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Hannover City 2020+

Stadtplatz an der Goseriede

Nach gut zweijähriger Bauzeit wurde der im Rahmen des städtischen Innenstadtkonzeptes Hannover City 2020+ erfolgte Umbau des Bereiches zwischen Klagesmarkt und Goseriede in 2013 abgeschlossen – und damit ist nun auch der neue Stadtplatz fertiggestellt.

Blick auf den Stadtplatz an der Goseriede © Wydmuch / LHH

Das ehemalige Grundstück der Nikolaikapelle wurde mit Basaltplatten markiert und kann heute betreten werden.

Der Umbau des Klagesmarkt-Kreisels und der Goseriede war mit dem Ziel verbunden, die Verkehrsführung im Bereich Goseriede, Celler Straße und Otto-Brenner-Straße zu optimieren und die Fläche zwischen Anzeiger-Hochhaus und Tiedthof aufzuwerten. Der neue Stadtplatz ist als Fußgängerzone ausgewiesen, der Klagesmarktboulevard an die City herangeführt worden. Es ist ein Platz für alle Hannoveranerinnen und Hannoveraner. Er bietet Raum für Feste und Veranstaltungen, begeistert mit Kultur und Geschichte und lädt als Park zum Flanieren, Verweilen und Erholen ein. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer, die aus der Nordstadt in Richtung City unterwegs sind, können das Flair eines Stadtplatzes und den Charme eines Stadtparks gleichermaßen genießen, da gleichzeitig mit dem Platzumbau auch eine Umgestaltung des direkt angrenzenden ehemaligen Nikolaifriedhofs erfolgte. Wichtige raumprägende Bauabstände wurden erhalten und in die Plankonzeption eingebunden.

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

Der neue Stadtplatz ist voller Optionen und Potenziale, er bietet vor dem Tiedthof vielseitig nutzbaren Raum für verschiedene Veranstaltungen. Die Flächen an der Ostseite des Platzes, die von gastronomischen Betrieben dominiert wird, zeichnen sich inzwischen durch ein umfangreiches Angebot an Außengastronomie aus, was zur Belebung des Platzes beiträgt. Auch der vorhandene Pizzaverkaufsstand hat in der Baumreihe vor den Geschäftshäusern einen neuen Standort erhalten. Die Verlegung des Gänselieselbrunnens vom Steintorplatz an den ursprünglichen Platz ist in Planung – Leerrohre liegen bereits. Neu gepflanzte Schnurbäume (Sophora) laden zum Verweilen ein. Zugleich wird an die Geschichte des Ortes erinnert. Das Lapidarum an der Nikolaikapelle greift auf historische Vorbilder zurück: Schon früher gab es eine offene Halle, in der die wichtigsten Grabsteine des alten Friedhofs ausgestellt wurden. Die bislang von Vegetation überwucherten Steine wurden neu geordnet. Das ehemalige Kirchengrundstück wurde mit Basaltplatten markiert und kann heute betreten werden.

Kosten geringer als kalkuliert

Die Gesamtkosten für den gesamten Bereich liegen bei rund 4,5 Millionen Euro: Dank guter Angebote im Rahmen der für dieses Bauprojekt erfolgten Ausschreibungen konnten die Kosten um rund 1,5 Millionen Euro gegenüber der kalkulierten Summe von rund 6 Millionen gesenkt werden. Darüber hinaus konnten in erheblichen Umfang Fördermittel vom Bund eingeworben werden, so dass die Belastungen für den städtischen Haushalt nochmals deutlich reduziert werden konnten.