Anlässlich des 70. Jahrestages des Atombombenabwurfs auf Hiroshima hat Oberbürgermeister Stefan Schostok Hannovers Partnerstadt besucht und der Opfer des ersten Atombombenabwurfs in der Geschichte der Menschheit gedacht. Er legte am 6. August gemeinsam mit den Bürgermeistern von Wolgograd, Andrey V. Kosolapov, und von Honolulu (einer weiteren Partnerstadt Hiroshimas), Roy K. Amemiya, Jr., einen Kranz nieder.
Stefan Schostok am Rande der Gedenkzeremonie in Hiroshima
Nach Gesprächen mit Überlebenden besuchte Schostok das Gedenkstättenmuseum, das nach dem Tod des letzten Überlebenden die Geschichte an nachfolgende Generationen weitererzählen soll. Danach traf der Oberbürgermeister mit Jugendlichen aus Hannover zusammen, die zum 70. Gedenktag des Atombombenabwurfs an der Internationalen Konferenz für Frieden und Zukunft in Hiroshima teilnehmen.
Der Bürgermeister von Hiroshima, Katsumi Matsui, hat aus Anlass des Besuches des Oberbürgermeisters Stefan Schostok die Ehrenbürgerschaft der Stadt verliehen. Damit ist Schostok nach Herbert Schmalstieg und Stephan Weil der dritte Ehrenbürger Hiroshimas aus Hannover.
Mayors for Peace
Oberbürgermeister Stefan Schostok bekommt von Hiroshimas Bürgermeister Katsumi Matsui die Ehrenbürger-Urkunde überreicht
Gleichzeitig ist Hannovers Oberbürgermeister Vizepräsident der "Mayors für Peace". Als solcher setzt er sich neben dem Präsidenten der "Mayors for Peace", Bürgermeister Matsui, für eine atomwaffenfreie Welt ein. Bei der Ehrung hat Matsui Schostok eine führende Rolle in Europa als "Lead City" angetragen. Damit würdigt Matsui das Vertrauen in die Partnerschaft mit Hannover und Stefan Schostok als Oberbürgermeister. In seinem Gespräch mit Matsui hat Schostok gleichzeitig angestoßen, die aktuellen Themenstellungen unserer Zeit mit in das Aufgabenfeld der "Mayors for Peace" aufzugreifen: Zentral soll es weiterhin um die Initiative gegen den Einsatz von Massenvernichtungsmitteln und damit auch der Atombombe gehen; 2020 muss die Entscheidung zum Atomwaffensperrvertrag fallen.
Aber die Bürgermeister sollen künftig auch Fragen eines sicheren Lebens in den Kommunen aufgreifen. Die Menschen sollen ein sicheres, würdiges und gerechtes Leben in ihren Städten weltweit führen können und ihre Bürgermeister sollen sich weltweit dafür engagieren. Diesen Vorschlag von Schostok will Matsui dem Exekutivkomitee noch in diesem Jahr vorstellen.
Der Präsident und der Vizepräsident werteten ihre Gespräche als großen Fortschritt für das gemeinsame Anliegen für den Frieden in den Städten unserer Welt – insbesondere angesichts der zahlreichen Konfliktherde und Waffenpotenziale, die sich gegen die Menschen richten.
Gedenkveranstaltung in Hannover
Teemeisterin Hiroyo Nakamoto, Kulturbotschafterin der Stadt Hiroshima, bei der traditionellen Trauer-Teezeremonie
Auch in Hannover wurde am 6. August der Opfer des Atombombenabwurfs gedacht: Um 8:15 Uhr, der Zeit des Bombenabwurfs, wurde in der Aegidienkirche zur Mahnung die von der Stadt Hiroshima gestiftete Friedensglocke angeschlagen. Anschließend folgte die Kranzniederlegung sowie die traditionelle Trauer-Teezeremonie, durchgeführt von der Teemeisterin Hiroyo Nakamoto, Kulturbotschafterin der Stadt Hiroshima.
Der Gedenktag in der Landeshauptstadt endet im Park der Partnerstädte, wo um 22 Uhr zum Gedenken an die Atombombenopfer in Hiroshima und Nagasaki auf dem Maschteich Papierlaternen ausgesetzt werden.
Schon am Abend des 5. August hatte das Hiroshima-Bündnis zum Nachdenken über die Atombombenabwürfe vor 70 Jahren und die Konsequenzen für die Gegenwart in den Hiroshima-Gedenkhain auf der Bult eingeladen.
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