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Konjunkturen (post)kolonialer Erinnerungskultur

In ihrem Vortrag referiert Dr. Jana Otto im ZeitZentrum Zivilcourage zu den Konjunkturen (post)kolonialer Erinnerungskultur in Hannover.

Straßenschild im sogenannten „Afrika-Viertel“ im Stadtteil Badenstedt in Hannover

Donnerstag, 22. Januar 2026, 18 Uhr, ZeitZentrum Zivilcourage

Konjunkturen (post)kolonialer Erinnerungskultur in Hannover.
Von der „Heldenverehrung“ zur kritischen Auseinandersetzung?
Referentin: Dr. Jana Otto

In Hannover erinnern mehrere Denkmäler und um die zwanzig Straßen an die deutsche Kolonialgeschichte. Sie wurden mit dem Ziel geschaffen, einzelne Kolonialisten oder die deutsche Kolonialherrschaft insgesamt zu glorifizieren. Ein Großteil dieser Ehrungen entstand allerdings weit nach dem Ende des deutschen Kolonialreichs: noch bis in die 1980er Jahre hinein erfolgten pro-koloniale Straßenbenennungen. Gleichzeitig formulierten zivilgesellschaftliche Organisationen schon in den frühen 1970er Jahren erste Kritik an den Ehrungen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die verschiedenen Phasen der (post)kolonialen Erinnerungskultur in Hannover von deren Anfängen im frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Dabei zeigt er widersprüchliche Entwicklungen und widerstreitende Interessen der Stadtgesellschaft auf. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Austausch über die aktuelle Situation.

Dr. Jana Otto ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover und forscht zu den Verflechtungen zwischen Afrika und Europa, der deutschen Kolonialgeschichte und den postkolonialen Erinnerungskulturen.

Termine

22.01.2026 ab 18:00 bis 20:00 Uhr

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt

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