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Kronsberg Pano © LHH

Kronsberg

Die Freiwilligen vom Kronsberg

Freiwilligenarbeit

Viele BewohnerInnen engagieren sich in ihrem Wohngebiet und im Stadtteilzentrum KroKuS und sind stolz darauf, was sie bewegen und bewirken.

Ehrenamtskarte © LHH

Ehrenamtskarte

Sie schaffen Kinderläden und Wohnprojekte, sie pflegen das Umfeld und führen Besucher durch Häuser und Natur, sie wirken bei der Umgestaltung von Flächen mit, sie kümmern sich um neu Zugezogene und unterstützen belastete Familien, sie gründen Selbsthilfegruppen und Gesprächskreise.
Und wenn sie einmal Spaß daran gefunden haben, und es ihre Zeit zulässt, bringen sie sich in bis zu drei Initiativen ein.
Dies hat Tradition am Kronsberg und begann sozusagen mit der Bebauung am Fuße des kleinen Höhenzuges. Mit Anwaltsplaner, Gemeinwesenarbeiterin und Kulturarbeiter, mit Klimaschutzagentur und Fieldworkern startete eine breite Aussprache über die Besonderheiten des Expo-Projektes, über die Infrastruktur und ihre Lücken, über die Chancen und Risiken der Neubauwohnungen, über die Möglichkeiten der umgebenden Natur, über die Möglichkeiten sich zu organisieren und eigene Interessen an die richtigen Stellen und Menschen zu bringen. Eine breite „Beteiligungskultur“ wurde geschaffen und setzt sich bis heute fort. Sie bleibt freilich nicht allein bestehen und muss immer wieder erneuert werden. Menschen ziehen sich zurück, weil sich ihre Lebensumstände ändern, weil sie umziehen oder auch mal negative Erfahrungen gemacht haben.
Es gibt nicht mehr den Pioniergeist der ersten Jahre, als sich die ErstbewohnerInnen wegen der Gummistiefeln überall im Stadtbezirk erkannten; es gibt aber ein weit verbreitetes Bewusstsein, in einem besonderen Wohngebiet zu wohnen, das auch deshalb attraktiv ist, weil die Wünsche der Menschen sehr weitgehend berücksichtigt wurden und sich der Dialog mit der Verwaltung und der Politik lohnt; weil es aber auch Spaß macht, sich bei der Umsetzung selbst mit ein zu bringen und anzustrengen. Da es aber oft Personal braucht, diese Ressourcen zu schöpfen und zu fördern, trägt das Stadtteilzentrum KroKuS mit seinen Kräften dazu bei.

Durchschnittlich sind über 90 Personen im KroKuS oder mit dem KroKuS aktiv

Hier sind die Bereiche aufgelistet:
• Secondhandladen "Kronies"
• Umsonstladen-Initiative
• Bibliotheksunterstützung
• Kulturklub
• Deutschunterricht mit SprachlehrerInnen
• Englisch-Unterricht
• "Thie-Aktive"
• Kindergruppenbetreuung
• Veranstaltungsunterstützung
• Kreativunterstützung
• Handarbeitstreffs und Kurse
• Fotografieren/Dokumentation
• Frauengymnastiktreffs
• Familienunterstützung in Einzelfällen
• Fahrradausflugsteam
• "Kronsberger auf Entdeckung" - Team jetzt auch mit Firmenbesichtigungen
• Tafel-Aktive
• Selbsthilfegruppenleitung
• Gruppenleitung (z.B. iranische Frauen, Hanef; kulturelle Handarbeitsgruppen, "Erzähl mir was...")
• Vertretung von Behinderteninteressen in Gremien
• Thie, Wohnumfeld-Initiative
• Integrationsprojekte Internationaler Tanz und Bewegung sowie Kräuter aus aller Welt

