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Mein Hannover 2030

Dialogphase: Jetzt aktiv werden!

Zurzeit sind im Stadtbild an Bushaltestellen und auf Bussen, im Fahrgastfernsehen und auf der Projektzeitung "Mein Hannover 2030" Porträts von fünf Personen zu sehen: Authentische Hannoveranerinnen und Hannoveraner, die sich bereiterklärt haben, als Botschafterinnen und Botschafter des Stadtdialogs aufzutreten und ihre eigene Idee für ihr Hannover 2030 zu formulieren.

City-Light-Poster zu Mein Hannover 2030 an einer Bushaltestelle © LHH (Neue Medien)

Rund 60 dieser sogenannten "City-Light-Poster" zum Stadtdialog sind über das gesamte Stadtgebiet zu entdecken

Das soll möglichst viele Menschen dazu animieren, an der Ende Februar gestarteten Dialogphase teilzunehmen, die zu allen Handlungsfeldern unterschiedliche Beteiligungsformen bietet.

"Unsere Angebote richten sich an unterschiedliche Zielgruppen; man kann komprimiert und konzentriert in wenigen Stunden zu einem Thema ins Gespräch kommen – oder auch einen Tag lang; für manches muss man sich anmelden, anderes ist offen für spontane Teilnahme. Manchmal ist es nötig, im geschlossenen Interessenkreis zu diskutieren, manchmal in einer Runde, die die Stadtgesellschaft repräsentativ abbildet. Und wer kein Veranstaltungsmensch ist oder einen Termin verpasst hat, kann im Internet online Ideen einbringen und diskutieren", umreißt Oberbürgermeister Stefan Schostok die Vielzahl der Möglichkeiten. "In jedem Fall lohnt es sich, etwas Zeit zu investieren. Denn in allen Formaten sind Kreativität gewünscht, Kompetenzen willkommen, neue Erkenntnisse nicht ausgeschlossen – und: Etwas Spaß dürfen sie auch machen."

Beispiele für die Beteiligung

  • Kamingespräche und Runden im vertraulich geschützten Raum
    Ein Gedankenaustausch mit Gesprächspartnerinnen und -partnern, die die bedeutsame Interessen vertreten, die ihre Sachkenntnis und ihre Anliegen vorbringen und gehört werden wollen. In vertrauensvolle Atmosphäre und im geschützten Umfeld, ohne großes Publikum. Eingeladen werden zum Bespiel Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Wirtschaft. Im Wissen um Vertrauen und Vertraulichkeit werden aber auch Menschen mit besonderen Voraussetzungen angesprochen, wie in der Themenreihe zur "Inklusion", in der Menschen mit Behinderungen ihre Vorstellungen zu "Mein Hannover 2030" artikulieren.
  • Zukunftswerkstatt
    Hier geht es fast wie in der Werkstatt eines Handwerkers zu. Nach einer Bestandsaufnahme werden Visionen und Ideen entwickelt und schließlich Pläne gezeichnet, Modelle gebaut und Werkstücke hergestellt. MitmacherInnen lassen ihrer Kreativität freien Lauf, nutzen ihre Fähigkeiten und Kenntnisse. Das Ergebnis sind ungewöhnliche Lösungen für aktuelle Fragestellungen.
    Die Zukunftswerkstatt eignet sich besonders gut für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Zum Beispiel auf dem Gelände der Waldstation zum Thema "Wie wollen wir wachsen?".
  • World-Café
    Im World-Café trifft man sich an kleinen Tischen und diskutiert über ein Thema, festgehalten auf der Tischdecke, die praktischerweise gleich zum Notizblatt wird. Alle Teilnehmenden bei diesen "Schreibgesprächen" kommen zu Wort, verschiedene Sichtweisen ergänzen sich zu einer konstruktiven Gesprächsrunde. Moderatorinnen und Moderatoren fassen die Runden zusammen zu einer Ideensammlung; je größer die Zahl der Teilnehmeenden (fünf bis 2.000), desto vielfältiger die Sammlung. Zum Beispiel wird die Orangerie in Herrenhausen zu so einem Café, wenn gefragt wird "Wie schaffen wir lebendige Kultur?" und "Wie schaffen wir gute Bildung?".
  • Dialogforum
    Expertinnen und Experten stellen Thesen und Meinungen vor, das Publikum diskutiert mit ihnen und untereinander. So in vier öffentlichen Foren im Alten Rathaus, bei denen es um die Zukunft des Wohnens, eine gute Versorgung, eine nachhaltige Mobilität sowie um ein schönes Hannover gehen wird.
  • Online-Dialog
    Im Internet ist die Diskussion zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Und man hat die Wahl: in allgemeinen, zeitlich unbegrenzten Dialogforen sich untereinander zu den Handlungsthemen auszutauschen oder eigene Themen einzubringen.  Oder in Fachdialogen zu bestimmten Zeiten gezielt über vorgegebene Themen diskutieren, zum Beispiel vom 27. Februar bis 30. März zur Frage "Wie kann es ein gutes, ökologisch und sozial gerechtes Zusammenleben Aller geben?".
  • Nur eine Auswahl
    Die Auswahl kann nicht vollständig sein bei mehr als 100 jetzt schon geplanten Veranstaltungen. So ist der Medienbus unterwegs, um Gestaltungsbedürfnisse Jugendlicher zu erfahren. Per Zufallsgenerator ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner diskutieren in Gruppen von 70 Personen über das Thema "Migration und Teilhabe". Es gibt eine eigene Reihe für Mädchen und junge Frauen. Die Universitäten begleiten "Mein Hannover 2030" mit Begleitforschungen, Masterarbeiten, einem eigenen Lehrplan und Veranstaltungen. Kreative Studierende tauschen sich beispielsweise in einem "HannoLab" über ein nachhaltiges, internationales Hannover aus. Nord-Ost und Süd-West-Stadtteilkonferenzen bringen Fragestellung zu Bildung und Kultur in die Stadteile. Quartiersbezogen geht es um alter(n)sgerechte Entwicklung, generationsübergreifendes und Familienleben. Das Bürgerbüro Stadtentwicklung (bbs) ist ein Partner, der Einwohnerinnen und Einwohner qualifiziert, sich engagiert einzubringen und "Stadtentwicklung von unten" begleitet.

"Jetzt aktiv werden!"

"Wir freuen uns, wenn möglichst viele Menschen unseren Einladungen folgen", unterstreicht Oberbürgermeister Schostok. "Wobei die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht der alleinige Gradmesser für Erfolg sein wird: Alle sind willkommen, die eine Portion Lust und Engagement mitbringen, sich zu beteiligen."

Schostok dankt Martina Attenberger (Grundschuldirektorin), May-Britt Claßen (Studentin), Gerd Heinemeyer (Rentner), Ezber Hissou (Sozialpädagoge) und Carsten Walter (Berufschullehrer) für ihre Bereitschaft, an der Aktion mitzuwirken. Alle fünf haben eines gemein: Sie mögen ihre Heimatstadt und interessieren sich für ihre Zukunft. Sie wurden bei den Auftaktveranstaltungen angesprochen und erklärten sich spontan bereit, als Botschafterinnen und Botschafter aufzutreten. Und der Oberbürgermeister wünscht sich, dass die Hannoveranerinnen und Hannoveraner dem Aufruf folgen: "Jetzt mitmachen!".