Würdigung von Hannah Arendt
Im Eingangsbereich der Zentralbibliothek, Hildesheimer Str. 12, erinnert eine Informationstafel dauerhaft an Hannah Arendt und ihre Bedeutung. Durch die Würdigung als frauenORT werden ihre heute so aktuellen Erkenntnisse und Aussagen einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Die Stadtbibliothek Hannover hat sich als besonders geeignet gezeigt, da hier bereits ein Raum Hannah Arendt gewidmet ist, welcher mit Büchern, Zitaten und Objekten einem kleinen Museum gleicht. Zukünftig werden weitere Angebote im Rahmen des Programmes frauenORTE zu Hannah Arendt folgen.
Über Hannah Arendt
Hannah Arendt, am 14. Oktober 1906 in Hannover Linden geboren und am 4. Dezember 1975 in New York gestorben, ist eine der wichtigsten politischen Theoretiker*innen des 20. Jahrhunderts. Sie ist wahrlich keine unbekannte Persönlichkeit, mitunter aber schwer zugänglich und eher einem Fachpublikum bekannt. Ihre Werke sind Meilensteine auf dem Gebiet der politischen Theorie, insbesondere ihre kritische Analyse totalitärer Herrschaftssysteme.
In ihrem Werk verbindet sie politisches Urteilsvermögen mit philosophischer Reflexion: Vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrung als Verfolgte des Nationalsozialistischen Regimes beschäftigt sie sich mit den Gefahren totalitärer Systeme für das menschliche Zusammenleben. Die politische Gestaltung des öffentlichen Raums steht im Zentrum ihres Denkens. Für Arendt ist der Sinn von Politik das gemeinsame Handeln in Freiheit.
Der Landesfrauenrat Niedersachsen e. V. verfolgt mit der Initiative frauenORTE Niedersachsen das Ziel, dass Frauengeschichte und das soziale, kulturelle, wirtschaftliche und wissenschaftliche Wirken von Frauen in der Erinnerungskultur in den Städten und Regionen wie insgesamt im Land Niedersachsen selbstverständlich, noch fester verankert und durch lebendige Angebote transportiert werden.