PROVote-Partnertreffen
Stärkung der lokalen Demokratie durch Bürger*innenbeteiligung
Die EU-Stabsstelle veranstaltete ein Treffen mit Projektpartnern und interessierten Gästen aus der Region.
⬇ English version below ⬇
Wie können Kommunen und Regionen die Wahlbeteiligung erhöhen und demokratische Teilhabe inklusiver gestalten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des ProVote-Partnertreffens, das von der Region Hannover ausgerichtet wurde. Vertreterinnen und Vertreter lokaler und regionaler Verwaltungen, europäische Projektpartner, zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie Demokratieexpertinnen und -experten aus ganz Europa kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Die Veranstaltung wurde mit Grußworten von Cordula Drautz, Vizepräsidentin der Region Hannover, und Nicolas Reynès von Partenalia eröffnet.
„Eine starke lokale Demokratie hängt von der aktiven Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger ab“, sagte Cordula Drautz. „Durch den europaweiten Erfahrungsaustausch können wir inklusivere und effektivere Ansätze entwickeln, die die Menschen dazu ermutigen, sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen.“
In drei Grundsatzreden wurden zentrale Herausforderungen für moderne Demokratien thematisiert:
• Ernesto Nebot Pomar, EU-Botschafter der Region Hannover (in Vertretung von Cordula Drautz), verwies auf den Erfolg der Region bei der Steigerung der Wahlbeteiligung bei den Europawahlen. Gleichzeitig liegt das Hauptproblem seiner Ansicht nach darin, wie die Politik ihre Arbeit der Öffentlichkeit vermittelt. Extremistische Parteien sind erfolgreicher als etablierte Parteien darin, bestimmte Zielgruppen über soziale Medien zu erreichen.
• Pauline Hofmann, Expertin bei „inklusiv“, die die zweite Grundsatzrede hielt, hob in leicht verständlicher Sprache die Bedeutung einer barrierefreien Teilhabe an Wahlen und demokratischen Prozessen hervor.
• Türkân Deniz-Roggenbuck, Vorstandsmitglied von amfn e. V., beschrieb in ihrer Grundsatzrede, wie man Migrantengemeinschaften ansprechen kann, um Vertrauen in demokratische Prozesse zu schaffen – unter Einsatz praktischer Instrumente, um die digitale Bedrohung zu minimieren und zu verhindern, dass extreme politische Positionen diese Lücken füllen.
Die interaktive Workshop-Runde ermöglichte den Teilnehmenden, Erfahrungen auszutauschen und praktische Empfehlungen zu den drei Kernthemen zu erarbeiten: Jugendbeteiligung, barrierefreies Wählen und Stärkung des Engagements in Migrantengemeinschaften. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen erfolgreiche lokale Beteiligungsformate, die dazu beitragen können, demokratische Prozesse inklusiver und zugänglicher zu gestalten.
Am Nachmittag stellten Partner der Provinzräte von Barcelona und Castellón Beispiele für bewährte Praktiken aus ihren Regionen vor.
Abschließend bekräftigte Nicolas Reynès das gemeinsame Engagement aller Partner für die Stärkung der lokalen Demokratie durch eine stärkere Bürger*innenbeteiligung. Die Projektpartner setzten ihren Austausch während einer Führung durch Hannover und eines abendlichen Networking-Dinners fort, wodurch die internationale Zusammenarbeit und der Austausch innovativer Ideen weiter gestärkt wurden.
Über das Projekt PROVote
PROVote ist ein europäisches Kooperationsprojekt zur Stärkung der demokratischen Teilhabe und der Wahlbeteiligung auf lokaler und regionaler Ebene. Durch den Austausch bewährter Verfahren, gegenseitiges Lernen und die Entwicklung innovativer Beteiligungsformate unterstützt das Projekt Kommunen und Regionen dabei, Demokratie inklusiver, zugänglicher und bürgernäher zu gestalten.
EU-Förderung
Das Projekt ProVote wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Citizens, Equality, Rights and Values (CERV) kofinanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen spiegeln ausschließlich die Auffassungen der Autorinnen und Autoren wider und entsprechen nicht zwangsläufig denen der Europäischen Union oder der European Education and Culture Executive Agency (EACEA). Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für deren Inhalt verantwortlich gemacht werden.
English version:
How can local and regional authorities increase voter turnout and make democratic participation more inclusive? These questions were at the heart of the ProVote partner meeting hosted by the Hanover Region, bringing together representatives of local and regional governments, European project partners, civil society organisations and democracy experts from across Europe.
The event opened with welcome remarks by Cordula Drautz, Vice President of the Region of Hanover, and Nicolas Reynès from Partenalia.
“Strong local democracy depends on the active participation of all citizens,” said Cordula Drautz. “By sharing experiences across Europe, we can develop more inclusive and effective approaches that encourage people to take part in democratic processes.”
Three keynote speeches addressed key challenges for modern democracies:
· Ernesto Nebot Pomar, the EU-Ambassador for the Hanover region, (acting on behalf of Cordula Drautz), pointed to the region's success in increasing voter turnout for European elections. At the same time, in his view, the main problem lies in the way politics communicates its work to the public. Extremist parties are more successful than established parties at reaching specific target audiences via social media.
· Pauline Hofmann, an expert of „inklusiv“, who delivered the second keynote speech, highlighted the importance of accessible participation in elections and democratic processes, using easy language.
· Türkân Deniz-Roggenbuck, Board Member of amfn e.V. described in her keynote speech, how to address migrant communities to engender trust in democratice processes using practical tools in order to minimize the digital threat avoiding extreme political positions from filling the gaps.
The interactive workshop session enabled participants to exchange experiences and develop practical recommendations on the three core topics: youth participation, barrier-free voting, and strengthening engagement with migrant communities. The discussions focused on successful local participation formats that can help make democratic processes more inclusive and accessible.
In the afternoon, partners from the Provincial Councils of Barcelona and Castellón presented examples of good practices from their regions.
The conference concluded with closing remarks by Nicolas Reynès reaffirming the shared commitment of all partners to strengthening local democracy through greater citizen participation. The project partners continued their exchange during a guided tour of Hanover and an evening networking dinner, further reinforcing international cooperation and the exchange of innovative ideas.
About the PROVote project
PROVote is a European cooperation project dedicated to strengthening democratic participation and voter turnout at local and regional level. Through the exchange of good practices, peer learning and the development of innovative participation formats, the project supports local and regional authorities in making democracy more inclusive, accessible and citizen-centred.
EU Funding
The ProVote project is co-funded by the European Union under the Citizens, Equality, Rights and Values (CERV) Programme. Views and opinions expressed are, however, those of the authors only and do not necessarily reflect those of the European Union or the European Education and Culture Executive Agency (EACEA). Neither the European Union nor the granting authority can be held responsible for them.
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