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Nachhaltiger Konsum

Leben ohne Plastik?

Unterrichtsangebote und Fortbildung

In Deutschland fallen nach wie vor riesige Mengen an Abfall an. Einen großen Teil machen Verpackungen aus. Problematisch dabei ist insbesondere das Plastik, das in die Gewässer und Meere oder als Mikroplastik in die Nahrungskette gelangt. Mittlerweile gibt es viele Bestrebungen, die Plastikflut einzudämmen.

Auch im Unterricht lässt sich das Thema behandeln. Dazu bieten die Curricula verschiedene Anknüpfungspunkte. Nachfolgend sind einige Bildungsangebote des Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüros aufgeführt sowie zwei Unterrichtsangebote von „Umwelt im Unterricht“ (siehe untere 6 pdf-Links). Eine Unterrichtskiste zum Thema „Plastik“ ist in Vorbereitung.

Anregungen für den Unterricht

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Thema Plastik in der Schule zu thematisieren: Die Schule richtet ein plastikfreies Schulfest aus, es werden Stoffbeutel mit Schullogo als Alternative zu Plastiktüten gestaltet, eine Schulklasse geht in den Selbstversuch und verzichtet eine Woche lang auf Plastik. Dabei können sich die Schüler*innen von verschiedenen Fragen leiten lassen: Ist ein Verzicht auf Plastik überhaupt möglich? Wo ist es schwierig bzw. wo macht Plastik Sinn?

Im Rahmen der betreuten Unterrichtseinheit „Ökosystem Ozean - Wie steht es um unsere Meere?“ wird die Bedrohung der Meere durch Plastikmüll in den Fokus genommen. Am Beispiel einer Plastiktüte werden die Globalisierung des Müllproblems, vor allem aber umweltschonende Lösungsansätze bzw. Alternativen erörtert. Die Schüler*innen diskutieren darüber, was wir in unserem Alltag für den Schutz der Meere tun können. Als weiteres Modul kann eine Experimentier- und Upcycling-Werkstatt hinzugebucht werden. Dabei kann es beispielsweise um die Herstellung von Bioplastik und um Kosmetikanalysen gehen.

Fortbildung „Wasser - kostbares Nass!“

Die Teilnehmenden lernen verschiedene Eigenschaften des Elements Wasser kennen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Bedeutung der Eigenschaften im Hinblick auf den Schutz der Umwelt und der Schonung natürlicher Ressourcen. Die Teilnehmenden führen dazu Experimente durch, die geeignet sind, Kinder bzw. Schüler*innen im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung für die Bedeutung von Wasser als Lebensgrundlage zu sensibilisieren. Es werden verschiedene Formen der Verunreinigung von Wasser untersucht und Möglichkeiten erprobt, es wieder trinkbar zu machen. Wie verhält sich etwa Plastikmüll im Wasser (Schwimmen und Sinken, Auftrieb)? Wasser, das mit Schmutzteilchen verunreinigt ist, lässt sich in der Regel mit einigem Aufwand filtern (Minikläranlage). Bei Stoffen, die im Wasser gelöst sind - Salz, Zucker, Chemikalien - reicht dies meist nicht aus. Hier sind andere Verfahren wie Destillation gefragt. Auch dies lässt sich kindgerecht erproben. Als Spezialfall werden die Lösung von Kohlendioxid im Wasser thematisiert und die Aspekte Versauerung der Meere und Treibhauseffekt erörtert.

Projektwoche „Abfall - Nein danke!“

In einer Projektwoche vor den Sommerferien, die alljährlich in einer anderen Schule stattfindet, beschäftigen sich die Schüler*innen eines oder zweier Jahrgänge mit der Abfallproblematik und ihren Ursachen. Und sie diskutieren über Lösungsansätze. Dabei geht es beispielsweise um Möglichkeiten, die Meere vom Plastik zu befreien. Die Schüler*innen überlegen sich: Wie kann ich Abfall vermeiden und das Konsumverhalten nachhaltiger ausrichten? Ihre Ideen dazu setzen sie in Kleingruppen kreativ-künstlerisch um. Dabei entstehen verschiedenste Objekte, die die Schüler*innen im Rahmen kleiner Bühnenszenen und eines „Marktes der Möglichkeiten“ vor großem Publikum präsentieren. Es entstehen Zukunftsvisionen der Stadt, Kostüme, Upcycling-Möbel, Musikinstrumente und vieles mehr. Den Grundstoff für die Anfertigung der Objekte bildet Abfall, der vorab in der Schule und zu Hause gesammelt worden war.

Aktion "Plastikpiraten"

Alljährlich ruft das Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Forschungsschwerpunktes "Plastik in der Umwelt" Schüler*innen und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren auf, Plastikmüll in und an deutschen Fließgewässern zu dokumentieren. Die Funde werden auf einer digitalen Deutschlandkarte visualisiert. Das Projekt bietet zudem zahlreiche Materialien für den Unterricht.