur Bewässerung der Grünflächen genutzt werden.

Auch bei der Konstruktion wurde auf einen sparsamen Materialeinsatz geachtet. Unter anderem kommen Cobiaxdecken zum Einsatz, deren Hohlkörper Gewicht und Beton reduzieren. Die Tragstruktur wurde weitgehend über ein Stützenraster organisiert und ermöglicht dadurch eine hohe spätere Flexibilität des Gebäudes.

Kunst und Identität

Eine besondere Identität erhält die neue Schule durch das Thema Kunst am Bau. Die Kunstwerke, die aus einem Wettbewerb hervorgegangen sind, begleiten das Gebäude innen und außen und unterstützen zugleich die Orientierung.

Auch die Schüler*innen konnten sich kreativ am Neubau beteiligen: Im Rahmen einer Kunstaktion gestalteten sie eigene Fliesen, die in den WC-Anlagen des Gebäudes eingesetzt wurden.

Der Campus wächst weiter

Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist das Gesamtprojekt noch nicht abgeschlossen. In den nächsten Monaten folgen die Fertigstellung der Sporthalle und weitere Arbeiten auf dem Grundstück. Zudem werden letzte Bestandsgebäude abgebrochen.

Die neue Sporthalle wird künftig über eine Drei- und eine Einfeldhalle, eine Tribüne und einen Zuschauerbereich für rund 280 Personen verfügen. Ein Foyer und ein Aufzug ergänzen das Angebot. Die Halle soll außerhalb der Schulzeiten auch Vereinen zur Verfügung stehen.

Im zweiten Bauabschnitt wird außerdem das große Außengelände neugestaltet. Geplant sind unter anderem großzügige Bewegungs- und Sportflächen, Vegetationsbereiche, Kletter-, Fitness- und Turnangebote, ein schulischer Experimentierraum sowie ein Schulgarten mit unterfahrbaren Hochbeeten. Insgesamt entstehen rund 300 Fahrradstellplätze, davon 240 überdacht.

Fertigstellung der Gesamtanlage für Frühjahr 2028 geplant

Die Gesamtanlage soll nach derzeitiger Planung im Frühjahr 2028 fertiggestellt sein.

Der Neubau der IGS Büssingweg ist eines der größten aktuellen Schulbauvorhaben der Landeshauptstadt Hannover. Bereits bei der Grundsteinlegung im Juni 2023 hatte Oberbürgermeister Onay den Neubau als „wichtigen Meilenstein für diese noch relativ junge Gesamtschule“ bezeichnet und die modernen Lernbedingungen hervorgehoben.

Daten und Fakten

  • Bauherrin: Landeshauptstadt Hannover
  • Projektsteuerung: Fachbereich Gebäudemanagement, OE 19.11
  • Architektur und Bauleitung: FK ARCHITEKTEN Feldschnieders + Kamprolf PartGmbB, Bremen
  • Innenarchitektur: REMKE PARTNER Innenarchitekten mbB, Barsinghausen
  • Außenanlagen: Fachbereich Umwelt und Stadtgrün / LINNEA Landschaftsarchitektur Griebenow & Kruse Partnerschaft mbB, Hannover
  • Baubeginn: 2023
  • Fertigstellung Schulneubau: Herbst 2026
  • Fertigstellung Gesamtanlage: Frühjahr 2028
  • Nettogrundfläche: rund 7.800 Quadratmeter, ohne Sporthalle
  • Investitionsvolumen: rund 78 Millionen Euro
  • Kapazität: bis zu 1.250 Schüler*innen
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