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Hannover City 2020+

Leineraum – Das neue Hohe Ufer

Ein neuer Lieblingsplatz - am Rande der Altstadt

Neues Wohngebäude Am Hohen Ufer mit großer Terrasse © LHH, OE 61.22

Das neugestaltete Hohe Ufer: Blickrichtung Norden auf die Restaurants „Stadtmauer“ und „Anna-Leine“

Hannover liegt an der Leine – das wurde bisher jedoch nicht wirklich in Szene gesetzt. Mit den Planungen für die Umgestaltung des Hohen Ufer erfährt dieser öffentliche Raum erstmals die Aufmerksamkeit und Aufwertung, die ihn sicherlich zu einem neuen Treff- und Anlaufpunkt unmittelbar am Rande der Altstadt machen wird. Die nach Südwesten ausgerichtete Lage sorgt dafür, dass hier den Besucher*innen in den Sommermonaten ganztägig ein Platz an der Sonne sicher ist.

Für das Hohe Ufer wurde eine Umgestaltung gewählt, die auf dem historischen Bestand aufbaut und diesen weiterentwickelt. Mit dem fertiggestellten Umbau der neuen Volkshochschule und der ergänzenden Wohnbebauung an der Roßmühle und am Marstall West, sind drei wichtige städtebauliche Entwicklungen vollzogen worden, die neues urbanes Leben an die Altstadtkante ziehen. Parallel zu den vorgenannten Hochbaumaßnahmen wurde zwischen 2016 und 2018 die Umgestaltung der öffentlichen Räume in verschiedenen Bauabschnitten in Angriff genommen. Die ersten beiden Bauabschnitte wurden bis Ende 2018 fertiggestellt, der dritte folgt noch in 2019.

Auf der Basis der Wettbewerbsergebnisse "HannoverCity2020+" wurde mit dem 1. Preisträger, dem Planungsbüro Christoph Schonhoff (Hannover), die Freiraumgestaltung planerisch weiterentwickelt.

Ziel der Gesamtmaßnahmen war es unter anderem, diesen Bereich der Altstadt stärker zu beleben. In diesem Zusammenhang wurde sichergestellt, dass in allen drei vorgenannten neuen Bauprojekten die Erdgeschosszonen der Gebäude einer gastronomischen Nutzung zugeführt werden können. An der Roßmühle ist es sogar gelungen, diese Nutzung auch im Tiefgeschoss, sozusagen auf Höhe des Leinewasserspiegels, anzuordnen (zwei unterschiedliche Restaurantangebote „Stadtmauer-Cafe“ und Restaurant „6 Sinne Riverside“, die im Inneren der Gebäude barrierefrei miteinander verbunden sind). 

In der Volkshochschule hat das Restaurant „Anna Leine“ bereits Anfang 2018 eröffnet, während an der Roßmühle die Kunden seit Ende 2018 auf zwei Ebenen das neue Angebot genießen. Hier sind es insbesondere die ausladenden Außengastronomieflächen die zum Verweilen und genießen einladen.

Ein Platz an der Sonne kann aber auch auf zahlreichen neuen öffentlichen Bänken gefunden werden, die natürlich ebenfalls zur Leine ausgerichtet sind.

Erster und zweiter Bauabschnitt (Fertigstellung in 2017)

So entstand eine neue Stadtterrasse, die sich zum Flanieren und für gastronomische Angebote anbietet. Der nutzbare Straßenraum wurde auf ca. 18,20 m Breite erweitert (Fußgängerzone). Dadurch erhält auch der traditionelle samstägliche Flohmarkt zusätzliche Flächen zur besseren Entfaltungsmöglichkeit.

Zum Plankonzept: Die Stützmauern zur unteren Uferpromenade wurden in den ersten beiden Bauabschnitten um ca. 1,30 m erhöht. Eine neue, zweireihig geschnittene Baumallee bildet für den erweiterten öffentlichen Straßenraum nun ein angenehmes Blätterdach. Die großen Bestandsbäume wurden erhalten und lockern die geschnittene Allee auf. Das Motiv des Baumdachs wird auch im letzten Bauabschnitt bis zur Goethestraße fortgeführt (Fertigstellung bis Ende 2019). Der Straßenbelag des Hohen Ufers wurde auf der ganzen Länge mit geschliffenen, hellen Natursteinen neugestaltet, um die altstadttypische Gesamtwirkung zu verbessern und gleichzeitig einen barrierefreien und gut begehbaren Belag zu erreichen.

Die neuen Mauern und neuen Brüstungen sind aus Sandstein in Anlehnung an den Bestand ergänzt worden. Der untere Uferweg, der durch seine einzigartigen Belagsintarsien aus den 1950er Jahren geprägt ist, blieb erhalten.

Dritter Bauabschnitt (Fertigstellung bis Ende 2019)

Der Bereich zwischen Goethebrücke und Martin-Neuffer-Brücke wird zukünftig bestimmt durch eine breite Freitreppe. Von hier aus kann man den Blick über die Leine auf die Calenberger Neustadt schweifen lassen. Unterschiedliche Treppenformen und Podeste werden vielseitige Aufenthaltsräume anbieten können. Einzelne Bereiche sind über Rampen erschlossen und ermöglichen so auch mobilitätseingeschränkten Menschen in gewissem Umfang eine Nutzung der Anlage. Die Treppe bildet zusammen mit dem neuen öffentlichen Straßenraum (Fußgängerzone) auch das Vorfeld für den Anfang 2019 fertiggestellten Baukörper Am Hohen Ufer (Westrand des Marstallplatzes). Auch hier wird im Erdgeschoss ab Sommer 2019 eine öffentlichkeitswirksame Nutzung (Gastronomie) einziehen. Eigentümer dieses Gebäudes ist die städtische Wohnungsbaugesellschaft hanova.

Die beginnende Saison 2019 hat bereits gezeigt, dass dieser neue öffentliche Raum von den Hannoveraner*innen sehr gut angenommen wird. Zusammen mit der Neugestaltung des Marstallplatzes hat sich hier ein völlig neuer Anlaufpunkt am Rande der Altstadt entwickelt – ein neuer Lieblingsplatz.