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Gesamtstädtische Agenda 2019/20

Projekt #16: "Entwicklung eines intelligenten Verkehrsmanagementsystems"

Für mehr Sicherheit, ein umweltfreundliches Stadtklima und einen optimierten Straßenverkehr steht das Konzept "Entwicklung und Aufbau eines Verkehrsmanagementsystems". Technische Innovationen sorgen dafür, dass der Verkehr besser fließt und sicherer wird – für Klima und Umwelt in unserer Stadt ein wichtiger Baustein. Das Konzept ist Teil unserer gesamtstädtischen Agenda 2019/2020, der To-Do-Liste für Hannover.

Logo, das die Silhouette einer Stadt zeigt. © LHH

Projekt #16 beschäftigt sich mit dem Verkehr in der Stadt.

Verkehrsmanagementsystem – was bedeutet das?

Mobilität in der Stadt verändert sich stetig. Es gibt immer mehr Verkehr, gleichermaßen steigt das Umweltbewusstsein. Wir, als Stadt, stellen uns dieser Herausforderung mit einem Konzept für ein Verkehrsmanagementsystem: technische Innovationen sollen Standard werden. Individuelle Bedürfnisse sollen durch abrufbare und flexible Mobilitätsangebote erfüllt werden. Ein Verkehrsmanagementsystem optimiert die Verkehrsabläufe, sichert die Erreichbarkeit aller Orte im Stadtgebiet, vermeidet Emissionen und reduziert Fahrzeiten. Es leistet einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und trägt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bei.

HannoVerKehr: Die Umsetzung in acht Modulen

Im Rahmen eines Förderantrags wurde das Konzept HannoVerKehr zur Einführung eines Verkehrsmanagementsystems entwickelt. Die Einführung erfolgt in mehreren aufeinander abgestimmten Modulen. Wichtig für ein funktionierendes Verkehrsmanagementsystem sind die zugrundeliegenden Daten zur bisherigen Situation auf Hannovers Straßen. Daher werden sie im ersten Modul HannoVerKehrsDaten auf ihre Qualität geprüft. Der Zugriff auf diese Daten erfolgt über einen Verkehrsrechner. Das Modul HannoVerKehrsRechner beinhaltet den Anschluss der Lichtsignalanlagen an diesen Verkehrsrechner. Es folgt das Modul HannoVerKehrsLage. Es beinhaltet die modellbasierte Berechnung der Verkehrslage in Hannover und muss fein differenziert sein. Die so erzeugte Verkehrslage wird mit dem Modul HannoVerKehrsPrognose um eine Kurzzeitprognose erweitert. Sie gibt 30 bis 60 Minuten vorher an, wie sich der Verkehr entwickeln wird. Das Modul arbeitet eng mit dem nächsten Modul, der HannoVerKehrsSteuerung, zusammen. Durch Steuerungsstrategien soll es die Verkehrsteilnehmenden optimal durch das Straßennetz führen, ohne dass diese sich dessen bewusst sind. Das Modul HannoVerKehrsInformation hingegen, beeinflusst die Autofahrenden aktiv in ihrem Verhalten, beispielsweise durch LED-Anzeigetafeln. Mit dem Modul HannoVerKehrsParken soll der Parkssuchverkehr vermieden und der zur Verfügung stehende Parkraum optimal genutzt werden. Ziel ist es, dazu verstärkt digitale Kanäle und Medien einzusetzen – wie etwa eine Smartphone-App, die die Autofahrenden auf freie Parkplätze hinweist und sie navigiert. Das letzte Modul, HannoVerKehrsAssistent, ist in die Zukunft gerichtet. Es beinhaltet die Entwicklung eines sogenannten Ampelphasenassistenten, der die Analyse und Vorhersage von Ampelschaltzeiten in Echtzeit an die Fahrzeuge im Straßenverkehr weitergibt.