In Deutschland existieren nach Angaben des DOSB rund 230.000 Sportstätten. Dazu gehören unter anderem sowohl Stadien, Sporthallen und Sportvereinszentren, als auch Tribünen, Parkplätze und weitere zugehörige Flächen. Damit stellen Sportstätten Orte der Begegnung, Bewegung und Gemeinschaft dar.
Der Betrieb und die Instandhaltung von Sportstätten stellt Vereine oft vor große
Um auch weiterhin zukunftsfähig zu bleiben und zusätzlich Kosten einzusparen, ist der Fokus auf mehr Nachhaltigkeit von elementarer Bedeutung. Dies umfasst die Berücksichtigung ökologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Anforderungen. In der Praxis bedeutet dies ein ressourcenschonender Einsatz von:
- Energie und Wasser
- Investitionen in effiziente und nachhaltige Technologien
- Die Senkung von Betriebskosten
- Eine barrierefreie und integrative Umgebung für alle Menschen.
Um die entstehenden finanziellen Belastungen zu verringern und Ideen für einen niedrigschwelligen Einstieg hin zu einer nachhaltigen Sportstätte zu bieten, haben wir Ihnen Tipps für den Start und die wichtigsten Fördermöglichkeiten zusammengestellt.
Tipps zum Thema
Sportstätten nachhaltiger zu gestalten, mag im ersten Moment nach viel Aufwand klingen. Mit unseren Tipps gelingt der Einstieg mit Leichtigkeit.
Eine niedrigschwellige und sofort messbare Maßnahme hin zu einer nachhaltigen Sportstätte ist der Tausch alter Leuchtmittel durch stromsparende LED-Lampen. Zusätzlich können auch installierte Bewegungsmelder im Außen- und Innenbereich helfen, den Stromverbrauch noch stärker zu reduzieren.
Armaturen und Duschköpfe können ebenfalls durch wassersparende Alternativen ausgetauscht werden und für einen sinkenden Wasserverbrauch sorgen.
Wer sein Engagement noch weiter ausbauen möchte, macht seine Bemühungen direkt sichtbar. Plakate und Mitteilungen weisen auf Ihre Ziele hin und fördern das Bewusstsein der Mitglieder. Durch aktive Einbindung in den Gestaltungsprozess profitieren Sie außerdem von den Fähigkeiten jeder einzelnen Person.
Möchten Sie noch einen Schritt weiter gehen, achten Sie auf die Barrierefreiheit Ihrer Sportstätte. Sind alle Bereiche der Sportstätte, wie zum Beispiel Sportbereich, Umkleiden oder Tribünen, auch für Menschen mit Beeinträchtigung zu erreichen? Errichten Sie entsprechende Vorrichtungen, wie Rampen oder Geländer.
Fördermöglichkeiten
Bauliche Maßnahmen sind in der Regel mit hohen Kosten verbunden. Für nachhaltige Baumaßnahmen gibt es verschiedene Förderungen.
Landessportbund-Sportstättenbau
Zielgruppe: Mitgliedsvereine mit eigener Sportstätte
Förderung: Mind. 1000€, max. 150.000 (40% Eigenanteil)
Bewerbungszeitraum: bis 25.000€: 25.November; ab 25.000€: 15. September
Für weitere Informationen: Michaela Jung; Telefon: 0511 1268 113 und auf den Seiten des Landessportbunds Niedersachsen.
e.coSport
Zielgruppe: Sportvereine/Sportverbände mit Sitz in der LHH oder Region
Förderung: max. 75.000€ (Region) / 80% der aufwendungsfähigen Zuwendungen (LHH)
Bewerbungszeitraum: vor Vorhabenbeginn, für Projekte im Folgejahr bis zum 31.10.dJ
Für weitere Informationen: Koordinationsstelle e.coSport; Belinda Schenkling; Telefon: 0511/1640346; Mail: e.cosport@umweltzentrum-hannover.de und auf den Seiten des e.coSport-Programms.
proKlima - GemeinNützlich Solar
Zielgruppe: Gemeinnützige Institutionen in der Stadt Hannover
Förderung: 200€ / kWp (Mindestens 2kWp pro Gebäude)
Bewerbungszeitraum: unterjährig
Für weitere Informationen: Enercity: Matthias Littwin; Telefon: 0511 430 2079 und auf den Seiten von proKlima.
Best Practice
Der SV Schefflenz e.V. hat bereits 2016 ein Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsprojekt gestartet. Ziel war es, den Energieverbrauch zu senken, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und die Vereinsinfrastruktur klimafreundlich zu gestalten. Als erstes wurde eine LED-Flutlichtanlage am Sportplatz installiert, sämtliche Fenster durch isolierverglaste Elemente ausgetauscht und wassersparende Duschköpfe in den Umkleiden angebracht. Danach wurde die alte Ölheizung in eine Pelletheizung ausgetauscht. Anschließend folgte noch der Einbau einer Wärmepumpe im Sportheim und die Installation einer Wasserzisterne für die Beregnung der Außenanlage durch Regenwasser. Zusätzlich ist noch die Installation einer Photovoltaik-Anlage geplant, um die Wärmepumpe zukünftig mit „Sonnenstrom“ zu betreiben. Weiter ist noch der Einbau eines Batteriespeichers vorgesehen.
Die Vorteile dieser Maßnahmen sind u.a. der Verzicht auf fossile Brennstoffe, eine deutliche Energieeinsparung, die Reduzierung der CO2-Emissionen und weniger Wasserverbrauch.