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Seniorenbeirat

4. Delegierten-Vollversammlung diskutiert über Armut in Alter

Am 4. April 2017 hatte der Seniorenbeirat zu einem Vortragsprogramm über Armut im Alter eingeladen, das die entsprechende Arbeitsgruppe des SBR unter Federführung der Beiräte J.-P. Kruse und D. Sprenz durch den Blickwinkel besonderer Fachleute aufbereitet hatte und zur Diskussion stellte.

Herr Adolf Bauer am Rednerpult © SBR (Foto: Hajo Schumacher)

Adolf Bauer, Vorsitzender des Sozialverbands Deutschland, spricht über Altersarmut.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirats Hannover, Monika Stadtmüller, und Herr Dr. Spielmann, Geschäftsführer der Diakovere und Gastgeber der Vollversammlung, begrüßten die Delegierten und Gäste.

Herr Adolf Bauer, Vorsitzender des Sozialverbandes Deutschland

In seinem Vortrag nannte Herr Bauer Zahlen, die belegen, wie weit die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergeht. 47 % aller Alleinerziehenden, 20 % der Kinder unter 18 Jahren und ca. 3 % der heutigen Rentner seien armutsgefährdet. Es ist aber zu befürchten, dass durch prekäre Arbeitsverhältnisse, Niedriglöhne und lange Arbeitslosigkeit die Altersarmut auf 30 % steigen könnte. Der Sozialverband fordert deshalb das Rentenniveau auf 53 % festzulegen, die Lebensstandardsicherung muss Vorrang haben vor Beitragsstabilität.

Frau Dr. Silke Mardorf, Leiterin der Koordinationsstelle Sozialplanung

Frau Dr. Mardorf stellte die Handlungsansätze der Landeshauptstadt Hannover zur Armutsbekämpfung vor. Sie erklärte, wie Armut definiert wird, sprach über die Armutsentwicklung innerhalb der Stadt und wies auf umfangreiche Angebote der Landeshauptstadt hin, die trotz Armut eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.

Frau Dr. Ursula Lange von der Caritas Straßen-Ambulanz Hannover

Was als Hilfe für Obdachlose begann, wird heute auch von vielen Menschen genutzt, die sich zum Beispiel Zuzahlungen im Krankenhaus nicht leisten können. Die Zahl von betroffenen Frauen und Menschen über 60 nimmt zu. Es ist erwiesen, dass arme Menschen eher physisch und psychisch krank werden. Zuzahlungen für Medikamente und Therapien außerhalb der Rezeptpflicht können sich Arme nicht leisten.

Friedhelm Hagen vom Fachbereich Soziales der Stadt Hannover

Herr Hagen berichtet über das neue Wohngeld und weist auf den Unterschied zur Grundsicherung hin. Geringverdiener (Rentner/innen) haben ein Anrecht auf diese Leistung. Die Freibeträge (Sparbücher, Versicherungen) beim Wohngeld sind deutlich höher als bei Sozialhilfe, Hartz IV oder Grundsicherung. Die Stadt Hannover betrachtet das Wohngeld als ein wirksames Mittel zur Armutsbekämpfung.

Logo des Seniorenbeirates Hannover © LHH