Dieser Frage widmet sich das Buch „Antiosteuropäischer Rassismus in Deutschland-Geschichte und Gegenwart“ von Jannis Panagiotidis und Hans-Christian Petersen. Mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine erhält das Thema antiosteuropäischer Rassismus/Antislawismus eine wachsende Bedeutung im gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs. Was für viele Menschen schon lange Alltag ist, stellte in der Forschung und antirassistischen Diskursen lange eine Leerstelle dar. Das Buch plädiert nun genau dafür: eine Osterweiterung der Rassismusdebatte.
In der Veranstaltung PERSPEKTYWY 2.0 stellt Petersen zentrale Thesen aus dem Werk vor und geht auf Begriffe, Historie und Dimensionen dieser Diskriminierungsform ein. An dem thematischen Impuls anschließend findet ein moderiertes Gespräch mit dem Wissenschaftler und Co-Autor statt.
PD Dr. Hans-Christian Petersen ist Osteuropahistoriker am Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa. Die Schwerpunkte seiner Forschung liegen u.a. auf den Themen antiosteuropäischer/antislawischer Rassismus sowie Russlanddeutsche Geschichte und post(ost)migrantische Gesellschaft.
postausost ist ein Kollektiv, das PostOst-Stimmen im Raum Hannover sichtbar macht. Im Rahmen ihrer Treffen beschäftigt sich das Kollektiv mit der eigenen Migrationsgeschichte in einer postmigrantischen Gesellschaft. Dabei definiert das Kollektiv PostOst für sich als russlanddeutsch, osteuropäisch und postsowjetisch. Durch Gespräche, den gemeinsamen Besuch von Veranstaltungen sowie die Organisation von eigenen Formaten bietet postausost einen Raum des Austausches und Zusammenkommens.