Realschulen

Realschulen sind im Vergleich mit den anderen Schulangeboten kleinere Systeme, in denen jede*r Schüler*in gesehen werden kann und ein persönlicher Umgang ermöglicht, dass sich Schüler*innen zu Hause fühlen können.

Der Erwerb der Möglichkeit zum Übergang auf das Gymnasium ist mit weniger Lernstress verbunden und auch für die Schüler*innen möglich, die erst später ihre Fähigkeiten entdecken.

Die Realschule umfasst die Schuljahrgänge 5 bis 10. Sie vermittelt ihren Schüler*innen eine erweiterte Allgemeinbildung und ermöglicht eine individuelle Schwerpunktbildung ab Klasse 6 durch die Wahl von Fremdsprachen (Französisch, manchmal auch Spanisch). Ab Klasse 9 gehören neben dem Sprachprofil noch weitere Profile (Technik, Gesundheit und Soziales und Wirtschaft) zum Angebot, die hinsichtlich der Berufsorientierung Schwerpunkte setzen, aber auch auf den Übergang in die Oberstufe vorbereiten können.

Die Pflichtfremdsprache an den Realschulen ist Englisch. Eine zweite Fremdsprache (in der Regel Französisch, manchmal auch Spanisch) wird ab dem 6. Schuljahrgang angeboten und ebnet den Weg
für den Übergang an das Gymnasium bei einem entsprechenden Notenbild bis zur 10. Klasse. Nach Beendigung der 10. Klasse ist mit einem erweiterten Realschulabschluss der Übergang in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe oder an das berufliche Gymnasium auch ohne eine zweite Fremdsprache (z. B. ohne Französischkenntnisse) möglich.

Berufsorientierende Angebote werden als Praxistage an insgesamt mindestens 30 Schultagen vorrangig in den Schuljahrgängen 8 bis 10 durchgeführt. Im 8. Schuljahrgang durchlaufen alle Schüler*innen Kompetenzfeststellungsverfahren, die ihnen Orientierung über ihre eigenen Interessen und Fertigkeiten geben, im 9. Jahrgang wird unter anderem ein zweiwöchiges Betriebspraktikum absolviert.

Weitere Berufsorientierungsangebote:
Berufsberatung, Betriebspraktika, Betriebserkundungen, Unterricht in Kooperation mit berufsbildenden Schulen, berufspraktische Projekte und praxisorientierte Lernphasen innerhalb des Fachunterrichts. Die Berufsorientierung erfolgt in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie den berufsbildenden Schulen, der Agentur für Arbeit, den Kammern, Ausbildungsbetrieben und Bildungsträgern.

In Realschulen mit wenigstens zwei Zügen kann in den Fächern Mathematik und Englisch oder in einem der Fächer ab dem 9. Schuljahrgang nach Grund- und Erweiterungskursen differenziert und damit speziell gefördert und gefordert werden.

Am Ende des 10. Schuljahrgangs können folgende Abschlüsse erworben werden:
Erweiterter Sekundarabschluss I, der zum Besuch der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe an einem allgemein bildenden Gymnasium oder an einer Gesamtschule sowie an einem beruflichen
Gymnasium berechtigt.
Sekundarabschluss I - Realschulabschluss
Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss

Nach oben