Programm Gedenkstätte Ahlem

Gedenktag für die Zwangsarbeiter*innen

Öffentliche Gedenk­veran­staltung am Donnerstag, 19. März 2026, in der Gedenkstätte Ahlem mit anschließender Kranzniederlegung.

10 Jahre Gedenken an die Opfer von nationalistischer Zwangsarbeit in Ahlem

Über das Thema Zwangsarbeit wurde lange Zeit geschwiegen, obwohl es kaum zu übersehen war. Allein in Hannover gab es 60.000 Menschen aus ganz Europa, die vom nationalsozialistischen Staat ausgebeutet wurden.

Viele von ihnen litten unter chronischem Hunger und unwirtlichen Lebensbedingungen. Alle von ihnen litten unter der Willkürherrschaft der Gestapo Hannover, die im Schulgarten der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem Hinrichtungen ohne Prozess durchführte.

Nur sechs Tage vor der Ankunft der amerikanischen Soldaten gab der Leiter der Gestapo Hannover, Johannes Rentsch, den Befehl, 159 Zwangsarbeiter und eine Zwangsarbeiterin auf dem Seelhorster Friedhof zu erschießen. Der menschenfeindliche und mitleidlose Umgang mit Zwangsarbeiter*innen im Nationalsozialismus ist ein weiteres Beispiel für die Folgen rassistischen Denkens. 

Den Opfern wurde die Menschlichkeit abgesprochen, um damit ihre Ausbeutung und Ermordung zu legitimieren

Um sie nicht zu vergessen und um ihrer in Würde zu gedenken, findet am 19. März 2026 zum zehnten Mal der Gedenktag für die Opfer nationalsozialistischer Zwangsarbeit statt. Am diesjährigen Gedenktag gibt es Beiträge von Schüler*innen des Johannes-Kepler-Gymnasiums, vom Chor der Goetheschule Hannover und von Vertreter*innen der Politik aus Region und Stadt Hannover. Im Anschluss erfolgt eine Kranzniederlegung am ehemaligen Hinrichtungsort.

Termine

19.03.2026 ab 12:00 Uhr

Ort

Gedenkstätte Ahlem
Heisterbergallee 10
30453 Hannover

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt

Gedenktag für die Zwangsarbeiter*innen in der Gedenkstätte Ahlem

Veranstalterinnen: Region Hannover · Gedenkstätte Ahlem und Landeshauptstadt Hannover
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