Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Wasser fällt vom Himmel © SEH

Wasser fällt vom Himmel

Kostbares Nass fällt vom Himmel

Regenwasser

Mit Regenwasser lässt sich viel machen

Jeder Tropfen Wasser, den wir trinken, benutzen oder auch verschwenden, war irgendwann einmal ein Tropfen Regenwasser. Ein natürlicher, immer währender Kreislauf aus Niederschlag, Abfluss und Verdunstung sorgt dafür, dass wir ständig mit Wasser versorgt werden.

Das Leitbild „Nachhaltige Entwicklung“ der UN-Konferenz in Rio de Janeiro von 1992 steht für eine Entwicklung, die die Bedürfnisse heutiger Generationen befriedigen sollen, ohne die Bedürfnisse kommender Generationen zu gefährden. Das Leitbild geht von der Erkenntnis aus, dass die natürlichen Ressourcen als die Basis allen Lebens und Wirtschaftens nicht in höherem Maße verbraucht werden dürfen, als sie sich regenerieren können. Was nachhaltige Entwicklung konkret bedeutet und wie eine solche Entwicklung erreicht werden kann, muss jede Gesellschaft für sich beantworten.

Wann wir in den Wasserkreislauf eingreifen?

Jede Siedlungstätigkeit verursacht Flächenversiegelung für Straßen, Wohn- und Gewerbebauten. Dieses stellt unvermeidlich einen Eingriff in den natürlichen Wasserkreislauf dar. Durch die damit verbundenen erhöhten Regenwasserableitung wird eine Vergrößerung der Hochwasserabflussspitzen und ein Rückgang der Grundwasserneubildung bewirkt.

Nach dem heutigen Stand der Technik wird Wasser aus Siedlungsgebieten schnell durch ein System von Rohren und Kanälen abgeleitet - teilweise mit einer Vielzahl von Pumpen - und einem Gewässer zugeführt. Die Folgen sind bekannt: Am anderen Ende des Kanals treten die Probleme mit Hochwasser und Wasserverschmutzung in konzentrierter und häufig verschärfter Form wieder auf. Diese Technik muss kritisch betrachtet werden; sie ist nicht zukunftsweisend. Regen ist weniger als Gefährdungspotential zu sehen, sondern die städtebaulichen und gestalterischen Möglichkeiten der Regenwasserbewirtschaftung sind zu nutzen und in städtebauliche Vorhaben mit einzubeziehen.

Innovative Wasserkonzepte sind gefragt

In städtischen Baugebieten sind während der Bauleitplanung Wasserkonzepte gefragt, die das vor der Bebauung vorhandene natürliche Abflusssystem (Abflussregime) weitestgehend auch nach der Bebauung erhalten, welche die Versickerung und Ausgleichsflächen (Retention) des Regenwassers im Niederschlagsgebiet und die verzögerte Abgabe an die Gewässer vorsehen. Das System der offenen Regenwasserableitung wird dabei zu einem wichtigen städtebaulichen Gestaltungselement, verbessert das Stadtklima, wirkt temperaturausgleichend und schafft Erholungsräume für die Menschen. Dachbegrünungen können durch ihre „Schwammwirkung“ ihrer Boden- und Pflanzenschicht erheblich Regenwasser zurückhalten. All diese Maßnahmen tragen zur Verdunstung bei, beeinflussen das Kleinklima positiv und reduzieren die Staubbildung in Städten.
 

Zentrale

Die Zentrale der Stadtentwässerung im Stadtteil Hainholz © SEH