Fortbildungen für Lehrkräfte
Im Rahmen des Projekts „Vom Acker bis zum Kochtopf“ stehen zwei Fortbildungen zur Verfügung:
- Fortbildung zur Einbindung der Thematik Ökologischer Landbau, Regionale Wertschöpfungskette und Nachhaltige Ernährung in den Unterricht. Diese Fortbildung ist im Rahmen einer Teilnahme am Projekt verpflichtend. Je teilnehmender Schule muss eine Lehrkraft an dieser Fortbildung teilnehmen – nicht je Schulklasse oder Schüler*innengruppe.
- Fortbildung zur Thematik Anlage und Pflege eines Schulgarten. Die Teilnahme ist freigestellt. Schulen, die einen Hochbeetbausatz beziehen, sollen möglichst an dieser Fortbildung teilnehmen!
Anmeldungen für die Fortbildungen sind unter ackerkochtopf@umweltzentrum-hannover.de möglich.
1. Fortbildung „Bio.Wert.Voll.“
Einbindung der Thematik in den Unterricht
Landwirtschaft, Bio-Lebensmittel und -Produkte entdecken lernen und dabei ganz praktisch in die Welt der Bauernhöfe und verarbeitenden Betriebe eintauchen. Die Fortbildung verbindet die inhaltlichen Schwerpunkte des Projekts „Vom Acker bis zum Kochtopf“ mit didaktischen Ansätzen. Im Konkreten heißt dies: Perspektivwechsel ermöglichen, Gestaltungskompetenzen fördern und mit lebendigen Prozessen interagieren.
Der inhaltliche Rahmen berücksichtigt die Themen
- Ökologischer Landbau - insbesondere in der Region Hannover
- Regionale Wertschöpfungsketten - Landwirtschaft und lokale Verarbeitung
- Nachhaltige Ernährung - bio, regional, saisonal, fair, ausgewogen und genügsam
- Tipps für die Verankerung im Schulalltag und Fördermöglichkeiten für Projekte
Hintergründe zum didaktischen Ansatz der Unterrichtsvorschläge: Die Teilnehmenden arbeiten mit den jeweiligen Aspekten in Anlehnung an den Lernzyklus des Flow-Learnings aus der Natur- und Wildnispädagogik:
- Begeisterung wecken
- konzentriert wahrnehmen
- unmittelbare Erfahrung
- andere an den eigenen Erfahrungen teilhaben lassen
Durch die Anwendung praktischer Beispiele aus der Handreichung des Projekts „Vom Acker bis zum Kochtopf“ können die darin benannten Methoden im Einzelnen unmittelbar angewendet werden. Die Fortbildung folgt der Frage: „Wie können intensive Lernerfahrungen entstehen und was braucht es für
- die Stärkung der Gestaltungskompetenzen,
- eine systemische und ganzheitliche Lernumgebung,
- einen Perspektivwechsel,
- partizipative Lernsettings und
- ermächtigende Erfahrungen?“
In der Fortbildung werden neben den theoretischen Grundlagen auch die praktischen Anwendungen ausprobiert, es wird also zu "hands-on" Aktivitäten kommen.
Termine im Schuljahr 2026/2027: 2. November 2026 und 13. April 2027, jeweils 9-16 Uhr
Referent*innen: Maria Jacobs, Cheryl und Thomas Meiseberg
Ort: Kampfelder Hof, Hauptstraße 31, 30966 Hemmingen-Hiddestorf
Anfahrt: z.B. mit Stadtbahnlinie 13 bis „Hemmingen“, von dort mit Bus 366 bis „Hiddestorf Wiesenweg“, von dort 3 Minuten zu Fuß
2. Fortbildung „Schulgartenarbeit“
Um die Themen Ökologischer Landbau und Nachhaltige Ernährung langfristig in den Schulen zu verankern, wird den Teilnehmenden Knowhow für die Anlage eines Schulgartens und dessen Einbindung in den Unterricht vermittelt. Damit sollen die Schüler*innen ökologisches Wirtschaften kennenlernen und gleichzeitig das Entstehen von Obst, Gemüse und Kräutern erleben.
In der Fortbildung geht es um das praktische Planen und Arbeiten im Schulgarten. Es werden Grundlagen und Elemente des ökologischen Landbaus zu Anbau und Aufzucht vermittelt, heruntergebrochen auf die Praxis im Schulgarten: sortenreines Saatgut, Mischkultur-, Zwischenfruchtanbau, begleitende Wirtspflanzen, Wassermanagement, Bodenbearbeitung und Bodenqualitätsbestimmung.
Darüber hinaus werden Unterrichtsbeispiele und -materialien vorgestellt: Ladentheke und Nutztierpyramide, politische Pflanze Mais, Förderung von Nützlingen und Bestäuberinsekten, hier am Beispiel von Wildbienen, Phänologischer Kalender.
Termine: werden noch bekannt gegeben (vorgesehen einmal pro Schulhalbjahr)
Referent*innen: Schulbiologiezentrum Hannover
Ort: Schulbiologiezentrum Hannover, Vinnhorster Weg 2, 30419 Hannover
Anfahrt: mit den Stadtbahnlinien 4 oder 5 bis Haltestelle „Schaumburgstraße“, von dort weiter mit dem Bus bis Haltestelle „Altenauer Weg“ oder zu Fuß (15 Minuten)