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Delegationsreise Lu‘an 2017

Ankunft in Luan und Besiegelung der Freundschaft

Dienstag, 31. Oktober – dritter Eintrag im Tagebuch der Delegationsreise nach Lu‘an.

Neun Stunden Flugzeit und nochmal sieben Stunden Zeitunterschied später landet gegen 6:45 Uhr chinesischer Zeit die Maschine in Peking, dem zweitgrößten Flughafen der Welt. Die Sonne geht gerade auf, es ist diesig, aber mild – kein Vergleich zum stürmischen Herbst in Hannover.

Menschen steigen über eine Außentreppe in ein Flugzeug. © Region Hannover

In Peking angekommen: Auf dem zweitgrößten Flughafen der Welt steigt die Delegation in den Flieger nach Nanjing.

Von Peking geht zwei Stunden später die Maschine nach Nanjing – nochmal mit rund 60 Minuten Verspätung landet die Gruppe gegen Mittag am Zielflughafen. Hier erwarten uns die Gastgeber mit einem herzlichen "Willkommen" und einem typisch chinesischen Mittagessen. Eine gute Gelegenheit, schon mal das Essen mit Stäbchen zu üben – zum Glück liegt aber auch das gewohnte Besteck auf den Tischen.

Die letzte Etappe auf dieser langen Reise liegt nach weiteren drei Stunden mit dem Bus nach Luan dann auch endlich hinter uns. Der Busfahrer hat ordentlich auf die Tube und alle paar Meter auch ordentlich auf die Hupe gedrückt, damit die Gäste aus Deutschland rechtzeitig zum Nachmittagsprogramm im Hotel ankommen.

Se Schirmer-Wang und Stefanie Heldermann nehmen uns gemeinsam mit Tang Yunzhou, Leiter des städtischen Büros für auswärtige Angelegenheiten, vor dem Hotel in Empfang. Sie sind gemeinsam mit den Ärzten vom Klinikum Region Hannover bereits zwei Tage vorab in Luan eingetroffen und freuen sich, dass der Rest der Gruppe nun auch endlich am Ziel ist.

Die sechs Delegationsmitglieder des KRH – Thomas Moesta, Franziska Mecke-Bilz, Andreas Franke, Hans Figuth und Ahmed Mad Isch – haben das Luan People‘s Hospital und das Krankenhaus für Traditionelle Chinesische Medizin besucht, um mit den dort praktizierenden Fachärzten in einen kollegialen Austausch zu treten. Das Ziel – in Medizin, Wissenschaft, Technologie, Ausbildung und Personalentwicklung zu kooperieren – bildet an diesem Nachmittag den Anlass für eine ganz besondere Zeremonie.

Ein Mann und eine Frau sitzen an einem Tisch und unterschreiben ein Dokument. © Region Hannover

Besiegeln die freundschaftliche Partnerschaft zwischen KRH und Lu‘an People‘s Hospital: (v. l.) Thomas Moesta, Ärztlicher Direktor des KRH – Klinikum Siloah, und Franziska Mecke-Bilz, Geschäftsführende Direktorin des KRH-Klinikum Siloah.

In einem für deutsche Dimensionen riesigen Festsaal – eigens für diesen Moment mit einem XXL-Banner und bunten Blumen geschmückt, verlesen und unterzeichnen Franziska Mecke-Bilz, Thomas Moesta und Wu Zongsheng die "Vereinbarung über die Begründung freundschaftlicher Beziehungen zwischen dem Klinikum Region Hannover, Niedersachsen, Bundesrepublik Deutschland und dem Luan People‘s Hospital, Provinz Anhui, Volksrepublik China". Erster Schritt dieser freundschaftlichen Partnerschaft soll ein Hospitationsprogramm zum Fachkräfteaustausch sein, das im kommenden Jahr starten kann.

Gruppenfoto bei festlichem Anlass. © Region Hannover

Unterzeichnungszeremonie

Zweiter offizieller Akt ist die Vorstellung der Delegationsmitglieder auf beiden Seiten. Das erfolgt wie es sich in China gehört, nach genau festgelegten hierarchischen Strukturen und bei einer Tasse grünem Tee. Sun Yunfei, Sekretär der Regierung der Provinz Anhui, heißt jeden Einzelnen willkommen. Dazu gehört hier auch das feierliche Überreichen der Visitenkarte.

Zwei Männer tauschen Geschenke aus. © Region Hannover

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: Hauke Jagau überreicht Sun Yunfei eine Skulptur mit dem Titel „Die Hand reichen“ – Symbol für den partnerschaftlichen Austausch zwischen Region Hannover und Lu‘an.

Regionspräsident Jagau und Staatssekretär Sun versichern einander, wie viel ihnen an der freundschaftlichen Partnerschaft gelegen ist, wie wichtig der Austausch zwischen Deutschland und China nicht nur auf internationaler, sondern auch auf regionaler Ebene ist, und sind sich einig, dass sie die Beziehungen zwischen Luan und Hannover fortsetzen und vertiefen wollen.

Menschen sitzen an einer langen, festlich gedeckten Tafel. © Region Hannover

Großes Bankett am Abend: Die Tafel ist lang, das Essen traditionell chinesisch und sehr lecker – mehr als zehn verschiedene Gänge stehen auf der Menükarte.

Dazu dient in China vor allem die Annäherung beim gemeinsamen Essen und Trinken. Alle versammeln sich an einer langen Tafel und stoßen bei einem traditionellen chinesischen Bankett mit vielen exotischen Gängen miteinander auf die Freundschaft an. "Prost!", das heißt "Gan bei!"