Viele Initiativen gehen von der Internationalen Frauengruppe aus wie Frauensport, Fahrradlernkurse und Exkursionen. Der Kulturklub gibt Funken zu vielen Ausstellungen, Aufführungen und Beteiligungs-Events wie „Kunst aus dem Keller“. Rucksackmütter bieten ein zweisprachiges Bilderbuchkino an und erfahrene Migrantinnen geben ihre Erfahrungen im Umgang mit Behördenangelegenheiten weiter. Die Frauen des Kindersecondhand-Ladens Kronies und des Umsonstladenteams bringen ihre Überschüsse in die Kinder-Infrastruktur des Wohngebietes und gesamt Hannovers ein und finanzieren so manches besondere Spielgerät, das sonst gefehlt hätte. Die neuste Projektidee ist: "Firmen besichtigen - Berufe entdecken" für Jugendliche und ihre Eltern sowie andere Interessierte. Dies alles ist jede Unterstützung und Anerkennung wert. In Freiwilligen-Frühstücken mit Austausch, mit Freiwilligenfeiern mit Kulturprogramm und mit der Bescheinigung dieser Tätigkeit in Zertifikaten, teilweise mit Aufwandsentschädigungen, geschieht dies regelmäßig. Fortbildungswünsche und neue Ideen werden aufgegriffen. Lokale Politiker achten bei Veranstaltungen regelmäßig die Leistungen der engagierten KronsbergerInnen.

Die letzte Fortbildung beschäftigte sich mit "Interkultureller Kompetenz"
In Vorbereitung steht eine Schulung im "Umgang mit Medienvertretern" und "Reden vor größeren Gruppen".

In der Zwischenzeit gibt es eine Freiwilligenselbstorganisation genannt „Kromit“, Abkürzung von „Kronsberg- mach mit“. In der Steuerungsgruppe sind die verschiedenen Bereiche vertreten, treffen sich im Jahr und kümmern sich um Kronsberg- und Freiwilligenangelegenheiten, Fortbildung, gegenseitige Unterstützung usw..Interessierte sind willkommen.

Übersicht:
Vertretener Bereich Personen Schwerpunkt-Tätigkeit
Thie-Aktive Christine Pfülb
Waltraud von Quillfeld
Selbstverwaltung/
Datenverwaltung
Information/
Kommunikation
Second-Hand-Laden „Kronies“ Christine Pfülb  
Internationale Kindergruppe Frank Ulrich
Iwona Kosinski
Organisation von
Veranstaltungen
Krokulino-Eltern N N  
Hanef Forouzan Rajabi
Meral Karahan
Özgul Erpamukcu
Organisation von
Veranstaltungen
Iranische Frauengruppe Lili Naghibzadeh  
Kleingruppen Iwona Kosinski  
Tafel/Umsonstladen Meral Karahan
Özgul Erpamukcu
Information/
Kommunikation
ADHS Selbsthilfegruppe über Antje Kaul/KroKuS  
Kulturklub Iwona Konsinski  
  Andrea Pardey Organisation von
Veranstaltungen

Die Steuerungsgruppe Kromits

Das Expo-Projekt wirkt nach – nachhaltig.

Kromit-Aktuell
• Die Kromits-Leitungsrunde trifft sich zur Jahresplanung und Vorbereitung des Freiwilligenfrühstücks.
• Die Übersicht der Freiwilligen-Akademie-Kurse ist im KroKuS einzusehen.
• Es gibt neue Broschüren zur Infrastruktur
  - Familienfahrplan Bemerode
  - Leben im Stadtbezik
     (Nahversorgung für Seniorinnen und Senioren)
  - Stadtbezirkswegweiser 2013
• Die Kulturloge des Freiwilligenzentrums vermittelt überschüssige Karten an Menschen mit gerimgen Einkommen.
     (Anträge auch im KroKuS)

 

Kromits im Radio zu hören

Die Kromits waren am Mittwoch, den 18. September 2013 in der Zeit von 12 bis 13 Uhr in die Plattenkiste des NDR 1 eingeladen. Sie berichteten von ihren Projekten und suchten Musik aus. Seit vielen Jahren stellen sich dort Gruppen, Vereine, Einrichtungen und Initiativen vor und geben im Interview Einblick in ihr Tun. 3 Kromit - VertreterInnen fuhren zum Maschseegebäude, bekamen eine kleine Führung, erzählten in der Sendung und wurden zum Mittagessen eingeladen.

GWA © LHH