Stadt Hannover schaltet Online-Services vorübergehend ab - Hannover.de

IT-Sicherheit

Stadt Hannover schaltet Online-Services vorübergehend ab

Die Landeshauptstadt Hannover hat ihre über das Internet erreichbaren Online-Dienstleistungen für Bürger*innen am 22. Oktober vorübergehend abgeschaltet. Hintergrund ist eine akute Sicherheitswarnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Diese betrifft neu identifizierte Schwachstellen in verbreiteten Softwareprodukten für Internetanwendungen.

Wegen einer aktuellen Sicherheitswarnung hat die Landeshauptstadt Hannover ihre Online-Dienstleistungen vorsorglich abgeschaltet.

 

Der Schutz der Daten der Bürger*innen sowie die Sicherheit und Verlässlichkeit der städtischen Online-Dienstleistungen haben für die Stadtverwaltung höchste Priorität. Um möglichen Angriffen über bisher unbekannte Sicherheitslücken vorzubeugen, hat die Stadt vorsorglich sämtliche veröffentlichten Online-Dienstleistungen ihres Serviceportals vom Internet getrennt.

Bürger*innen, die betroffene Online-Angebote aufrufen, erhalten derzeit eine Hinweisseite zu laufenden Wartungsarbeiten. Die vorübergehende Abschaltung ermöglicht es, die Anwendungen umfassend zu überprüfen. Nach Abschluss der jeweiligen Sicherheitsprüfungen werden die Dienste schrittweise wieder freigeschaltet.

Interne Taskforce koordiniert Sicherheitsmaßnahmen

Die Stadtverwaltung bearbeitet die aktuelle Bedrohungslage mit höchster Priorität. Eine interne Taskforce koordiniert die erforderlichen Schritte, um die betroffenen Anwendungen zu überprüfen und abzusichern. Das vorsorgliche Vorgehen orientiert sich an den Empfehlungen des BSI. Auch andere Kommunen haben vergleichbare Schutzmaßnahmen ergriffen.

Hintergrund zur Sicherheitswarnung

Die aktuelle Warnlage betrifft Schwachstellen in verbreiteten Softwareprodukten, die für den Betrieb von Internetanwendungen eingesetzt werden. Im Fokus steht insbesondere die Programmiersprache PHP, die weltweit bei zahlreichen Websites und Online-Diensten zum Einsatz kommt. Dazu zählen unter anderem Content-Management-Systeme, Nachrichtenportale und Onlineshops.

Behörden und Unternehmen in verschiedenen europäischen Ländern haben als Reaktion auf die Sicherheitsrisiken vorsorglich Internetangebote eingeschränkt oder abgeschaltet.

Die Landeshauptstadt Hannover wird die Situation fortlaufend bewerten und die städtischen Online-Services erst nach entsprechender Sicherheitsprüfung wieder freigeben. Über wesentliche Entwicklungen und die Wiederaufnahme der Online-Dienste wird die Stadtverwaltung informieren.

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