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Hannover City 2020+

Körnerplatz

Eine weitere Entwicklungsfläche befindet sich in der Nähe der Christuskirche, südlich der Schlosswender Straße gelegen.

Innenstadtkonzept Hannover 2020+ – Ausschnitt Körnerplatz © LHH

Innenstadtkonzept Hannover 2020+ – Ausschnitt Körnerplatz

Auf der Freifläche im Bereich zwischen Körnerstraße und Am Taubenfelde, unmittelbar östlich der universitären Einrichtungen vom Königsworther Platz, sollen ebenfalls Wohnungen – hier insbesondere für Studenten und Auszubildende – entstehen. Darüber hinaus wird in dem Gebäude auch eine zweizügige Kindertagesstätte eingerichtet. Heute wird die Fläche als privater Stellplatz genutzt, zudem befinden sich auf dem Gelände einige nennenswerte Baumbestände und eine wichtige Trafostation.

Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzung wurde das Bauleitplanverfahren Nr. 1807 - Körnerplatz – eingeleitet (Vorhabenbezogener Bebauungsplan). Die öffentliche Ausschreibung des Grundstücks erfolgte im Dezember 2014, die die städtische Wohnungsbaugesellschaft hanova für sich entscheiden konnte. Das für die Neubebauung vorgesehene Grundstück umfasst ca. 1.200 qm. Die Umgebung ist durch die meist viergeschossige Wohnbebauung in dem Wohnquartier Körnerviertel und durch zahlreiche, auch höhere Gebäude der Leibniz-Universität Hannover geprägt. Weiter nordöstlich befindet sich der Klagesmarkt mit räumlich-funktionalem Anschluss an die Innenstadt. Von besonderer stadträumlicher Bedeutung ist die schräg gegenüberliegende Christuskirche (nordöstlich), ein bedeutendes Beispiel der Backsteingotik der hannoverschen Schule.

Mit Blick auf diese besondere Grundstückssituation hat die hanova in 2016 einen Architektenwettbewerb für das Projekt ausgelobt. Aus dem Wettbewerb, zu dem neun renommierte Büros geladen waren, ging das hannoversche Büro ASP Architekten Schneider-Meyer-Partnerschaft als Sieger hervor.

Die Konzeption für das neue Wohngebäude sieht einen skulpturalen Baukörper vor, der sich in Maßstab und Ausformulierung zu den Himmelsrichtungen sensibel einpasst. Der siebengeschossige Hauptbaukörper wird östlich auf fünf Geschosse abgestuft; der Blick von einer großzügigen Terrasse wird Richtung Christuskirche freigegeben und endet eingeschossig in der pergolaartig gestalteten Einfassung des Außengeländes der Kita. Die besondere Qualität ist nicht nur die Arrondierung in der städtebaulichen Form, sondern auch eine Gestaltung, die ihren Duktus über Fassade, Terrasse, als auch den gesamten Außenbereich beschreibt. Als Fassadenmaterial wurde ein rotbrauner Klinker gewählt.

Insgesamt sollen in dem Gebäude 66 Einzelappartements für Studierende und Auszubildende entstehen, sowie zehn Wohnungen, die von Wohngemeinschaften genutzt werden können. Im Erdgeschoss ist eine zweizügige Kindertagesstätte mit Außengelände geplant, in Richtung Körnerplatz entsteht eine kleinere wohnverträgliche Gewerbeeinheit.

In der Tiefgarage des Baukörpers werden neun behindertengerechte Stellplätze und sechs Carsharing-Stellplätze angeboten. Zudem wird eine Fahrradgarage für 96 Fahrradstellplätze im Erdgeschoss errichtet.

Sofern die politischen Gremien die notwendigen Beschlüsse in 2019/2020 zu diesem vorhabenbezogenen Bebauungsplan fassen, könnte in 2021/2022 mit dem Bau des Gebäudes begonnen werden.