Innenstadt

Oberbürgermeister und Baudezernent setzen Spatenstich für Umbau der Schmiedestraße

Mehr Raum für die Menschen, mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität, weniger Autoverkehr: Das sind Leitideen für Hannovers Innenstadt der Zukunft. Die Landeshauptstadt nimmt den Umbau im Bereich der Altstadt nun konkret in Angriff. Oberbürgermeister Belit Onay und Stadtbaurat Thomas Vielhaber haben am 22. August den symbolischen ersten Spatenstich für die Neugestaltung der Schmiedestraße im Bereich der Schuhstraße gesetzt.

Stadtbaurat Thomas Vielhaber und Oberbürgermeister Belit Onay auf der Schmiedestraße. 

Nachdem in den letzten Jahren der Platz Am Marstall und der Bereich Am Hohen Ufer umgestaltet wurden, soll nun auch die die Schmiedestraße im Bereich zwischen Am Marstall und Seilwinderstraße erneuert und aufgewertet werden. Die Bauarbeiten haben am 15. August begonnen und werden rund 14 Monate dauern.

Oberbürgermeister Belit Onay betonte: „Die Schmiedestraße ist einer von zahlreichen Bereichen innerhalb des Cityrings, die sich im Sinne einer lebenswerten, menschengerechten und zukunftsfähigen Innenstadt verändern sollen. Der bisherige Verlauf des Innenstadtdialogs hat uns darin bestärkt, auf Straßen und Plätzen eine neue Mischung von Einkaufsmöglichkeiten, kulturellen Angeboten und mehr Leben zu etablieren. Der Autoverkehr auf der Schmiedestraße soll künftig auf das notwendige Maß reduziert und Durchgangsverkehre mittelfristig unterbunden werden. Zukünftig gehört der Stadtraum direkt an der Marktkirche den Fahrradfahrenden und zu Fuß Gehenden.“

Mehr Grün, Licht und Sitzgelegenheiten

Die Fahrbahnbreite der Schmiedestraße soll reduziert und dafür die Gehwege verbreitert werden. Zudem ist vorgesehen, zusätzliche Bäume zu pflanzen, die Beleuchtung zu verbessern und Sitzgelegenheiten zu installieren. Die Straße wird künftig als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich ausgewiesen und kann mit Tempo 20 befahren werden.

„Die heutige Schmiedestraße weist – insbesondere im Abschnitt zwischen Am Marstall und Seilwinderstraße – erhebliche städtebauliche und funktionale Mängel auf. Sie trennt als Straße mit viel Durchgangsverkehr die City von der Altstadt. Mit dem Umbau wollen wir diese Verbindung stärken und die Aufenthaltsqualität steigern. Höhengleiche, altstadttypische Natursteinbeläge, schattenspendendes Stadtgrün, hochwertiges Mobiliar und Beleuchtung verwandeln den Verkehrs- in einen angenehmen Stadtraum. Auch die Bedingungen für Radfahrende werden durch eine neue Oberfläche und eine Verbreiterung der Straße verbessert“, so Stadtbaurat Thomas Vielhaber.

Fahrbahn wird auf 5,50 Meter verbreitert

Im Bereich zwischen der Straße Am Marstall und der Zufahrt zum Parkhaus Schmiedestraße ist ein Fahrbahnbelag aus aufgehelltem Asphalt vorgesehen, um die zukünftige Haupterschließung des Parkhauses Schmiedestraße aus Richtung Goethestraße/Marstall zu verdeutlichen. Der Abschnitt von der Zufahrt zum Parkhaus Schmiedestraße bis zur Seilwinderstraße weist in Zukunft eine Fahrbahnbreite von 5,50 Meter auf. Er ist mit einem Fahrbahnbelag aus gesägtem Naturstein versehen. Diese besondere Oberfläche gewährleistet eine bessere Befahrbarkeit für den Radverkehr. Die Gehwegbereiche erhalten analog zum Hohen Ufer und zum Marstall einen Belag aus Natursteinpflaster.

Damit mobilitätseingeschränkte Menschen die Flanierbereiche barrierefrei nutzen können, wird ein mindestens zwei Meter breites Laufband vor den Gebäuden entlang der Straße mit Abzweigungen zu den jeweiligen Eingängen der anliegenden Gebäude sowie zu den Parkplätzen aus Natursteinplatten verlegt. Zwischen den Laufbändern und den Fassaden befindet sich ein Traufstreifen aus Natursteinpflaster. Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro.

Die Umbauarbeiten in der Schmiedestraße werden voraussichtlich bis Oktober 2023 andauern.

Bauarbeiten bringen Einschränkungen mit sich

Insgesamt beträgt die Bauzeit rund 14 Monate. Auf den Weihnachtsmarkt wird bei der Bauabwicklung Rücksicht genommen. Es sind mehrere Bauabschnitte vorgesehen. Zunächst wird der Bereich zwischen der Zufahrt zum Parkhaus Altstadt/Schmiedestraße und Seilwinderstraße umgebaut. Der Verkehr wird unter Einbahnregelung ab der Zufahrt Parkhaus in Richtung Karmarschstraße geführt. Die Gegenrichtung ist ab Seilwinderstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt. Nach Fertigstellung dieses Abschnittes folgt der Umbau des Bereichs zwischen Am Marstall und Zufahrt zum Parkhaus. Dafür muss dieser Teilabschnitt für den Kfz-Verkehr gesperrt werden. Das Parkhaus ist über die Karmarschstraße erreichbar.

Fußgänger*innen und Radfahrende können die Schmiedestraße während der gesamten Umbauzeit nutzen. Auch Zufahrten in die Grundstücke sind möglich. Für unvermeidliche Verkehrsbehinderungen und sonstige Einschränkungen bittet das Tiefbauamt um Verständnis.