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Kindheit, Gewalt und Krieg

Am 6. November 2026 geht die Online-Vortragsreihe in eine zweite Runde. Sie widmet sich aktuellen Forschungen zu Kindern als Akteur*innen von Krieg und Frieden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Kurz vor ihrer Einschulung 1993 erhielt Mersiha eine neue Herbstjacke mit Ninja-Turtles-Motiv. Sie trug diese Jacke schließlich auf der Flucht mit ihrer Familie aus Bosnien-Herzegowina nach Oberösterreich. In einer Seitentasche waren Mersihas Ohrringe versteckt © Museum of Survivors

Die Vortragsreihe widmet sich in diesem Jahr aktuellen Forschungen zu Kindern als Akteur*innen von Krieg und Frieden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen die Handlungsräume, die sich junge Menschen abhängig von geo­politischen, sozialen, kulturellen und situativen Kontexten erschließen konnten. Einige dokumentierten ihre Erfahrungen und ermöglichten so einen unmittelbaren Einblick in die Realität von Krieg und Gewalt.

Ziel der Vortragsreihe ist es, aufzu­zeigen, dass der Blick auf Kinder neue und erkenntnisreiche Perspektiven auf zentrale historische und gesell­schaftspolitische Fragestellungen eröffnet.

Die Vortragsreihe „Kindheit, Gewalt und Krieg“ wird seit Oktober 2025 von Wiebke Hiemesch (Universität Hildesheim und ZeitZentrum Zivil­courage) und Lukas Schretter (Ludwig Boltzmann Institut fur Kriegsfolgenforschung) organisiert. Sie findet online statt und richtet sich an For­schende, Studierende sowie eine interessierte Öffentlichkeit. Die Idee entstand in der Arbeits­gruppe „Kindheit, Gewalt und Krieg“ im Rahmen des Arbeitskreises „Kindheitsgeschichte“, organisiert von Lena Jur, Friederike Kind-Kovács, Julia Reus, Susanne Quitmann und Martina Winkler, im November 2024.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Den Zugangslink sowie das detaillierte Programm mit Beschreibung der einzelnen Beiträge finden Sie im Flyer.

Programm

6. November 2026, 11:30-13:00 Uhr

Kindheitsgeschichte. Ein Handbuch

Julia Reus / Martina Winkler

LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, Münster / Abteilung Geschichte Ostmittel- und Osteuropas, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

 

Zwischen allen Fronten? Kindheit und Krieg im Nuklearzeitalter

Mischa Honeck

Fachgebiet Geschichte Großbritanniens und Nordamerikas, Universität Kassel

 

4. Dezember 2026, 11:30-12:30 Uhr

Aufwachsen im Krieg. Perspektiven junger Protagonist*innen in der Kinder- und Jugendliteratur der Gegenwart

Jana Mikota

Germanistisches Seminar, Universität Siegen

 

15. Januar 2027, 11:30-12:30 Uhr

Wenn Kinder Atomkrieg spielen. Zur Konstruktion und Wirkmacht von Kindheit im Kalten Krieg

Joachim Brenner

Historisches Seminar, Universität Heidelberg

 

29. Januar 2027, 11:30-12:30 Uhr

Kriegskinder in der internationalen Entwicklungspolitik

Jonas Klein

Historisches Institut, Universität Potsdam

 

12. Februar 2027, 11:30-12:30 Uhr

Museum of Survivors: Gemeinsame und unterschiedliche Erfahrungen junger Menschen von Krieg und Flucht sichtbar machen 

Irena Klissenbauer / Daniele Karasz

Museum of Survivors

Termine

06.11.2026 ab 11:30 bis 13:00 Uhr

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt

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