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Hannover City 2020+

Baukultur vor Ort – Nachkriegsmoderne weiterdenken

Rückblick auf die Veranstaltung vom 10. Dezember

Publikum © Landeshauptstadt Hannover

Publikum

Auch bei der vierten Veranstaltung im Jahr 2008 erwies sich „Hannover City 2020“ als Besuchermagnet: Wieder rund 700 Interessierte versammelten sich im Auditorium und im Foyer des Sprengel Museums, um den Vorträgen und Diskussionen zuzuhören, die sich am 10. Dezember mit dem Erbe und der Weiterentwicklung der Nachkriegsarchitektur beschäftigten. In der Abschlussveranstaltung unter dem Titel „Baukultur vor Ort – Nachkriegsmoderne weiterdenken“, die die Stadt gemeinsam mit der Bundesstiftung Baukultur ausrichtete, moderierte deren Vorsitzender Prof. Michael Braum.

Erster Redner war Prof. Christian Farenholtz, ehemaliger Stadtplaner aus Hamburg. Er erläuterte in seinem Impulsreferat die Entwicklung von Architektur und Städtebau der Nachkriegszeit anhand des eignen Wirkens unter anderem in Hamburg und Stuttgart. Farenholtz hob die Leistungen des Wiederaufbaus mit der Aufgabe hervor, in kurzer Zeit mit bescheidenen Mitteln das Stadtleben zu organisieren und vor allem für Millionen von Menschen Wohnungen zu bauen. Es galt, das Notwendige herzustellen. Die heutige Planergeneration rief Farenholtz dazu auf, mit dem Städtebau der letzten Jahrzehnte sensibel umzugehen.

Der hannoversche Bauhistoriker Sid Auffahrt knüpfte mit seinem Referat an die historischen Betrachtungen seines Vorredners an und schilderte den Aufbau in Hannover, wobei der damalige Stadtbaurat Hillebrecht selbst von einem „Neuaufbau“ und nicht von einem Wiederaufbau gesprochen habe. Kernpunkt des hillebrechtschen Aufbauplans sei die autogerechte Stadt gewesen, ein System tragfähiger breiter Verkehrsadern durch das Stadtgebiet und die Schaffung aufgelockerter modernen Wohnsiedlungen – frei nach dem Leitbild der Funktionstrennung.

Ob diese Gestaltungsansätze der vergangenen Jahrzehnte für die heutige Stadtplanung Fluch oder Segen sind, diskutierten anschließend auf dem Podium Stadtbaurat Uwe Bodemann, Landschaftsarchitektin Prof. Undine Giseke, Kunsthistoriker Prof. Adrian von Buttlar, Architekt Jörg Springer, Veit Görner, Direktor der Kestnergesellschaft sowie dem Lindener Pfarrer Dr. Wolfgang Beck. Dabei ging es um Fragestellungen von städtebaulichen wie auch architektonischen Qualitäten der Nachkriegsmoderne.

Im Jahr 2009 wird das Projekt mit drei weiteren öffentlichen Foren fortgesetzt. In Vorbereitung des für 2010 geplanten Innenstadt-Wettbewerbs soll über Planungsziele, über Planungsräume und über die Identität der hannoverschen City gesprochen werden. Zu Wort kommen neben Experten erneut auch die BürgerInnen Hannovers. Wenn das genaue Programm und der wahrscheinlich neue Veranstaltungsort feststehen, werden Sie an dieser Stelle darüber ausführlich informiert. Aktuelle Informationen erhalten Sie auch über unseren Newsletter. Dazu melden Sie sich bitte unter dem Menüpunkt „Newsletter“ an.