Baumpatenschaften in Hannover - Hannover.de

Gemeinsam für starke Stadtbäume

Baumpatenschaften in Hannover

Seit 1981 können Hannoveraner*innen eine Patenschaft für einen Stadtbaum übernehmen und damit einen Beitrag zum Erhalt des städtischen Baumbestandes leisten. Im Mittelpunkt stehen der Schutz und die Pflege des Baumes. Eine zusätzliche Bepflanzung der Baumscheibe ist nur möglich, wenn die örtlichen Bedingungen es zulassen.

Jede*r Hannoveraner*in kann die Patenschaft für einen Baum übernehmen

Warum Stadtbäume Unterstützung brauchen

Stadtbäume prägen das Bild Hannovers. Sie filtern Feinstaub, spenden Schatten, kühlen an heißen Tagen und verbessern die Luftqualität.

Ihre Lebensbedingungen sind jedoch deutlich schwieriger als in der freien Landschaft. Belastungen entstehen unter anderem durch:

  • hohe Lufttrockenheit und Wassermangel
  • versiegelte und verdichtete Böden
  • Streusalz im Winter
  • parkende Autos oder Müll auf den Baumscheiben
  • Beschädigungen bei Bauarbeiten oder Verkehrsunfällen

Baumpat*innen können helfen, diese Belastungen zu mindern und die Stadtbäume langfristig zu erhalten.

Im Mittelpunkt steht der Schutz des Baumes

Eine Baumpatenschaft dient in erster Linie dazu, den jeweiligen Stadtbaum zu schützen und seine Entwicklung zu unterstützen. Gleichzeitig soll sie das Bewusstsein für die Bedeutung und die Bedürfnisse von Stadtbäumen stärken.

Baumpat*innen engagieren sich freiwillig für ihren Baum. Sie beobachten seinen Zustand, unterstützen ihn bei Trockenheit durch Bewässerung und melden Schäden oder andere Beeinträchtigungen an den Fachbereich Umwelt und Stadtgrün.

Wichtig: Eine Baumpatenschaft bedeutet nicht automatisch, dass die Fläche rund um den Baum bepflanzt oder gestaltet werden darf. Viele Baumscheiben sind bereits stark durchwurzelt. Eine zusätzliche Bepflanzung könnte die empfindlichen Wurzeln beschädigen und die Entwicklung des Baumes beeinträchtigen.

Der Schutz und das Wohlergehen des Baumes haben deshalb immer Vorrang. Eine Bepflanzung ist lediglich eine freiwillige Ergänzung, sofern der Standort dafür geeignet ist.

Was Baumpat*innen tun können

Wie viel Zeit oder Aufwand investiert wird, entscheiden die Pat*innen selbst. Zu den möglichen Aufgaben gehören:

  • die Baumscheibe sauber halten
  • bei großer Hitze insbesondere Jungbäume mit einigen Eimern Wasser versorgen
  • die Erde bei Bedarf vorsichtig bis maximal zehn Zentimeter tief lockern, ohne Wurzeln zu beschädigen
  • vorhandene Wildkräuter bei Bedarf mechanisch entfernen (chemische Unkrautvernichter sind nicht erlaubt)
  • unerlaubtes Parken, Müllablagerungen, Beschädigungen oder auffällige Veränderungen am Baum dem Fachbereich Umwelt und Stadtgrün melden
  • eine geeignete Baumscheibe gegebenenfalls bepflanzen oder einsäen

Zur Kennzeichnung erhalten Baumpat*innen von der Landeshauptstadt Hannover ein Patenband zur Befestigung am Baum.

Was bei der Pflege zu beachten ist

  • Aufschüttungen mit Erde oder anderem Material sind nicht erlaubt.
  • Zum Schutz der Baumrinde und der Verkehrssicherheit dürfen keine Gegenstände wie Insektenhotels oder Nistkästen an Straßenbäumen angebracht werden.
  • Der Stammfuß und der Wurzelanlauf müssen für die regelmäßigen Baumkontrollen jederzeit sichtbar bleiben.
  • Die Verkehrssicherheit sowie die Düngung und Schnittmaßnahmen bleiben in der Verantwortung der Landeshauptstadt Hannover.
  • Die Stadt kann erforderliche Pflegemaßnahmen durchführen, etwa aus Gründen der Verkehrssicherheit oder wenn eine Baumscheibe längere Zeit ungepflegt bleibt.

