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Gewerbeflächenentwicklung

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Stadtbezirke

  • gesamtstädtisch

Handlungsfeld

  • Wirtschaft, Arbeit, Wissenschaft und Umwelt

Kurzbeschreibung: 

Derzeit ist die Immobilienwirtschaft in Deutschland und Hannover geprägt von einer großen Nachfrage nach Flächen für unterschiedlichste Nutzungen. Diese Nachfrage, ausgelöst von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung und ausreichend verfügbarem Investitionskapital sowie einem allgemeinen positiven Entwicklungstrend in Hannover wie in vielen Ballungsräumen, führt zu einer Verknappung der für alle Nutzungen zur Verfügung stehenden Flächen. In Hannover ist besonders hervorzuheben, dass die im Gewerbeflächenkonzept 2012 angegebenen Potentiale der Innenentwicklung aufgebraucht sind und vom Umfang her strukturelle Bedarfe nicht decken können.

Hieraus ergibt sich eine intensive Konkurrenz von Nutzungen für Wohnen, Gewerbe, Freizeit, Freiflächen, Landwirtschaft, Landschafts- und Naturschutz etc. Diese Konkurrenzen können nur schwer auf strategischer Ebene durch Abstimmung von unterschiedlichen Konzepten gelöst werden, sondern erfordern eine Entscheidung jeweils auf Einzelfallebene unter Berücksichtigung aller Aspekte der Daseinsvorsorge einer Kommune.

Grundsätzlich sollte allerdings berücksichtigt werden, dass die Leistungsfähigkeit der Landeshauptstadt Hannover wesentlich von den Gewerbesteuereinnahmen beeinflusst wird, die rund 2/3 der gesamten Steuereinnahmen betragen. Nur eine ausreichende Verfügbarkeit von gewerblich nutzbaren Flächen erlaubt eine ausreichende wirtschaftliche Tätigkeit von Unternehmen in Hannover und sichert damit langfristig die Leistungsfähigkeit der Stadt. Die Verwaltung hat hierbei in den letzten Jahren mit eigenen Flächen rund 2/3 des durch das Katasteramt Hannover erfassten Umsatzes an Gewerbeflächen gedeckt, so dass ein Ausfall der Stadt als Bereitsteller und Entwickler von Grundstücken erhebliche Auswirkungen auf das Flächenangebot und die Tätigkeit von Unternehmen hätte. Ein ausreichendes kommunales Flächenangebot für Unternehmen ist deshalb insgesamt von erheblicher Bedeutung.

Die neuen Leitlinien zur Gewerbeflächenentwicklung ersetzen die Leitlinien von 2012 und sollen einen Rahmen bilden, innerhalb dessen künftig Entscheidungen zur Flächenentwicklung getroffen werden können. Ergänzt wird das Konzept durch Einzelkonzepte für ausgesuchte Gewerbegebiete wie KlimaList, Lindener Hafen, Entenfang oder Chatham-Barracks.

Übergeordnete Ziele im Handlungsfeld:

MEIN HANNOVER 2030…

  • überzeugt als starker und gut angebundener Wirtschafts-, Wissenschafts-, Tourismus-, Messe- und Veranstaltungsstandort.
  • bietet adäquaten Raum für Unternehmen und punktet durch eine Willkommenskultur für „Unternehmen und Köpfe“.
  • wirtschaftet nachhaltig.

Ziele für 2019:

  • Ratsbeschluss zu den Leitlinien zur Gewerbeflächenentwicklung
  • Auskömmlicher Personaleinsatz und organisatorische Voraussetzungen

Zeitplanung:

  • 2. Quartal 2019 - Start des Ratsverfahrens für die Leitlinien zur Gewerbeflächenentwicklung
  • 2. Quartal 2019 – Start des Ratsverfahrens zum Entwicklungskonzept Lindener Hafen

Absehbare Kosten:

Die Beschlüsse zu Leitlinien und Konzepten lösen unmittelbar keine Kosten aus, im Rahmen der Konkretisierung zur späteren Umsetzung werden Kosten von Einzelmaßnahmen ermittelt.

Beteiligung von Ratsgremien und Beschlusslage:

  • Ratsauftrag zum verstärkten Erwerb und zur Entwicklung von Gewerbegrundstücken (mit dem Haushalt 2019/2020 beschlossen)
  • Information der Stadtbezirksräte und Beteiligung zu den Konzepten Lindener Hafen und Entenfangweg

Externe Partner*innen:

  • Grundstückseigentümer*innen
  • Unternehmen und Institutionen
  • Region als Untere Bodenschutzbehörde
  • Regionale Wirtschaftsförderung

Beteiligung der Öffentlichkeit:

  •  Konsultation von Unternehmen und Verbänden zur Erarbeitung der Leitlinien und Konzepte