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Zahlreiche Personen in einer Vorhalle im Gespräch © LHH (51F)

Auftakt zum 6. Forum Familie: Anmeldung am Tagungsort Börse

Rückblick

6. Forum Familie: Über Geld reden wir doch!

Am 26. Februar 2019 befasste sich das 6. Forum Familie mit einem Thema, das fast alle Familien umtreibt. Oft kommt es nicht rechtzeitig oder sehr gefühlsgeladen auf den Tisch: das liebe Geld. Daher sagten wir: „Über Geld reden wir doch!“

Frau Rita Maria Rzyski, Dezernentin für Bildung, Jugend, Familie, Personal und Feuerwehr am Redepult; dahinter eine Power Point Folie mit der Aufschrift "Über Geld reden wir doch". © LHH (51F)

Frau Rita Maria Rzyski, Dezernentin für Bildung, Jugend, Familie, Personal und Feuerwehr begrüßt die Teilnehmenden

Nach der offiziellen Begrüßung durch die Dezernentin für Personal, Bildung, Jugend und Familie, Frau Rita Maria Rzyski, startete das Programm mit einem szenischen Einstieg einer Studierenden Gruppe „Darstellendes Spiel“ der Leibniz Universität Hannover zu alltäglichen Glaubenssätzen über Geld wie „Wenn du deine Füße unter meinen Tisch stellst…“, „Über Geld spricht man nicht“ oder „Geld wächst nicht auf Bäumen“.

Vorträge

Nach diesem Einstieg veranschaulichte die Familiensoziologin Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe von der Justus-Liebig-Universität Gießen die familien-, zeit- und geschlechterpolitischen Rahmenbedingungen und welche monetären Konsequenzen Familien daraus für individuelle Vorsorge-, Konsum- und Bildungsentscheidungen ziehen.

Sie verdeutlichte, wie Rollenmuster von Jugendlichen, jungen Müttern und Vätern beeinflussen. Sie gab den eindringlichen Rat an kommunale Akteure, differenzierte Konzepte für Familie zu entwickeln und einen stärkeren Fokus auf die Vernetzung untereinander zu legen.

Im Anschluss daran führten Dr. Silke Mardorf und Elke Sauermann von der Sozialplanung der Landeshauptstadt Hannover mit einem Quiz durch die Zahlen, Daten und Fakten für Hannover aus dem aktuellen Sozialbericht. Prof. Dr. Holger Ziegler (Erziehungswissenschaftler der Universität Bielefeld) erläuterte, wie Kinder die ökonomische Situation der Familie wahrnehmen und wie sie das Thema Familieneinkommen beschäftigt und beeinflusst. In welchem Ausmaß sich Kinder positive Fähigkeiten zuschreiben, hängt in erster Linie mit der sozioökonomischen Lage der Familie zusammen.

Workshops

Die fünf Workshops orientierten sich an unterschiedlichen Stationen innerhalb der Lebensbiografie und waren folgendermaßen aufgeteilt:

Workshop 1:

Andrea Hollemann (Jugendberatung Hinterhaus) und Kirstin Wulf (Bricklebrit, Berlin): Warum es so wichtig ist, über Geld zu sprechen. Notwendiges Übel oder spannendes Lerninstrument? – Kindersicht
Kinder sind am Thema interessiert, werden aber davon ferngehalten. Stattdessen erleben sie, wie die Erwachsenen dieses Thema immer wieder mit Emotionen verknüpfen. Einen souveränen Umgang erleben sie so nicht.

Workshop 2:

Studierende „Darstellendes Spiel“ der Leibniz Universität Hannover: Was Geld mich das an? – Planspiel für Jugendliche
Entwicklung und Testlauf eines Planspiels, in dem die Spielenden erfahren können, wie Familien mit unterschiedlichen Lebensvoraussetzungen mit ihrem Geld wirtschaften und wichtige Entscheidungen treffen müssen. Während dieses Spiels können deren Alltagserfahrungen und die Wege des Geldes exemplarisch erforscht werden. Eine Handreichung für Schulen und pädagogische Einrichtungen ist geplant.

Workshop 3:

Eva Kristin Hellmann (Dipl. Sozialwissenschaftlerin der Leibniz Universität Hannover): Zeit ist Geld – Vom Umgang mit Geld in individuellen Lebensverläufen – Weichenstellung im Leben
Was bin ich (mir) wert? Welche Weichenstellung hat welche finanzielle Auswirkung? Der eigene Umgang mit Geld und materieller Absicherung, in der Gestaltung des eigenen Lebens und bei Familiengründung ist häufig stark biografisch, altersbezogen, aber auch geschlechtsspezifisch geprägt.

Workshop 4:

Friedhelm Hagen (Fachbereich Soziales der Landeshauptstadt Hannover) und Petra Keck (Gleichstellungsbeauftrage der Sparkasse Hannover): Auskommen mit dem Einkommen!
Die Komplexität der Sozialleistungen untereinander ist für hilfesuchende Bürger*innen und Mitarbeiter*innen auch in Bezug auf Zuständigkeiten kaum durchschaubar. Vielfach sind die „Nebenwirkungen“ kaum bekannt. Wie kann mit einer solchen Situation mit dem Anspruch professioneller Beratung umgegangen werden? Wie stellt sich für Familien mit durchschnittlichem Einkommen das Auskommen dar?

Workshop 5:

Hilmar Voigt (Rechtsanwalt Lima10, Mediator Hannoversche Familienpraxis) und Susanne Konietzny (Gemeinwesenarbeit Sahlkamp, Landeshauptstadt Hannover): Mehr Wert Zusammenarbeit: Über Geld spricht man nicht – oder leider nur in den eigenen vier Wänden!
Wie können wir Ressourcen und Synergien verschiedener Organisationen nutzen um kooperativ Dilemma- und Konfliktsituationen innerhalb von Familien zu lösen. Und welches Potential an Wissen können wir durch professionsübergreifende Zusammenarbeit gewinnen und zugänglich machen. Zwei Beispiele aus den Bereichen Soziales und Recht zeigten Hürden und Chancen und eröffneten den Diskurs zu mehr Zusammenarbeit am Thema Geld für Familien.

Ausblick und Erkenntnisse

Die Erkenntnisse des Fachtages werden in einer Dokumentation zusammengestellt und hier veröffentlicht. Die Teilnehmenden erhalten sie nach Fertigstellung.