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Delegationsreise Lu‘an 2017

Turbulente Rückreise

Montag, 6. November – neunter und letzter Eintrag im Tagebuch der Delegationsreise nach Lu‘an.

Der Wecker klingelt früh, denn der Bus startet bereits um 7 Uhr in Richtung Nanjing und muss drei Stunden fahren, bis der Flughafen erreicht ist. Nachdem die Hinreise mit solchen Verzögerungen verbunden war, sind die Delegationsmitglieder zuversichtlich, dass es mit der Rückreise reibungslos läuft. Doch auch die gestaltet sich spannend.

Erste Verzögerung

Der Busfahrer fährt rechts ran, weil etwas mit dem Reifendruck nicht stimmt – zu wenig Luft, aber keine Möglichkeit, das Problem kurzfristig zu beheben. Das bringt ihn offensichtlich derart aus dem Konzept, dass er unversehens wendet und in die falsche Richtung fährt: Erst 20 Kilometer nach Westen, dann zehn Kilometer nach Norden. Für Ortsunkundige: Nanjing liegt im Osten von Lu’an.

Dank Navi-Funktion auf dem Handy und vielen gut gemeinten Zurufen von den Mitfahrenden findet der Busfahrer dann doch irgendwann die Auffahrt in Richtung Flughafen. Aber der Umweg kostet uns fast eine Stunde der ohnehin knapp bemessenen Zeit bis zum Abflug.

Zweite Verzögerung

Hinter der Mautstation winkt uns die Verkehrspolizei raus – allgemeine Fahrzeugkontrolle. Haben die den fehlenden Reifendruck bemerkt? Hoffentlich nicht. Trotzdem dauert es gefühlt eine halbe Ewigkeit, bis der Busfahrer wieder einsteigt. Warum wir nun weiterfahren dürfen, bleibt ein Rätsel. Vielleicht hat ein Anruf bei der Verwaltung geholfen? Wir wissen es nicht, sind aber erleichtert, als wir knapp in der Zeit den Flughafen erreichen.

Die turbulente Fahrt zum Flughafen schließt den Kreis zur Anreise – und bestätigt die Wahrnehmung von Hauke Jagau: "China ist ein Land unterschiedlicher Geschwindigkeiten – es gibt die Geschwindigkeit der Autos, die der Mopeds, der Fahrräder und auch der Fußgänger. Manches entwickelt sich erstaunlich schnell, für anderes braucht es einfach Zeit." Die kurze Zeit bis zum Abflug nutzt die Gruppe für letzte Einkäufe im Souvenirladen: Süßigkeiten und Nüsse, Spielzeug und Kuscheltiere für die Daheimgebliebenen. Dann hebt der Flieger in Richtung Frankfurt ab. Zehn Stunden Flug minus sieben Stunden Zeitverschiebung landet die Gruppe am Abend in Frankfurt. Mit dem Anschluss nach Hannover klappt es diesmal wie am Schnürchen. Sogar für eine typisch deutsche Bockwurst mit Senf bleibt noch Zeit. Gegen 22 Uhr sind die Delegationsmitglieder dann wieder in Hannover. Hier geht die Reise zu Ende – aber nicht ohne ein chinesisches Sprichwort:

"Lù yáo zhī mǎ lì, rì jǐu jiàn rén xīn.

Ist der Weg weit, erkennt man die Stärke eines Pferdes, ist der Tag lang, sieht man das Herz eines Menschen."