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FerienCard

Ferienangebote für Jugendliche

Ferienangebote für Jugendliche

Das Amt für Jugend der Landeshauptstadt Hannover hat sich schon im Jahr 2001 entschieden, Gender Mainstreaming bei seinem FerienCard-Programm anzuwenden. An diesem Sommerferienprogramm können Jungen und Mädchen seit 1973 teilnehmen. Die Angebote werden jährlich in einem Programmheft veröffentlicht. Rund 200 VeranstalterInnen sind daran beteiligt.

Nach der 3-R-Methode prüfte eine Arbeitsgruppe, wie viele Mädchen und Jungen sowie Betreuerinnen und Betreuer von einem Angebot betroffen waren bzw. daran mitwirkten. Die AG prüfte auch, wie Geld, Raum und Zeit bei der FerienCard im Jahr 2001 zwischen den Geschlechtern aufgeteilt wurden.

Das Ergebnis: Es hatten insgesamt mehr Jungen an den Angeboten teilgenommen und für sie wurden mehr Mittel bereitgestellt als für die Mädchen. Viele Angebote waren im Programmheft  2001 so formuliert, dass sie eher Jungen ansprachen.

Für das Programmheft 2002 wurden bereits einige Texte im Sinne von Gender Mainstreaming umformuliert. Ein Beispiel:

Vorher (2001) :

  • „Drachenboot Total cool - Das ist bestimmt eine Tour mit dem Drachenboot! Der Drachenbootverein Hannover lädt zu einer Fahrt auf dem Maschsee ein. 22 Paddler, ein Steuermann und ein Trommler bilden eine vollständige Mannschaft. Der Trommler gibt den Takt an, um dem 13 m langen Drachen die Richtung zu weisen!“

An diesem Angebot nahmen 11 Mädchen und 26 Jungen teil.

Nachher (2002):

  • „Drachenbootfahrt - Hey girls and boys! Möchtet ihr einen Mannschaftssport mit ungewöhnlichen Klängen ausprobieren? Dann seid ihr hier richtig! Der Drachenbootverein Hannover lädt zu einer Fahrt auf dem Maschsee ein. 22 PaddlerInnen, ein Steuermann und eine Trommlerin bilden eine vollständige Mannschaft. Die Trommlerin gibt den Takt an, um dem 13 Meter langen Drachen die Richtung zu weisen!“

An diesem Angebot  nahmen 17 Mädchen und 21 Jungen teil.

Seit dem Jahr 2003 werden Angebote in das Programmheft nur aufgenommen, wenn Gender Mainstreaming beachtet wurde. Gemischte Angebote für Mädchen und Jungen müssen ”gegendert” formuliert sein.

Die VeranstalterInnen füllen nun Statistikbögen aus, mit denen sich der Ressourceneinsatz für die Mädchen und die Jungen getrennt feststellen lässt. Software wurde so umgestellt, dass Plätze “gleichberechtigter” vergeben werden können. Auch Nachrückvergaben erfolgen geschlechtsproportional. Außerdem wird der Gender Mainstreaming Prozess nun regelmäßig reflektiert - zusammen mit anderen Trägern des Angebots.

Haus der Jugend