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Eine Frau und drei Männer. Der Mann Links hält ein Schild mit Aufschrift "Mittellandkanalroute" in den Händen. © Philipp Westphal, Region Hannover

Präsentierten die neue Themenroute zum "Mittellandkanal" an der Schleuse Anderten: (v.lks.) Prof. Dr. Axel Priebs, Sabine Tegtmeyer-Dette und Carl Jürgen Lehrke

Von Wunstorf bis Sehnde

Radeln am Mittellandkanal

60 Kilometer am Wasser: Die Region Hannover stellt neue Radroute vor, in die auch viele Attraktionen und Rastpunkte am Wegesrand eingebunden sind.

Von Ost nach West (oder umgekehrt) die Region Hannover durchqueren und dabei immer hart am Wasser bleiben? Dies geht nur am Mittellandkanal. Vom Yachthafen Idensen in Wunstorf bis zum Kraftwerk Mehrum kurz hinter der Grenze zum Landkreis Peine quert die Bundeswasserstraße die Städte Wunstorf, Seelze, Garbsen, Hannover und Sehnde und ist damit das wohl längste Naherholungsgebiet der Region Hannover. Bis zum Sommer werden die Uferwege als neue Radroute für den Freizeitverkehr durchgehend ausgeschildert. Eingebunden sind viele Attraktionen und Rastpunkte am Wegesrand. Einen Vorgeschmack geben zwei Faltblätter, die die Region Hannover jetzt veröffentlicht hat.

Zeichnung / Logo: Ein Fahrrad an einem Kanal, auf dem sich ein Schiff befindet. © Region Hannover

Themenroute "Mittellandkanal"

Immer am Wasser entlang

"Mit der neuen Themenroute am Mittellandkanal bieten wir allen radfahrenden Menschen die Möglichkeit, die Region komplett zu durchmessen, ohne das Wasser aus den Augen zu verliere", so der Umwelt- und Planungsdezernent der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs , der das Projekt heute gemeinsam mit seiner hannoverschen Amtskollegin Sabine Tegtmeyer-Dette und Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke an der Schleuse in Anderten vorstellte.

Wichtige Querverbindung im regionalen Freizeitwegenetz

"Neu" ist die Mittellandkanalroute im eigentlichen Sinne nicht. Es existieren verschiedene, ausgeschilderte Routen, die den Mittellandkanal queren, ihn in Teilabschnitten begleiten oder kurz streifen. "Als durchgängige Tangentialverbindung ist sie aber nun in den Faltblattkarten dargestellt und damit über die zehn Routen der Fahrradregion und den Grüne Ring erreichbar", so Prof Priebs.

Vorhaben gelungen umgesetzt

Möglich wurde die private Nutzung der Wirtschaftswege insbesondere an der hannoverschen Stadtstrecke des Kanals auch durch politische und planerische Entscheidungen Mitte der 1990er Jahre. Sabine Tegtmeyer-Dette: "Das Ziel war es damals, den notwendigen Ausbau des Mittellandkanals für die modernen Binnenschifffahrt so zu gestalten, dass auch das Umfeld des Kanals qualitativ profitieren würde. Angrenzende Brachflächen und ehemalige Gewerbe- und Industriegelände sollten entwickelt und der Kanal sollte als linearer Park durch die Stadt gestaltet werden. Wer heute in Hannover am Kanal unterwegs ist oder auch nur einen Blick auf die Radwege- und Freizeitkarte der Landeshauptstadt wirft, sieht und erlebt, dass dieses Vorhaben gelungen umgesetzt wurde."

Route West und Route Ost

Die beiden jetzt von der Region Hannover zur Mittellandkanalroute veröffentlichten Faltblätter sind in eine Route West und eine Route Ost aufgeteilt. Beide Abschnitte  haben eine Streckenlänge von je rund 30 Kilometern. Die West-Route startet am Yachthafen Wunstorf-Idensen (Kanalkilometer 135,5) und endet am Nordhafen Hannover. Die Ost-Route startet am Nordhafen und endet kurz hinter Sehnde am Kraftwerk in Mehrum
Reihenfolge und Etappenlänge sind beliebig wählbar, da der Mittellandkanal sehr gut über die ausgeschilderten Radwege der FAHRRADREGION Hannover erreichbar und mit den Haltestellen bzw. Bahnhöfen im Großraum-Verkehr Hannover (GVH) verbunden ist.

Anlaufpunkte und Freizeitmöglichkeiten

Bei der Auswahl der Anlaufpunkte wurde bewusst darauf geachtet, dass der Mittellandkanal nicht ausschließlich als Verkehrsweg für Fahrrad und Schifffahrt dargestellt wird, sondern als regional bedeutsames, 60 Kilometer langes wasserbezogenes Erholungsgebiet mit zahlreichen interessanten Anlaufpunkten, Ausflugszielen und Freizeitmöglichkeiten beschrieben wird.
Neben einzigartigen technischen Anlagen wie beispielsweise den Trogbrücken in Seelze oder den Schleusen in Anderten und Bolzum sind daher auch Yachthäfen, Anlegestellen der Hannoverschen Personenschifffahrt, Freibäder und Badeseen, Wassersportvereine, Gärten, Parks, Museen, Bootsverleihe u.v.m. aufgenommen worden.

Als Faltblätter erhältlich

Beide Faltblätter sind in der Tourist-Info Hannover und im Bürgerbüro der Region Hannover erhältlich und liegen ab nächster Woche auch in den Mittellandkanalkommunen Wunstorf, Seelze, Garbsen, Sehnde aus. Sie stehen auch hier als PDF zum Herunterladen zur Verfügung:

(Veröffentlicht am 22. März 2018)