Günstig und praktisch - Der Preisvergleich

Für den Vergleich zwischen im Handel gekauften Mineralwasser und Leitungswasser bietet sich die Bewertung der Kosten von Trinkwasser an. Die folgenden Berechnungen basieren auf den offziellen Angaben des Wasserverbands Nord, des Umweltamts sowie Herstellerangaben.

Trinkwasserverbrauch im Haushalt

Nach Angaben des Umweltbundesamt liegt der tägliche Wasserverbrauch einer Person in Deutschland bei durchschnittlich 144 Litern. Es entfällt dabei ein Anteil von 4% auf die Kategorie Essen und Trinken. Dies entspricht einem Wert von 5,76 Litern pro Tag und Kopf. Für den Vergleich wird ein 2-Personen-Haushalt angenommen, auch im Hinblick auf die Wahl der Wasserzählergröße, der zusammen 6 Liter Trinkwasser pro Tag konsumiert. Pro Monat ergibt sich also eine Wassermengen von 180 Litern sowie 2160 Liter pro Jahr, die grundsätzlich nur zum Trinken verbraucht werden. Die reinen Verbrauchskosten für Leitungswasser belaufen sich damit auf 2,72 Euro pro Jahr (2160l x 0.00126 €/l = 2,72 € pro Jahr). Der Grundpreis ist dabei nicht unmittelbar relevant, da er den gesamten Haushaltswasserbedarf umfasst und nicht lediglich das Trinkwasser.

 

Kostenstruktur von Leitungswasser
Der Wasserpreis setzt sich laut Angaben des Wasserverbands Nord aus zwei Komponenten zusammen: einem Mengenpreis pro Kubikmeter Trinkwasser und einem Grundpreis je Hausanschluss, der von der Wasserzählergröße abhängt. Für einen typischen Privathaushalt nehmen wir eine Zählergröße von 4 m3/h an. Der Grundpreis beträgt hier ab dem 01.01.2025 insgesamt 16 Euro pro Monat zuzüglich der 7% Mehrwertsteuer. Der Mengenpreis beträgt 1,18€/m3 netto beziehungsweise 1,26€/m3 brutto. Demnach kostet ein Liter Leitungswasser lediglich 0,126 Cent.

 

Kosten von Mineralwasser
Für eines der günstigsten im Handel erhältlichen Mineralwasser in Deutschland und Hannover beträgt der Preis für den privaten Konsumenten 0,19 Euro pro Liter. Bei einem errechneten Jahresverbrauch von 2.160 Litern ergeben sich 410,40 Euro pro Jahr für das Wasser aus dem Handel. Es zeigt sich, dass selbst eines der preiswertesten Mineralwasser über 150-mal teuer ist als Leitungswasser. Der Vergleich zwischen Mineralwasser aus dem Handel sowie Trinkwasser aus der Leitung macht deutlich, dass Leitungswasser - trotz steigender Preise - weiterhin die mit großem Abstand wirtschaftlichste Form der Trinkwasserversorgung darstellt. Während der reine Mengenpreis von Leitungswasser pro Liter unter einem Fünftel Cent liegt, koste selbst das günstigste im Handel verfügbare Mineralwasser rund 19 Cent pro Liter. Ein Haushalt, der seinen Trinkwasserbedarf über Mineralwasser deckt, zahlt somit jährlich mehr als das 150-Fache im Vergleich zur Nutzung von Leitungswasser als Trinkwasserquelle.

 

Ergänzende Qualitätsbeurteilung
Nach Berichten des Umweltbundesamts sowie Tests der Stiftung Warentest zufolge zeigt sich, dass Leitungswasser in Deutschland zu den am strengsten kontrollierten Lebensmittel gehört. Es erfüllt hohe hygienische Standards und ist qualitativ mit Mineralwasser vergleichbar oder sogar besser. Bei abgefülltem Wasser treten dagegen potenzielle Belastungen durch Transport, Lagerung oder Verpackungsmaterialien auf wie beispielsweise Mikroplastik.
 

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