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"Gutsherren, Glas und Gaumenkitzel"

Route 2 - Von Wennigsen nach Völksen

Klostergebäude mit Kirchturm

 

Streckenlänge: 14,5 km

Zwischen Wennigsen und Völksen führt der Deisterkreisel vorwiegend durch die weitläufige Calenberger Bördelandschaft – vorbei an Rittergütern und hinein in die Geschichte der regionalen Schnaps- und Glasproduktion.

Wennigsen, das bis 1932 noch „Kloster Wennigsen“ hieß, hat seine Entwicklung der Gründung eines Augustiner-Nonnenklosters um 1200 zu verdanken.
Wie das Kloster lohnt auch der alte Ortskern von Wennigsen einen Rundgang, am besten längs des Mühlbachs.
Ein guter Ausgangspunkt ist das Heimatmuseum in der Oberen Mühle, ein um 1700 erbautes Fachwerkhaus. Das Mühlrad wurde restauriert und dreht sich nun als Schaurad wieder. Die ehemalige Mittlere Mühle befindet sich am Feuerwehrplatz, dort steht auch das „Spritzenhaus“, heute Zentrum und Ausstellungsraum für Kunsthandwerk. Auf idyllischem Wege, vorbei an Gärten und Grünanlagen, gelangt man schließlich zur Unteren Mühle, der ehemaligen Klostermühle, schräg gegenüber dem Kloster (ein in die Wand gemauerter Mühlstein erinnert daran).
Von Wennigsen nach Bredenbeck sind zwei Routen möglich, die sich am Rittergut Bredenbeck wieder treffen. Die Basisstrecke verläuft zunächst auf dem Radweg längs der Argestorfer Straße. Die Alternativstrecke über Evestorf beginnt gegenüber dem Kloster in der Evestorfer Straße (Einmündung Sorsumer Straße), führt vorbei am Friedhof und weiter auf asphaltiertem Feldweg durch die weite Calenberger Ackerlandschaft bis nach Evestorf, von dort aus auf unbefestigtem Weg – den Deister immer im Blick – bis nach Bredenbeck.
Eine besondere Attraktion Bredenbecks ist die Kornbrennerei Warnecke, die bereits in der vierten Generation von der Familie geführt wird. Nach alter Tradition wird der Bredenbecker Korn in Eichenholzfässern gelagert, um dort die volle Reife, Milde, Farbe und Geschmack zu erlangen.
Die „Galerie auf dem Kornboden“ zeigt wechselnde Ausstellungen. Das Ausflugslokal „Steinkrug“ ist der ideale Ausgangspunkt für einen kurzen Abstecher zur alten Siedlung „Glashütte Steinkrug“ erreicht. Man erreicht sie am besten zu Fuß auf dem Weg, der wenige Meter unterhalb der Gaststätte rechts hinauf in den Wald abbiegt.
Vom Steinkrug aus führt der Deisterkreisel auf einem Radweg längs der Landstraße nach Bennigsen. Gleich am Ortseingang biegt er rechts ab und führt geradeaus über den Lauseberg nach Völksen.
Kurz nach dem Freibad bietet sich ein Abstecher links über die Bahngleise nach Bennigsen an. Wo sich heute das Rittergut Bennigsen eindrucksvoll präsentiert, stand vermutlich schon im 10. Jahrhundert eine Burg, aus der das heutige Gut hervorgegangen ist. 1311 wird eine Wasserburg erstmals urkundlich erwähnt.
Am Lauseberg führt der Deisterkreisel durch einen Buchenwald mit Hallencharakter, der im deutlichen Kontrast zu Resten gepflanzter Fichtenforste steht.
Im Buchenwald ist ein aufgelassener und mittlerweile mit Bäumen bestandener Steinbruch zu erkennen. Hier wurde früher Kalkstein für das Völksener Kalkwerk abgebaut.