Baumscheiben bepflanzen: Nur wenn der Standort geeignet ist

Baumscheiben sind die offenen Bodenflächen rund um Straßenbäume. Sie sind häufig mit Rindenmulch, Gras oder Wildkräutern bedeckt.

Nicht jede Baumscheibe eignet sich für eine zusätzliche Bepflanzung. Gerade ältere Baumscheiben sind oft vollständig durchwurzelt. Arbeiten im Boden könnten die Wurzeln beschädigen und den Baum schwächen.

Besonders geeignet sind Baumscheiben von neu gepflanzten Straßenbäumen, sofern ausreichend Platz und geeigneter Boden vorhanden sind.

So funktioniert die Bepflanzung

  1. Den Boden vorsichtig bis etwa zehn Zentimeter tief lockern, ohne Wurzeln zu beschädigen.
  2. Ausschließlich außerhalb des Gießrings pflanzen.
  3. Geeignete Blumen, Stauden oder Saatmischungen auswählen.
  4. Die Pflanzen anschließend gut wässern.

Die Pflanzen dürfen nicht in Fuß- und Radwege, Parkflächen oder die Fahrbahn hineinragen. Stammfuß und Wurzelanlauf müssen frei und sichtbar bleiben.

Welche Pflanzen sind geeignet

Je nach Standort kommen beispielsweise folgende Pflanzen infrage:

  • Blumen und Stauden: Frauenmantel, Storchschnabel, Katzenminze, Purpurglöckchen oder Duft-Veilchen
  • Frühjahrsblüher: Schneeglöckchen, Winterlinge, Krokusse oder Blausternchen
  • Für schattige Standorte: Christrosen, Glockenblumen, Seggen oder Wald-Ziest
  • Für besonders trockene, schattige Standorte: Waldmeister, Haselwurz oder Gundermann

Auch Sommerblumen und geeignete Wildblumenmischungen können verwendet werden.

Welche Pflanzen sind nicht erlaubt?

Gehölze und Sträucher dürfen auf städtischen Baumscheiben nicht gepflanzt werden. Sie können die Kontrolle des Baumes erschweren und die Verkehrssicherheit beeinträchtigen.

Nicht zulässig sind beispielsweise Forsythien, Sommerflieder, Liguster, Rosensträucher, Kirschlorbeer und Buchsbaum.

Auch mehrjährige Rank- und Kletterpflanzen sowie stark wachsende Bodendecker sind nicht erlaubt.

Entscheidend ist immer, dass die Bepflanzung weder den Baum noch seinen Wurzelraum beeinträchtigt.

So wird man Baumpat*in

Eine Baumpatenschaft kann ganz einfach online beantragt werden:

  1. Auf www.hannover-gis.de
    den gewünschten Stadtbereich aufrufen oder die eigene Adresse eingeben.
  2. Den gewünschten Baum (Punkt auf der Karte) anklicken.
  3. Auf „Baumpatenschaft beantragen“ klicken und das Formular vollständig ausfüllen.

Ist der Baum bereits vergeben, wird die Option zur Beantragung nicht angezeigt.

Kontakt für Rückfragen

Bei Fragen oder technischen Problemen hilft der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün:
📞 0511 168-31959
📧 Gartenkultur@hannover-stadt.de

Dauer der Patenschaft

Eine Baumpatenschaft ist unbefristet und kann jederzeit auf Wunsch oder im gegenseitigen Einvernehmen beendet werden.

Bitte informieren Sie die Stadt, wenn Sie umziehen oder die Patenschaft aus anderen Gründen aufgeben möchten. Bei Beendigung ist die Baumscheibe vollständig zu räumen.

Der Baum und die zugehörige Baumscheibe bleiben unabhängig von einer Patenschaft im Eigentum der Landeshauptstadt Hannover.

Weitere Informationen

Ergänzend zur Baumpatenschaft informiert das Projekt „Volle Kanne“ von ökostadt e. V. über Möglichkeiten, Stadtbäume insbesondere in Trockenperioden zu unterstützen. Weitere Informationen zum städtischen Baumbestand gibt es auch unter www.hannover.de/Stadtbäume.

Weitere Initiative: „Volle Kanne“

Ergänzend zur Baumpatenschaft informiert auch das Projekt „Volle Kanne“ von ökostadt e. V. über Möglichkeiten, Stadtbäume insbesondere in Trockenperioden zu unterstützen.

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