Die 1871 in Hannover gegründete Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha-Compagnie AG gab 1907 erstmals den „Conti-Atlas für Mitteleuropa“ heraus, der viele Jahrzehnte bis 2009 als „Großer Conti-Atlas“ die geographischen Kenntnisse der Nutzenden erweiterte. Mit dem Maßstab 1 : 500.000 und dem entsprechend wenig detaillierten Kartenbild ermöglichte der Altas Autofahrer*innen die Routenplanung und die grobe Orientierung unterwegs. Der Gummi- und Reifenhersteller sah sich gerade in den ersten Jahrzehnten der Automobilität als umfassender Dienstleister für Alles rund um das Fahren mit dem Kraftwagen.
Die 18. Auflage des Straßenkartenwerkes, um 1940/41 erschienen, ist ein zeitgeschichtliches Dokument, das einerseits den Stand des Autobahnbaus um Hannover und andererseits die Situation nach dem „Überfall auf Polen“ am 1.9.1939 sowie der „Wiedereingliederung“ von Elsass-Lothringen 1940 abbildet.