Teilhabe und Inklusion

Gerade Vereine spielen bei Inklusion und Teilhabe eine wichtige Rolle, weil sie Menschen zusammenbringen und soziale Gemeinschaft im Alltag erlebbar machen.

Eine Beeinträchtigung muss keine Benachteiligung sein

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen gleichberechtigten Zugang zu gesellschaftlichen Bereichen haben. Dazu gehören zum Beispiel Bildung, Arbeit, Wohnen, Freizeit und Kultur. Teilhabe geht noch einen Schritt weiter: Sie beschreibt die tatsächliche Möglichkeit, in diesen Bereichen mitzuwirken, präsent zu sein und ernst genommen zu werden.

 

Tipps zum Thema

Vereine können sehr viel dazu beitragen, dass Teilhabe und Inklusion nicht nur theoretische Begriffe bleiben, sondern praktisch umgesetzt werden. Der erste Schritt zur Förderung von Inklusion ist es, ein klares Bewusstsein für ihre Bedeutung und ihre Vorteile zu schaffen. Dies kann beispielsweise durch Informationsveranstaltungen, Workshops oder Schulungen für Mitglieder, Trainer und Vorstandsmitglieder geschehen. Dabei sollte das Verständnis für die Vielfalt der Menschen und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse gestärkt werden. Sinnvoll ist es außerdem, diese Grundhaltung in klaren Leitsätzen festzuhalten. Auch mögliche Hemmungen und Berührungsängste, sowohl bei Menschen mit als auch ohne Einschränkungen, sollten ernst genommen und offen angesprochen werden.

Wer einen Schritt weiter gehen möchte, kann z.B. barrierefreie Angebote und Zugänge schaffen, damit möglichst viele Menschen ein Vereinsangebot nutzen können. Ebenso wichtig sind niedrige Zugangshürden, zum Beispiel durch faire Mitgliedsbeiträge oder leicht verständliche Anmeldemöglichkeiten. Darüber hinaus können Vereine Menschen mit unterschiedlichen Lebenslagen aktiv einbinden und ihnen passende Aufgaben oder Mitwirkungsmöglichkeiten geben. Auch Kooperationen mit sozialen Trägern, Behindertenhilfe oder regionalen Netzwerken können helfen, Inklusion dauerhaft im Vereinsleben zu verankern.

Vereine können das Thema Inklusion auf verschiedene Weise weiterentwickeln. Sie können eigene inklusive Aufgaben im Ehrenamt schaffen, zum Beispiel in der Organisation, Öffentlichkeitsarbeit oder im Trainingsbetrieb. Ebenso sinnvoll sind Kooperationen mit Einrichtungen der Behindertenhilfe, Integrationsfachdiensten oder Jobprojekten. Zusätzlich können sich Vereine an regionalen Netzwerken und Veranstaltungen beteiligen, um Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen zu bekommen. So entsteht Schritt für Schritt eine offenere Vereinsstruktur, in der mehr Menschen mitmachen können.

 

Fördermöglichkeiten

Regionsfonds Vielfalt und Teilhabe

Zielgruppe: Alle die in der Region Hannover ein Projekt im Bereich Teilhabe, Chancengleichheit und Demokratiestärkung durchführen möchten – ausgenommen sind politische Organisationen und Vereinigungen

Förderung: Maximale Förderhöhe von 40.000 Euro für einen Förderzeitraum von 24 Monaten

Bewerbungszeitraum: jährlich variierend

Für weitere Informationen: Telefon: 0511 616-25119; E-Mail: guteidee@region-hannover.de Alle Hinweise auf den Seiten des Regionsfonds Vielfalt und Teilhabe.

 

4 generation

Zielgruppe: 4 generation läuft noch bis zum 31.12.2027. Es fördert innovative Projekte in der Jugendarbeit mit den Bereichen Soziales, Politik, Bildung (jenseits von Schule), Kultur und Umwelt

Förderung: kleinere Vorhaben bis 1.500 Euro; größere Projekte mit bis zu 10.000 Euro pro Projektjahr

Bewerbungszeitraum: Die Antragsfrist ist immer zum 1. des Monats. Jeweils ein Monat später kann das Projekt (nach der Bewilligung) starten.

Für weitere Informationen: Servicestelle 4Generation; Tel. 0511 519451 25; E-Mail info@4generation.de alles wichtige gibt es auf der Projektseite 4 generation. 

 

„Sparkassen-Sportfonds“ Förderungen im Bereich Breitensport

Zielgruppe: Gemeinnützige Vereine in der Region Hannover, die sich mit nachhaltigen Projekten aus den Bereichen Soziales, Kultur, Kunst, Sport, Bildung, Umwelt und Wissenschaft bewerben können

Förderung: bis zu 200.000 € für ein Projekt; Eigenanteil gefordert, jedoch nicht näher beziffert

Bewerbungszeitraum: der Anmeldeschluss jeweils am 31.03. und am 30.09. eines jeden Jahres

Für weitere Informationen: Tanja Finke; Telefon: 0511 3000-2676; E-Mail: tanja.finke@sparkasse-hannover.de und auf den Seiten des Sportsfonds der Sparkasse.

 

Best Practice

Ein gutes Beispiel dafür ist der Tennis-Sport Erftstadt e.V. Der Verein zeigt, wie Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit gemeinsam gedacht werden können. Nach der Zerstörung durch die Flutkatastrophe wurde der Wiederaufbau bewusst so geplant, dass die Anlagen für möglichst viele Menschen nutzbar sind. Dazu gehören barrierefreie Plätze, ein barrierefreies Vereinsheim, behindertengerechte Parkplätze und ein taktiles Leitsystem. Dadurch wird deutlich, dass ein Verein nicht nur sportliche, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen kann.

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