Der Messeschnellwegverkehr wird auch künftig auf einer Brücke über den Weidetorkreisverkehr geführt. Diese Entscheidung teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit. Sie hat diese in Abstimmung mit der Landeshauptstadt Hannover getroffen und am Mittwoch, 4. März 2026, im Bauausschuss der Landeshauptstadt vorgestellt. Für die Zeit bis zur Inbetriebnahme des neuen Bauwerks stellt eine Behelfsbrücke sicher, dass der Messeschnellweg an dieser wichtigen und sensiblen Stelle weiterhin zuverlässig zur Verfügung steht.
Der Festlegung auf einen Brückenersatzneubau war ein intensiver Variantenvergleich vorausgegangen. Ergebnis ist unter anderem, dass eine Brücke bei zahlreichen Kriterien gegenüber einer Unterführung vorzugswürdig ist. Dazu zählen die deutlich höhere Wirtschaftlichkeit, einen geringeren Flächenverbrauch sowie geringere Auswirkungen auf Flora, Fauna, Boden und Grundwasser. Die Landesbehörde wird die Planung für den Ersatzneubau jetzt weiter konkretisieren. Die Gestaltung der neuen Brücke wird eng mit der Landeshauptstadt abgestimmt.
Um Fahrer*innen für die Zwischenzeit die sichere und zuverlässige Passage des Messeschnellwegverkehrs zu ermöglichen, baut die Landesbehörde eine Behelfsbrücke. Die Gestaltungsplanung des späteren Ersatzneubaus bleibt davon unbeeinflusst.
Die Landesbehörde hat bereits jetzt Abstimmungen mit der Landeshauptstadt zu Routen für die Rad- und Fußwege geführt, die während der mehrjährigen Bauzeit der Behelfsbrücke und des Ersatzneubaus eingerichtet werden. Weitere Abstimmungen mit der Landeshauptstadt und anderen Trägern öffentlicher Belange folgen.
Die Vorbereitung für die Behelfsbrücke geht derweil voran. Die Landesbehörde hat bei der Planfeststellungsbehörde der Region Hannover das Baurechtsverfahren beantragt. Parallel dazu ist die Landesbehörde dabei, die technische Planung der Behelfsbrücke zu verfeinern und die vorbereitenden Arbeiten zu planen. Dazu gehört zum Beispiel die aufwändige Verlegung von Versorgungsleitungen im Untergrund.
Die Planung sieht vor, dass die Behelfsbrücke etwa 210 Meter lang wird. Sie soll südlich der Bestandsbrücke entstehen. Die Anbindung an die städtischen Straßen bleibt erhalten. Mehr noch: Die Inbetriebnahme der Behelfsbrücke wird den städtischen Verkehr entlasten, weil sie schweren LKW-Verkehr wieder auf dem Messeschnellweg führen wird. Derzeit müssen LKW ab 3,5 Tonnen vom Messeschnellweg abfahren und über den Weidetorkreisel ausweichen.
Der Bau der Behelfsbrücke soll Mitte 2028 beginnen. Bereits vorher wird die Vorbereitung des Baufeldes beginnen. Hierzu gehören die Untersuchung auf Gefahren durch Kampfmittel sowie die Umverlegung von Versorgungsleitungen. Die Inbetriebnahme der Behelfsbrücke ist für Ende 2030 vorgesehen.
Um Fahrer*innen bis zur Inbetriebnahme der Behelfsbrücke die Nutzung der Bestandsbrücke sicher zu ermöglichen, ist die Landesbehörde weiterhin dabei, die Bestandsbrücke zu verstärken. Die Arbeit soll bis April 2026 abgeschlossen sein.
Quelle: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr