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Bernhard Kock. Okklusionen und LichtBilder
Ausstellung im Schloss Landestrost, zu sehen ab Freitag, 11. September 2026, bis 8. November 2026: „Bernhard Kock. Okklusionen und LichtBilder“.
In der Meteorologie beschreibt eine Okklusion das Zusammentreffen von Warm- und Kaltfronten. Ein Übergangszustand der Atmosphäre, oft verbunden mit diffusem Licht, Dunst und Auflösung. Ein Phänomen, das sich so auch in der Malerei von Bernhard Kock findet. Seine „Okklusionen“ schaffen atmosphärische Bildräume. In den „LichtBildern“ überlagern sich Farbräume bis zur Auflösung ihrer Grenzen.
Ausstellungseröffnung:
Freitag, 11. September 2026, 18 Uhr
Es sprechen:
- Ute Lamla, stellvertretende Regionspräsidentin
- Wilfried Köpke, Kulturjournalist
Künstlergespräch:
Sonntag, 4. Oktober 2026, 14 bis 15 Uhr
Licht ist faszinierend und kaum fassbar. Die Physik beschreibt es einerseits als Materie, andererseits als Welle. Licht ist sichtbar nur im Raum, wenn es auf einen Gegenstand trifft, durch ein Fenster fällt oder aus einem Spalt hervortritt.
Bernhard Kock abstrahiert künstlerisch ursprüngliche Lichterfahrungen in den beiden Serien „Okklusionen“ und „LichtBildern“.
Die erste Lichterfahrung des Künstlers ist die farbenstarke oder differenziert grauverlaufende, flache Horizontlinie der emsländischen Auen seiner Kindheit. Wie die Lichtreflektionen in den Wolken und Atmosphärenschichten kaum einzugrenzen sind, so fließen in den Arbeiten „Okklusionen“ die Farben ineinander, mischen sich, treten über die Grenzen, machen die Grenzen unscharf. Technisch entsteht der Effekt nicht durch Sprühen, Lasieren oder Schichten, sondern durch das Mischen der Ölfarben. Bernhard Kock schafft so einen Zauber fließender Farbübergänge.
Erinnern die ersten Bilder in der Serie „LichtBilder“ noch an diffus eindringendes Licht aus Fensteröffnungen, so verselbstständigen sich später malerisch die Lichtfelder. In einigen Arbeiten wirken sie beinahe stofflich durch die pastos eingesetzte Ölfarbe. Sie fließen dynamisch durch Pinselstriche getrieben oder flächige Bearbeitung und finden Grenzen, wo Licht eigentlich keine kennt. Die Arbeiten bilden nicht mehr ab, sondern werden deutungsoffen und unfassbar – wie das Licht.
Wilfried Köpke, Kulturjournalist
Kurzbiografie Bernhard Kock
Bernhard Kock, geboren 1961 in Meppen, studierte Freie Kunst in Hannover.
1991 Diplom, 1992 Ernennung zum Meisterschüler von Prof. Günther Wolfram Sellung. Kock lebt und arbeitet in Hannover.
Stipendien, Preise und Residenzen
2025 Finalist des Wilhelm-Morgner-Preises, Museum Wilhelm Morgner, Soest
2018 Preisträger des Künstlerstipendiums Emsländische Landschaft e.V.
2013 Nominiert für den 3. André-Evard-Kunstpreis, Kunsthalle Messmer, Riegel
2010 Artist in Residence, Nagoya University of Arts, Nagoya, Japan
1996 Förderstipendium des Landes Niedersachsen
1993 Wohn- und Arbeitsstipendium des Landes Niedersachsen, Künstlerstätte Stuhr
Arbeiten in privaten und öffentlichen Sammlungen.
Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):
2026 „radikal real - Realismus heute“, Künstlersonderbund Deutschland, Part2 Gallery, Düsseldorf und RealismusGalerie, Berlin
2020 „Kunst aktuell“, Jahresausstellung Kunstverein Rosenheim
2010 „Monokultur“, Château de Chevigny, Dijon
2007 „Orange“, Kunstverein Schwetzingen, Heidelberg
1999 „50 Jahre große Kunstausstellung“, Haus der Kunst, München
1997 „Art Selection“, Norddeutsche Landesbank, Singapur – New York – London „Darmstädter Sezession”, Darmstadt
Im Schloss Landestrost sind die Werke von Bernhard Kock im Rahmen der Ausstellung „Okklusionen und LichtBilder“ vom 11. September bis zum 8 November 2026 zu sehen.
Öffnungszeiten
Donnerstag bis Samstag, 14 bis 18 Uhr, Sonntag 12 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.
(Veröffentlicht am 2. Juli 2026)
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