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KinoSchule: Der Fall Collini

Marco Kreuzpaintner, Deutschland 2019, 123 Minuten

Mit Elyas M’Barek, Alexandra Maria Lara

Das Bild zeigt einen Mann in schwarz weiß. © Constantin

Szene aus "Der Fall Collini".

Anwalt Caspar Leinen (Elyas M‘Barek) gerät über eine Pflichtverteidigung an einen spektakulären Fall: Über 30 Jahre lang hat der 70jährige Italiener Fabrizio Collini (Franco Nero) unbescholten in Deutschland gearbeitet und dann tötet er anscheinend grundlos den angesehenen Großindustriellen Hans Meyer (Manfred Zapatka) in dessen Berliner Hotelsuite. Für Caspar steht weit mehr auf dem Spiel als sein erster großer Fall als Strafverteidiger. Das Opfer ist der Großvater seiner Jugendliebe Johanna (Alexandra Maria Lara) und war wie ein Ersatzvater für Caspar. Zudem hat er mit der Strafverteidiger-Legende Richard Mattinger (Heiner Lauterbach) als Vertreter der Nebenklage einen Gegner, der ihm haushoch überlegen scheint. Caspar muss herausfinden, warum Collini ausgerechnet einen vorbildlichen Menschen wie Meyer ermordet hat. Auch das öffentliche Interesse an dem Fall ist immens, doch Collini schweigt beharrlich zu seinem Motiv. Als Caspar gegen alle Widerstände immer tiefer in den Fall eintaucht, wird er nicht nur mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern stößt auf einen der größten Justizskandale der deutschen Geschichte und eine Wahrheit, von der niemand wissen will.

Der Fall Collini ist nach Umsatz der bislang erfolgreichste deutsche Film des Jahres. Basierend auf dem gleichnamigen Roman nach Ferdinand von Schirach erzählt der Film eine fesselnde und bewegende Geschichte über Recht und Gerechtigkeit. Elyas M’Barek als charismatischer und idealistischer junger Anwalt zieht den Zuschauer mit hinein in eine vielschichtige Geschichte, der man mit ihm gemeinsam auf den Grund geht. Eine überraschende Story und eine raffinierte Inszenierung machen aus »Der Fall Collini« einen mitreißenden Film, der nicht nur Unterhaltung bietet, sondern auch eine tiefgehende Auseinandersetzung mit einem hochkomplexen und bedeutenden Thema.

Umso wichtiger ist es, dass sich auch weiterhin junge Menschen, die nicht allzu viel über den Nationalsozialismus und die Zeit danach wissen, mit dem Film beschäftigen.

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern: „Der Fall Collini zeigt die Irrwege und Sackgassen der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland auf und macht das Erinnern am Beispiel einer fiktiven Geschichte auch für jüngere Generationen erfahrbar. Ein Film mit einer so bedeutenden und ausdrucksstarken Geschichte sollte von möglichst vielen Menschen gesehen werden!“ Constantin

Termin(e): 23.09.2019 bis 27.09.2019
von 09:00 bis 13:00 Uhr
Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
Schüler 3€ / Begleiter frei
Hannover-Aktiv-Pass-Inhabern gewährt das Koki freien Eintritt.

Kostenlose Information, Beratung und Anmeldung:
0511-989 68 25
stefan.lange@mpz-hannover.de
www.kinoschule-hannover.de