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Soziale Stadt

Sanierung Hainholz

Das Sanierungsgebiet Hainholz mit seinen ca. 7.400 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt nördlich der hannoverschen Innenstadt.

Seit Dezember 2001 befindet sich der Stadtteil Hainholz im Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt". Die Landeshauptstadt Hannover hat dazu im Mai 2004 ein Leitprogramm (Integriertes Handlungskonzept) vorgelegt, das die Basis für das weitere kooperative Wirken aller Beteiligten ist. Sanierungsziele wurden formuliert, Maßnahmen benannt und Prioritäten gesetzt.

Mehrere Personen halten ein großes Banner, auf dem zahlreiche Nationalflaggen abgebildet sind. © LHH

Einweihung des Stadtteileingangs Süd (Fertigstellung 2011): In Hainholz leben Menschen aus über 80 Nationen. Gemeinsam mit ortsansässigen Künstlern gestalten sie ihren Stadtteil.

Das Integrierte Handlungskonzept dient als roter Faden der Sanierung und ist als offenes Konzept angelegt. Es wird jährlich fortgeschrieben und kann in der aktuellsten Fassung am Ende dieser Seite heruntergeladen werden.

Sanierungsziele

Das Hauptziel der sozialen Stadterneuerungspolitik für Hainholz ist es, die Lebenssituation der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern.

Ausgehend von der lokalen städtebaulichen, baulichen, verkehrlichen, sozialen und wirtschaftlichen Situation werden im Folgenden Ziele und Handlungsansätze dargestellt, die im weiteren Prozess mit den Beteiligten abgestimmt und konkretisiert wurden. Die einzelnen Handlungsfelder werden wegen der spezifischen Zuständigkeiten und Finanzierungsinstrumente nebeneinander beschrieben, verstehen sich aber als miteinander verknüpfte und einander bedingende Teile des Konzepts.

Allen Handlungsfeldern liegen folgende Zielsetzungen zugrunde:

  • Bekämpfung von Einkommensarmut und deren Auswirkungen
  • Förderung und Pflege der lokalen Ökonomie
  • Schaffung zielgruppenorientierter Angebote insbesondere zur Unterstützung von Menschen in belasteten Lebenslagen im Stadtteil
  • Stärkung gemeinwesenorientierter Ansätze zum Aufbau und zur Stabilisierung sozialer Netze
  • Stabilisierung von Nachbarschaften
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Schwerpunktbildung bei präventiven Ansätzen in den Bereichen Gewalt, Gesundheit und Sucht
  • Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderung und Senioren
  • Schaffung von barrierefreiem Wohnraum und eines barrierefreien Wohnumfeldes
  • Berücksichtigung des Konzepts des “Gender Mainstreaming” (Herstellung der Chancengleichheit von Frauen und Männern)
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität öffentlicher Räume
  • Schaffung von wohnungsnahen Grünflächen / Aufwertung der Wohnumfeldqualitäten
  • Aufwertung des Wohnungsbestandes durch Modernisierung / Anpassung an die perspektivische Wohnungsmarktentwicklung
  • Halten von stabilisierenden Gruppen im Stadtteil und Öffnung des Stadtteils für sozial stabilisierende Bevölkerungsgruppen von außen durch neue Wohnformen und dauerhafte Aufhebung von Zugangsbeschränkungen
  • Herausarbeiten einer Stadtteilidentität, Stärkung des Selbstbewusstseins der Hainhölzerinnen und Hainhölzer und Veränderung der Innen- wie Außenwahrnehmung des Stadtteils
  • Aufwertung der Schulenburger Landstraße durch Stärkung von Einzelhandel und Dienstleistung in der Schulenburger Landstraße und am Hainhölzer Markt
  • Schaffung planungsrechtlicher Voraussetzungen für den Neubau von Wohnungen an der Voltmerstraße

Neue Mitte Hainholz

Kulturhaus Hainholz inmitten einer parkähnlichen Anlage © LHH

Die Grüne Mitte Hainholz und das Kulturhaus Hainholz sind wichtige Treffpunkte im Stadtteil (Fertigstellung 2012/2012).

Die Entwicklung des Stadtteils Hainholz stagnierte, auch aufgrund einer planungsrechtlich blockierten Vorhaltfläche für den Niedersachsenring. Durch Aufgabe der Trassenplanung konnte an dieser Stelle eine „Neue Mitte“ mit Stadtteilpark und -zentrum entwickelt werden. Kulturelle sowie soziale Einrichtungen und als Freizeitangebot das neu gestaltete Naturbad und Sportflächen gruppieren sich um diese „Neue Mitte“ und beleben sie. Ausgezeichnet wurde dieses Gesamtprojekt im Jahr 2014 mit dem Preis „Soziale Stadt“.

Beteiligung

Wichtig bei der Sanierung in Hainholz ist eine aktive Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner. Hierzu werden eine Vielzahl von Beteiligungsprojekten durchgeführt. Um die Hainhölzer über die Sanierung zu informieren, erscheint in regelmäßigen Abständen die Hainholz Zeitung. Die Zeitung wird an alle Haushalte im Sanierungsgebiet kostenlos verteilt und kann hier heruntergeladen werden:

Wohnungssanierungen und Neubau

Im Laufe des Sanierungsprozesses sind 261 geförderte Wohnungen saniert worden und durch Mietpreisbindung für Haushalte mit geringem Einkommen erhalten geblieben; weitere 23 Wohnungen wurden neu und barrierefrei erstellt. Die Aufwertung des Stadtteils hat dazu beigetragen, dass zunehmend auch private Investoren den Stadtteil für Wohnungsneubauten entdecken. Es werden in den nächsten Jahren sowohl geförderte als auch nicht mietpreisgebundene Wohnungen errichtet, so dass der Stadtteil weiterwachsen wird.

Schwerpunkte bis Ende 2022

Mit der Erweiterung des Sanierungsgebietes an der Fenskestraße wurde die Voraussetzung für die Erneuerung der Fenskestraße/Melanchthonstraße geschaffen. Diese bildet das zentrale Projekt für die Aufwertung des südlichen Sanierungsgebietes.

Nach intensiver Kinder- und Jugendbeteiligung werden die drei Spielplätze im südlichen Bereich des Sanierungsgebiets saniert. Der erste Spielplatz ist bereits fertig gestellt.

Das Nahversorgungszentrum am Hainholzer Markt mit einem Vollversorger, einem Discounter und Fachmärkten sowie weiteren 40 Neubauwohnungen soll bis zum Ende der Sanierung realisiert sein.

Maßnahmen und Strategien, die eine Verstetigung des bereits Erreichten über den Zeitraum der Sanierung hinaus sichern, werden parallel erarbeitet. Eine engagierte Stadtteilöffentlichkeit und ortsansässige Kulturschaffende begleiten den Sanierungsprozess aktiv und sind wichtige Partner für die Verstetigung der Sanierung in Hainholz.

Eingang zur Bauverwaltung © Landeshauptstadt Hannover - Geoinformation