Anlass ist die aktuelle Debatte um den Deutschen Buchhandlungspreis, die bundesweit für Diskussionen sorgt. Im Rahmen der bundesweiten Woche der Meinungsfreiheit, die in diesem Jahr unter dem Motto „Was ist wahr?“ steht, diskutieren Volker Petri vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Kathrin Dittmer vom Literaturhaus Hannover und Frederike Schuur von der Buchhandlung Sternschnuppe über Deutungshoheit, Transparenz und die Rolle staatlicher Kulturförderung,
Das Verfahren rund um die Auszeichnung wird derzeit viel kritisiert: Entscheidungen wirken intransparent, Begründungen seien vage, Betroffene stünden einem kaum durchschaubaren Prozess gegenüber. Zugleich steht der Vorwurf im Raum, kulturpolitische Entscheidungen seien zunehmend von politischen Haltungen geprägt – und würden nicht ausreichend offengelegt.
Die Gäste:
Volker Petri
Volker Petri ist seit 2020 Geschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Landesverband Nord e.V. davor war in unterschiedlichen Positionen im Buchhandel u.a. als Vertriebsleiter der Buchhandlung Decius tätig.
Kathrin Dittmer
Kathrin Dittmer leitet das Literaturhaus Hannover e.V. und ist derzeit Vorsitzende der Literaturkommission des Landes Niedersachsen sowie in weiteren Literaturpreis-Jurys.
Frederike Schuur
Frederike Schuur ist Buchhändlerin in der unabhängigen Buchhandlung Sternschnuppe, die kürzlich zum vierten Mal mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet wurde – dem Preis, der eine bundesweite Debatte über politische Einflussnahme auf die Kulturförderung ausgelöst hat. 2024 initiierte sie den ersten deutschen Bookstore Crawl, bei dem zwölf Buchhandlungen in Hannover sich zusammentaten, um gemeinsam das unabhängige Buchhandeln und das Lesen zu feiern. Frederike Schuur hat Amerikanistik und Literaturwissenschaft studiert und leitet außerdem seit zehn Jahren Integrationskurse. Sie hat Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Deutsche Literaturwissenschaft studiert und arbeitet seit über 30 Jahren in der Freien Kulturarbeit.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.