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Hier erfolgt die Intensivreinigung

Biologische Reinigung

Abwasserreinigung mit Hilfe von Mikroorganismen

Blick in ein Belebungsbecken © SEH

Blick in ein Belebungsbecken

 
Belebungsbecken

Bei der biologischen Reinigung werden bis zu 98 Prozent der verbliebenen, ganz oder halb gelösten, organischen Schmutzstoffe entfernt.

Das mechanisch grob vorgereinigte Abwasser fließt unterirdisch weiter. Mit Hilfe eines Schneckenpumpwerkes wird das Abwasser auf Klärwerksniveau angehoben und in die Belebungsbecken geleitet, in denen jetzt die biologische Reinigung beginnt. Dabei wird die Selbstreinigungskraft von Flüssen und Seen nachgeahmt und beschleunigt: Belüfter sprudeln Sauerstoff als Lebensgrundlage für den Belebtschlamm in die Becken hinein. Den eingeleiteten Sauerstoff benötigen die Kleinstlebewesen (Bakterien, Einzeller, Pilze) um die gelösten und feinzerteilten organischen Schmutzstoffe in neue Biomasse und Kohlendioxid umzuwandeln. Diese mikroskopisch kleinen Lebewesen entziehen dem Abwasser Stickstoffe, Kohlenstoffe und auch Phosphat.

Der Zustand einer biologischen Abwasserreinigungsstufe kann sehr gut mit Hilfe des mikroskopischen Bildes erkannt werden. Dabei werden Abwassertropfen unter dem Mikroskop betrachtet. Es wird dabei nach winzig kleinen Tierchen wie z. B. Wimperntierchen, Pantoffeltierchen, Geißeltierchen Ausschau gehalten.

 

Nachklärung

Nach der biologischen Reinigung setzt sich im Nachklärbecken der Belebtschlamm ab. Die Nachklärbecken arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie die Vorklärbecken. Der hier entnommene Belebtschlamm wird zu einem Teil wieder den Belebungsbecken zugeführt und der Reinigungsprozess der Bakterien beginnt von Neuem. Überschussschlamm wird ,wie der Vorklärschlamm, der Schlammbehandlung zugeführt und in die Faulbehälter gefördert.

Nach dieser letzten Station ist das Abwasser wieder klar und sauber und kann in die Leine entlassen werden.

Zentrale

Die Zentrale der Stadtentwässerung im Stadtteil Hainholz © SEH