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Mein Hannover 2030

Umwelt

Hannover ist die grünste Großstadt Deutschlands.

Ein begrünter Innenhof in Linden © LHH

Ein begrünter Innenhof in Linden

Die Qualität der Umwelt in Hannover ist in den vergangenen 20 Jahren stetig gestiegen, was sich positiv auf die Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung auswirkt.

Der aktuelle Luftqualitätsplan soll die Luftgüte in Hannover nachhaltig verbessern. Die verkehrsbedingten Emissionen sollen weiter gesenkt werden. Stadt und Region haben sich mit dem "Masterplan – 100 % für den Klimaschutz" – gemeinsam das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 eine nahezu klimaneutrale Region zu schaffen. Ein Baustein zum Erreichen dieser Ziele ist, dass im Rahmen der Neu-, Um- und Erweiterungsbauten des städtischen Gebäudemanagements ökologische und energiewirtschaftliche Fragestellungen weit über gesetzliche Vorschriften hinaus umgesetzt werden. Dies geschieht durch die Erstellung von Bauten im Passivhausstandard, dem verstärkten Einsatz regenerativer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung, besonders in Form von Fernwärme. Seit mehr als zehn Jahren werden auch die NutzerInnen von mehr als 90 Schulen, 80 Kindertagesstätten und 60 weiteren Gebäuden nach einem bundesweit als Vorzeigeprojekt geltenden Konzept geschult und vermeiden so jährlich mehr als eine Million Euro Energiekosten und 3.700 Tonnen unnötige CO2-Emissionen.

Hannover ist die grünste der 50 größten Städte Deutschlands und seit 2011 "Bundeshauptstadt der Biodiversität". Rund 50 Prozent der gesamten Stadtfläche Hannovers sind Grün- und Freiflächen, mehr als 20 Prozent davon sind als Landschaftsschutzgebiete geschützt. Zahlreiche teils denkmalgeschützte Parks mit zusammen zirka 300 Hektar (ha) Fläche gehören dazu, ebenso 300 ha Sportflächen, 100 ha Spielplätze und 20 ha Stadtplätze sowie die rund 19.000 Kleingärten. Der Stadtwald Eilenriede, der Maschsee sowie die Flüsse Leine und Ihme sind weitere Elemente, die die Garten- und Naturqualität dieser Stadt ausmachen. Damit sind zugleich die Herausforderungen für die Zukunft umrissen. Sie reichen von der Bewahrung und Förderung der biologischen Vielfalt bis zur Gartendenkmalpflege, von Naturschutz bis zur Naherholung mit Spiel und Sport. Die Konkurrenz um Flächen - sei es für Wohnungsbau oder Gewerbefläche - erfordert Konzepte für gesicherte grüne Freiräume, zum Beispiel für Kleingärten. Es geht um Flächennutzung, ohne die Natur zu schädigen, andere Nutzungen zu verdrängen oder AnliegerInnen zu belästigen.

Auch die Finanzierung von Reinigung und Pflege der Grünflächen muss nachhaltig gesichert sein, um die Qualität von Umwelt und Natur auf Dauer zu erhalten. Historische Gärten und Parks brauchen hierfür umfassende, langfristig angelegte Konzepte. Die gleichberechtigte Nutzbarkeit für alle Menschen, egal welchen Alters und mit und ohne Handicaps (Inklusion), erfordert neue, oft konkrete bauliche, barrierefreie Lösungen. Mit der zunehmenden Internationalität Hannovers wachsen außerdem neue Wünsche für die Nutzung von Freiräumen. Hannover zeigt sich anpassungsfähig an verschiedenste Anforderungen (Resilienz): von veränderten kulturellen und sozialen Ansprüchen bis zu klimatischen Herausforderungen. Auch Bildung für nachhaltige Entwicklung greift diese Themen auf und fördert, dass Menschen ihr Leben an den Kriterien der Nachhaltigkeit ausrichten.